Finnland nach 6:1 gegen Schweden zum 2. Mal Weltmeister
Finnland hat sich am Sonntag im skandinavischen Final-Duell gegen Schweden klar durchgesetzt und ist damit zum zweiten Mal nach 1995 Eishockey-Weltmeister.
Finnland schafft mit seinem 6:1 Sieg über Schweden die Überraschung an diesem Turnier. Erstmals nach 17 Jahren konnte Finnland wieder den Weltmeistertitel gewinnen. Mann des Spieles war Petteri Nokelainen der in der 44. Minute das entscheidende 2:1 erzielte.
Abtasten im 1. Drittel
In den ersten 20 Minuten tasteten sich die beiden Teams ab. Man wollte sich keine Fehler leisten und versuchte die Fehlerquote so tief wie möglich zu halten. Dies gelang denn auch gut. Oder wenn ein Fehler geschah, dann waren die beiden Torhüter bereit und liessen keinen Treffer zu. Zu Beginn des zweiten Drittels sah es genauso aus. Keine Fehler machen und ja nicht die Mannschaft sein, die den ersten Fehler macht. Und doch summierten sich die guten Chancen langsam. So scheiterte Schweden mit einer guten Möglichkeit an Schlussmann Petri Vahanen. Oder der Finne Janne Pesonen in der 27. Minute an Viktor Fasth. Den Schuss konnte dabei Fasth nur mit Glück um den Pfosten lenken. Diese Abwehr geriet dann zur Vorlage für den schnellen Konter der Schweden. Und Magnus Paajarvi vermochte mit seinem satten Handgelenkschuss Vehanen zum ersten Mal zu bezwingen. Finnland war nun gefordert und musste reagieren, wollten sie nicht die Chance auf den zweiten Weltmeistertitel schon abgeben. Aber Finnland wäre an dieser Weltmeisterschaft nicht Finnland, wenn sie nicht ein Rezept dafür finden würden.
Finnland meldet sich eindrücklich zurück
Nach dem sie einige schwierige Situationen in Unterzahl oder mit schnellen Konter der Schweden hatten, unter anderem traf erneut Paajarvi den Pfosten der Finnen (35.), wurde 30 Sekunden vor Ablauf des zweiten Drittels eine Strafe gegen Schweden fällig. Und diese nutzen die Finnen zum 1:1 Ausgleich aus. Jarkko Immonen traf mit einer Direktabnahme in das Tor von Fasth. Von nun an dominierte Finnland ihren Nachbarn Schweden nach belieben. Und diese spürten dass sie unter Druck waren. Mit unglaublichen Fehlern leitet Schweden in der neutralen Zone in der 43. Minute die ein Tore Führung der Finnen ein. Petteri Nokeklainen nahm das Geschenk an und traf zum 2:1. Schweden versuchte zu reagieren und machte erneut einen Fehler zu viel. 44 Sekunden später traf Niko Kapanen zum vorentscheidenden 3:1. Schweden versuchte nun alles und machte noch mehr Druck. 10 Minuten vor ende der Spielzeit nahm Par Marts das Time-Out für Schweden. Um alle Kraft nach vorne zu werfen. Und brachte seine besten Spieler auf das Eis.
Schweden Debakel nach dem 1:3
Nach dem Par Marts das Time-Out genommen hatte versuchte Schweden noch mal alles. Doch die letzten 4 Spielminuten endeten für Schweden in einem Debakel. In diesen vier Minuten zerlegte Finnland Schweden in seine Einzelteile. Diese Niederlage muss die Schweden wegen deren Höhe am meisten Schmerzen. Denn am Ende war diese zu hoch.
Stimmen nach dem WM-Finale:
Jukka Jalonen, Trainer Finnland: „Es war ein super Turnier für uns und es hat lange gedauert, bis wir wieder Weltmeister geworden sind. In der zweiten Pause habe ich auch nichts anderes als sonst auch gesagt. Ich meinte, dass wir so weiter spielen müssen wie zuvor und geduldig sein müssen. Dann werden wir auch unsere Chancen bekommen."
Par Marts, Trainer Schweden: „Ich kann keine Silbermedaille mehr sehen (die dritte für ihn als Trainer, vorher bereits zwei mit der U20; Anmerkung der Redaktion). Aber wir müssen aus Niederlagen lernnen. Es war ein komisches Spiel. Wir hatten eigentlich das Spiel bis zum Ausgleich sieben Sekunden vor dem zweiten Drittelende im Griff. Zuvor haben wir einmal den Pfosten und einmal die Latte getroffen. Über die 60 Minuten betrachtet, muss man aber sagen, dass Finnland der absolut verdiente Sieger war.Sie waren besser in der Defensive und waren einfach stärker. Wir haben leider nicht unser bestes Spiel gezeigt."
Jani Lajunen, Finnland: „Es ist unglaublich, wir sind Weltmeister! Das Tor zum 1:1 hat uns so viel Energie gegeben. Da wussten wir, wir können das Spiel noch drehen. Wir haben einfach ein super Team, jeder ist für den anderen gelaufen."
Tuomo Ruutu, Finnland: „Wir haben das beste Team auf der Welt. Der Schlüssel zur Goldmedaille war, egal, ob wir mit einem oder zwei Toren in Führung lagen oder mit einem oder zwei Toren im Rückstand gelegen sind, wir haben immer versucht, unser Spiel durchzuziehen. Für mich ist es der größte Erfolg meiner Karriere. Als wir das letzte Mal Weltmeister geworden sind, war ich noch in der Schule."
Rickard Wallin, Kapitän Schweden: „Wir hatten heute leider nicht unseren besten Tag. Die Silbermedaille ist die bitterste, die du haben kannst. Du bist so nahe dran an der Goldmedaille, aber hast sie eben nicht geholt. Wir haben im Verlaufe des Turniers sehr hart gearbeitet und uns von Spiel zu Spiel bis zum Halbfinale gesteigert, doch heute haben wir insgesamt nicht gut gespielt. Das erste Drittel war ausgeglichen, im zweiten waren wir etwas besser, aber im dritten haben wir uns viel zu viele Fehler geleistet, auf die die Finnen gewartet und sie gnadenlos bestraft haben. Die Finnen haben das ganz geschickt gemacht, die waren immer mit fünf Mann in der neutralen Zone. Da ist es ganz schwer dagegen anzukommen. Ob du am Ende mit einem oder fünf Toren Unterschied verlierst, ist egal. Wir sind sehr enttäuscht."
Tschechien holt nach Torfestival gegen Russland Bronze
Der Weltmeister aus dem vergangenen Jahr besiegte im kleinen Finale Russland in einer spannenden Partie mit 7:4. Matchwinner für die Tschechen waren Cervenka (2 Tore), Plekanec (2 Tore) und Prucha (2 Tore).
Bereits die ersten 20 Minuten im Spiel um Bronze hatten es in sich. Cervenka (4.) schoss Tschechien mit 1:0 in Führung, die Russen schlugen mit einem Doppelpack zurück. Innerhalb von 15 Sekunden drehten Kovalchuk (10.) und Kuliov (10.) die Partie. Die Tschechen hatten jedoch sofort die richtige Antwort parat und glichen die Partie eine knappe Minute später durch Prucha (11.) aus. Als man bereits mit einem Unentschieden nach diesem Drittel rechnete, schlug Kovalchuk (19.) noch einmal zu und besorgte das 3:2 für die Sbornaja.
Im Mittelabschnitt die Russen unachtsam und Tschechien mit dem 3:3. Prucha (23.) ließ die russischen Fans mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag jubeln. Und nicht nur Prucha scorte zweimal, sondern auch sein Teamkollege Cervenka. Prucha mit dem Assist und Cervenka (31.) drehte dieses Mal die Partie zu Gunsten der Tschechen. In der 36.Minute stand es 5:3, dieses Mal versenkte Plekanec die Scheibe. Russland verkürzte nur Sekunden später auf 4:5.
Für die Vorentscheidung in dieser Partie sorgte Marek in der 47.Minute mit dem 6:4. Die Russen nahmen bereits mehr als zwei Minuten vor dem Ende ihren Torhüter vom Eis und die Tschechen nützten ihre Chance, Plekanec (58.EN) traf ins leere Tor und markierte den 7:4 Endstand.
Tschechien holt sich somit Platz 3 vor Russland. Heute Abend kommt es zum absoluten Showdown zwischen Schweden und Finnland um den Weltmeistertitel.
Tschechien
Spiel um Platz 3
7 : 4
2:3
3:1
2:0
Russland
Tore
Roman Cervenka
1 : 0
(03:33)
(09:25)
1 : 1
Ilya Kovalchuk (Alexander Radulov, Fyodor Tyutin)
(09:40)
2 : 1
Dimitri Kolikov (Maxim Afinogenov, Konstantin Gorovikov)
Petr Prucha (Tomas Rolinek, Jan Marek)
2 : 2
(10:22)
(18:53)
3 : 2
Ilya Kovalchuk (Alexander Radulov, Sergei Zinoviev)
Petr Prucha
3 : 3
(22:11)
Roman Cervenka (Petr Prucha)
4 : 3
(30:45)
Roman Cervenka (Tomas Plekanec)
5 : 3
(35:10)
(56:08)
5 : 4
Vladimir Tarassenko (Yevgeni Artyukhin, Konstantin Korneyev)
Mit elf Spielern unter 23 Jahren besiegte Schweden Titelverteidiger Tschechien mit 5:2, Finnland setzte sich mit 3:0 gegen Russland durch.
Skandinavisches Duell im Finale der Eishockey-WM: Schwedens junge Wilde haben Weltmeister Tschechien mit Altstar Jaromir Jagr vom Thron gestoßen, und der Geniestreich eines finnischen Teenagers hat den Gold-Traum von Russlands Ausnahmestürmer Alexander Owetschkin zerstört: Im Halbfinale bei der WM in der Slowakei blieben die Topfavoriten auf der Strecke. Das Endspiel am Sonntag (20.30 Uhr/Sport1) bestreiten die Erzrivalen aus dem hohen Norden.
Mit einer jungen Truppe, in der elf Spielern unter 23 Jahren nominiert wurden, besiegten die Schweden den Titelverteidiger mit 5:2 (0:0, 2:1, 3:1) und nahmen selbst Kurs auf ihr neuntes Gold. Für die Tschechen um den 39-jährigen Jagr endete eine Serie von zwölf WM-Siegen.
Den 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)-Triumph der Finnen gegen Rekordweltmeister Russland leitete ein unglaubliches Tor des 19-jährigen Mikael Granlund ein. Der Stürmer schaufelte sich den Puck hinter dem Tor auf die Kelle und schleuderte ihn dem verdutzten Torwart Konstantin Barulin über die Schulter in den Winkel (26.). Der Jüngste im finnischen Team beendete damit die Mission 26. Gold der Sbornaja, die zuletzt dreimal in Folge das Finale erreicht hatte.
Das junge schwedische Team, das die deutsche Erfolgsgeschichte mit einem 5:2 im Viertelfinale beendete, hat sich nach der peinlichen Auftaktpleite gegen Norwegen kontinuierlich gesteigert. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir Gold holen wollen», sagte Verteidiger David Petrasek, mit 35 der älteste im Team, «dafür haben wir viel Kritik einstecken müssen. Ich denke, die Leute nehmen uns jetzt ernst."
Mannschaftskapitän Michael Wolf: „Wir haben zum Teil unglücklich gespielt, zum Teil dumme Tore bekommen. Am Anfang hatten wir etwas Glück, aber insgesamt haben wir ein gutes Turnier gespielt. Keiner von uns braucht den Kopf hängen zu lassen. Insgesamt können wir zufrieden sein.“
Außenstürmer Philip Gogulla: „Es war mehr drin in diesem Spiel, vor allen Dingen im zweiten Drittel. Das haben wir mehr oder weniger verpennt.“
Verteidiger Denis Reul: „Wir haben hart gekämpft und uns nach dem unglücklichen Gegentor zurückgekämpft. (grinst) Natürlich haben die Schweden auch gut gespielt.“
Christoph Ullmann: „Unter dem Strich haben wir ein gutes Turnier gespielt. Wir haben wahnsinnig viel erreicht und sind sogar Gruppensieger geworden. Wann hat es das zum letzten Mal gegeben? Die Schweden haben uns nicht unterschätzt. Das Schussverhältnis war ausgeglichen. Das sagt eigentlich alles.“
Außenstürmer John Tripp: „Wir hatten hart gespielt und hatten bis zum zweiten Tor gute Chancen, in Führung zu gehen. Die Mannschaft hat insgesamt ein gutes Turnier gespielt. Keiner muss mit sicher unzufrieden sein. Unser Ziel war zwar das Erreichen des Halbfinales, aber es hat leider nicht geklappt. Im nächsten Jahr werden wir mit der gleichen Mannschaft wieder auflaufen. Wir gaben jedenfalls unser Bestes.“
Außenstürmer Marcel Müller: „Wir werden nächstes Jahr so weitermachen und sind auf dem besten Weg.“
Finnland macht das nordische Derby zum WM-Abschluss perfekt
Mikael Granlund gelingt ein super Tor! Er ist hinter dem Tor fährt um dieses herum, nimmt den Puck auf den Schläger.......und dann einfach oben links in den Winkel, Genial! Aber wird es auch gegeben? Hoher Stock oder Tor......? Die Schiris, benötigen die Videoanalyse und
entscheiden auf Toooorrrrrrrrrr
Russland zerschellt am finnischen Abwehrbeton
Die WM in der Slowakei sieht ein rein skandinavisches Finale! Nach Schweden überzeugte auch Finnland im Halbfinale gegen Russland mit taktischer Disziplin und zeigte der Sbornaja beim 3:0 ihre Grenzen auf. Mann des Abends: der erst 19-jährige Mikael Granlund mit einem Traumtor.
Zum zweiten Mal im Verlauf des diesjährigen WM Turniers trafen sich Finnland und Russland. Beim ersten Duell hatte die Sbornaja eine 2:0 Führung noch aus der Hand verloren und gegen die Suomi nach Penalty Schießen verloren. Und auch in diesem Halbfinale starteten die Russen besser, spritziger und damit auch überzeugender als noch beim gestrigen Viertelfinale gegen Kanada. Die Finnen zogen sich weit zurück und ließen die Russen kommen, warteten auf Turnovers und die daraus resultierenden Konter. Mit dieser Spielweise neutralisierten sich die beiden Kontrahenten im ersten Abschnitt weitgehend. Es gab kaum nennenswerte Szenen vor den Toren und wenn, dann waren da noch die beiden Torhüter am Eis.
Es ging mit dem torlosen Remis in die erste Pause und man fühlte sich ans erste Halbfinale vom Nachmittag erinnert. Auch hier gab es ein ausgeglichenes erstes Drittel, ehe im Mittelabschnitt die Tore zu fallen begannen. Und so wiederholte sich auch in diesem Match die Geschichte: in der 25. Minute packte der erst 19-jährige Mikael Granlund einen Trick aus, den in der EBEL schon Rob Hisey gezeigt hatte. Der Finne kam von hinter dem Tor, legte sich die Scheibe auf die Kelle und hob diese dann nach seiner Runde rund ums Tor ins kurze Kreuzeck. 1:0 für die Finnen, dank der jugendlichen Frechheit Granlunds.
Der Treffer brachte endlich mehr Schwung in das bislang von den Defensivreihen dominierte Match. Die Chancen wurden mehr und auch deutlicher. So scheiterten die Russen in der 31. Minute am leeren Tor – der Schuss im Power Play ging nur an die Querlatte. Es sollte die beste Möglichkeit zum Ausgleich bleiben, denn die Russen nahmen sich mit Strafen bis zur zweiten Pause den Schwung selbst. Somit ging Finnland mit der knappen Führung in den Schlussabschnitt.
Und auch in diesem änderte sich nichts am Bild dieser Partie. Die Russen bemüht aber gegen die gut stehenden Finnen meist auf verlorenem Posten. Und die Suomi hatten auch noch das Glück auf ihrer Seite. In der 48. Minute war Jani Lajunen am Weg nach vorne und hatte die Scheibe schon am Tor vorbeiplatziert, brachte das Spielgerät aber noch mit letztem Einsatz unkontrolliert zur Seite. Dieser Querpass/Schuss aus unmöglichem Winkel ging dem russischen Schlussmann Barulin so unglücklich an den Schoner, dass er sich den Puck selbst ins Tor bugsierte. Der nächste fast unglaubliche Treffer, der die Skandinavier ganz nahe ans Finale brachte.
Zwei Minuten später war der Finaleinzug dann fixiert: Jarkko Immonen machte seinem Ruf als Goalgetter alle Ehre und traf im Power Play zum 3:0 für Finnland. Die Vorentscheidung in einem von den Suomi taktisch unglaublich diszipliniert geführten Match. Und auch wenn sich Ovechkin & Co. weiterhin abmühten, sie fanden kein Rezept, um die klug spielenden Finnen aus dem Konzept zu bringen. Die Suomi blieben in der Abwehr kompakt und ließen Russland nie ins Spiel kommen. Darüber hinaus hatte man mit Petri Vehanen den an diesem Abend besseren Goalie, der in den wichtigen Phasen spektakuläre Saves zeigte. Der Lohn dafür: ein 3:0 Shutout gegen die hoch gelobte Offensive der Russen! Es war übrigens erst zum zehnten Mal, dass die Sbornaja in einem WM Spiel kein Tor erzielte!
Mit diesem Sieg stehen die Finnen zum achten Mal in der WM Geschichte in einem Finale und treffen sich am Sonntag zum Duell um Gold mit Erzrivalen Schweden. Die Russen bekommen es auch mit einem Bruderduell zu tun: sie matchen sich mit Tschechien um Bronze.
Erstes skandinavisches Finale seit 13 Jahren
Mit diesem Sieg treffen Finnland und Schweden im Finale aufeinander. Dies ist erst das vierte Mal in der Geschichte der Weltmeisterschaft das sich diese beiden Mannschaften in einem Finale gegenüber stehen. Und nur einmal konnte Finnland jubeln. Dies war 1995 in Schweden unter Curt Lindström als Nationaltrainer und Timo Jutila als Captain. Ob den Finnen dieses Jahr der Ausgleich gelingt?
Der Finne Mikael Granlund hat gegen Russland wohl eines der unglaublichsten WM-Tore erzielt.
Finnland
3 : 0
0:0
1:0
2:0
Russland
Tore
Mikael Granlund (Jarkko Immonen)
1 : 0
(25:13)
Jani Lajunen
2 : 0
(47:40)
Jarkko Immonen (Mikael Granlund)
3 : 0
(49:15)
8 Min.
Strafen
12 Min.
Mika Pyorala
(29:01)
(30:32)
Yevgeni Artyukhin
(32:21)
Ilya Nikulin
Juhamatti Aaltonen
(36:41)
(38:38)
Alexander Oveschkin
(45:33)
Alexander Oveschkin
(48:44)
Ilya Kovalchuk
Ossi Vaananen
(50:41)
Hoher Stock mit Verletzungsfolge
(50:41)
(53:07)
Bankstrafe (zu viele Spieler)
Mikael Granlund
(56:33)
Zuschauer: 9.272
Schweden erster Finalteilnehmer - 5:2 Sieg gegen Tschechien
Im ersten Halbfinal an der Eishockey-WM in der Slowakei setzen sich die «Tre Kronor» überraschend mit 5:2 gegen Tschechien durch.
Der Einbruch Tschechiens im letzen Drittel ermöglichte Schweden den Einzug in das Finals. Dies ist das erste Mal seit der Weltmeisterschaft 2006 in Riga in denen die Schweden im Endspiel stehen. Noch offen ist deren Gegner.
"Wir wollen Russland"
Zu Beginn des Spieles tasteten sich beide Teams ab. Keines wollte das Risiko auf sich nehmen und mit einem frühen Gegentor zu schweres Kapital haben. Dabei spielten die beiden Torhüter Viktor Fasth und Ondrej Pavalec eine wichtige Rolle, das dem so blieb. Die Chancen während dem ersten Durchgang in Führung zu gehen besass nur Roman Cervenka auf Zuspiel von Jraomir Jagr. Doch der an Weltmeisterschaften bisher unbekannte Schlussmann der Schweden, Vicktor Fasth, hielt seinen Kasten rein. Noch vor einigen Jahren spielte der schwedische Schlussmann in der britischen zweiten Liga und arbeitet sich dann nach oben. Man könnte ihn fast als Martin Gerber der Schweden bezeichnen. Denn bereits ist er bei verschiedenen Klub aus der NHL im Gespräch. So sollen die New York Rankgers und die Tampa Bay Lightning an ihm interessiert sein. Der Aktuell beste Schlussmann des Turniers würde sicher nicht nein sagen zu einem solchen Angebot. Sein gegenüber Ondrej Pavelec kennt die NHL wie seine Hosentasche. Seit 2007 spielt der Tscheche mit zuletzt gutem Erfolg in der NHL. Dennoch war es der schwedische Schlussmann, der den ersten Treffer seines Team zu Beginn des zweiten Drittels hinnehmen musste. Nach einem schnellen Konter der Tschechen konnte der Schwedische Torhüter nicht richtig reagieren und liess den Abschluss von Patrik Elias zum 1:0 passieren.
Schnell, konsequent und gradlinig – das ist das Spiel der Schweden
Dieser Gegentreffer gab nicht den Tschechen Aufschwung, sondern den Schweden. Drei Minuten später musste dann der tschechische Stürmer Cervenak wegen eines Hackens für zwei Minuten auf die Strafbank musste, schlug die Stunde von Patrik Berglund. Mit seinem siebten Tor an diesen Weltmeisterschaften glich der junge Spieler zum 1:1 aus. Und nun war Schweden die bessere Mannschaft und bestimmte das Spiel fast nach ihrem belieben. Und profitierte auch von Fehlern von Pavelec. Das 2:1 geht auf die Kappe des Schlussmannes. Backlund entwischte den Tschechen schnell und konnte den Schlussmann nach vorne locken. Damit öffnete er eine kleine Lücke welche Backlund mit einem satten Schuss auf die linke Seite ausnütze und so die Schweden in Führung brachte. Die Spieler von Alois Hadamzek reagierten nun vehement und öffneten so den Raum für Konter. Und diesen Raum nutzten die Schweden konsequent aus. Doch vor der Pause wollte kein weiteres Tor der Schweden fallen.
Tschechen fallen auseinander
Nach der Pause spürte man, dass Schweden den Sieg mehr sollte. Und diesen auch gezielter anstrebte. Innerhalb von 5 Minuten entschied das Tre Kronor Team das Spiel für sich. Zuerst traf Ericsson (49.) und danach Kruger (53.) zur 4:1 Führung. Der Anschlusstreffer von Doppeltorschütze Patrik Elias (55.) verlieh den Tschechen nochmals Flügel. Doch zu mehr reichte es nicht. Und das 5:2 in das Leere Tor der Tschechen durch Patrik Berglund, seinem achten Turniertor, ist nur noch ein Eintrag in der Statistik wert. Nach dem Spiel freuten sich den die Spieler Schwedens auf deren erste Finalteilnahme nach 2006. So sagte Robert Nilsson, er hoffe, dass man auf Russland treffen würde. „Dann werden wir ihnen zeigen, dass wir die besser Mannschaft sind und ihnen eine Lektion erteilen.“ Doch noch ist nicht entschieden, welche Mannschaft gegen Schweden spielen wird.
Tschechien, das besser in die Partie startet und durch Patrik Elias (21.) 1:0 in Führung geht, kann auf den Rückstand – den ersten an diesem Turnier – nicht mehr reagieren. Elias´ zweiter Treffer zum 2:4 (55.) kommt zu spät. In der Schlussphase wirkt der entthronte Weltmeister gar ideenlos.
Während das Turnier für die bislang ungeschlagenen und äusserst souverän aufgetretenen Tschechen vorbei ist, stehen die Schweden erstmals seit fünf Jahren in einem WM-Final. 2006 in Riga (Lett) hatten die «Tre Kronor» den letzten ihrer acht WM-Titel gefeiert, mit einem 4:0 im Final gegen... Tschechien.
Russland wird die Eishockey-Weltmeisterschaft 2016 austragen. Das gab die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) am Freitag bekannt. Den Zuschlag erhielten die Russen, weil die Mitbewerber Dänemark und Ukraine zurückgezogen hatten. Gespielt wird in der Haupstadt Moskau und in St. Petersburg. Es ist das dritte sportliche Großereignis, das in naher Zukunft nach Russland kommt: 2014 finden in Sotschi die Olympischen Spiele statt. 2018 ist Russland Gastgeber der Fußball-WM.
Moskau und St. Petersburg werden die Austragungsorte
"Es ist eine große Ehre, diese WM auszurichten", sagte Ministerpräsident Vladimir Putin, "Russland verdient diese WM. Wir lieben Eishockey. Eine halbe Million Menschen spielen es." Als Austragungsorte wurden die Hauptstadt Moskau und St. Petersburg bestimmt. Den Delegierten aus 69 Ländern versprach Putin "einen exzellenten Service und einen herzlichen Empfang und ohne Zweifel ein Turnier auf höchstem Niveau".
Russland gehört zu den erfolgreichsten Eishockey-Nationen der Welt. In der IIHF-Rangliste wird die "Sbornaja" auf Platz eins geführt. Der bekannteste Spieler ist Alexander Ovechkin. Der 25-Jährige spielt für den NHL-Klub Washington Capitals und ist derzeit der beste Flügelstürmer der Welt. Die höchste Spielklasse ist die Kontinentale Hockey-Liga (KHL), in der Vereine aus Russland Kasachstan, Lettland und Weißrussland vertreten sind. Sie gilt als die beste Liga Europas.
Bei der aktuellen WM in der Slowakei steht die "Sbornaja" nach einem 2:1-Sieg über Kanada im Halbfinale und wird sich am Freitag (20.15 Uhr) mit Finnland um den Finaleinzug duellieren.
2017 nach Deutschland?
Die nächsten beiden Weltmeisterschaften finden in Skandinavien statt. Finnland (in Helsinki) und Schweden (in Stockholm) werden 2012 und 2013 gemeinsamer Ausrichter sein. 2014 macht das Turnier zum ersten Mal in Weißrussland Station. 2015 ist Tschechien der Gastgeber. 2017 könnte die WM wieder nach Deutschland zurückkehren. Der DEB hat sich bereits beworben.
Kanada unterliegt Russland im letzten Viertelfinale
Ebenfalls nach einer 0:1 Führung im Mitteldrittel müssen sich die Ahornblätter dem Team aus Russland, die im letzten Drittel auftrumpften geschlagen geben
Kanada-Russland, für viele bereits im Viertelfinale das vorweggenommene Finale. Es versprach Eishockey der Extraklasse, aber leider auch ein Spiel, nachdem sich eines der attraktivsten Teams der WM verabschieden muss. Dies waren nach der Partie die Kanadier, die sich mit 1:2 geschlagen geben mussten.
Die Ahornblätter begannen stark, setzten die Russen massiv unter Druck und durften bereits nach fünf Sekunden ihr erste Powerplay spielen, als Kovalchuk eine Strafe wegen Behinderung ausfasste. Das verlieh den Kanadiern gleich zu Beginn Flügel und sie spielten die „Sbornaja“ an die Wand. In der sechsten Spielminute kamen die Russen dank einer kanadischen Teamstrafe wegen zu vieler Spieler am Eis zu einem Überzahlspiel, welches sie zwar nicht erfolgreich abschließen konnte, doch es gab ihnen Auftrieb und sie kamen endlich ins Spiel. Die Partie war nun so richtig ins Laufen gekommen und die beiden Teams, die gemeinsam 49 WM-Titel vorzuweisen haben, zeigten Hockey der Extraklasse. Beide Teams kamen zu guten Einschußmöglichkeiten und boten dementsprechendes Offensivhockey, doch für einen Torerfolg reichte es für beide Teams innerhalb der ersten 20 Minuten nicht.
Der zweite Spielabschnitt begann so wie der Erste endete, nämlich mit offensivem Hockey, das die Fans begeisterte. Russland konnte die Partie nun endgültig offen halten und kam weiter zu guten Chancen. Doch nach 5,5 Minuten lief Jason Spezza nach einem tollen Pass von Alex Pietrangelo plötzlich völlig frei auf Schlussmann Barulin zu und verwertete eiskalt mit seinem vierten Turniertreffer zum 1:0 für Team Canada. Dien Russen versuchten sofort auszugleichen, eine Strafe gegen Zajac in der 26. Minute spielte ihnen gut in die Karte. Nutzen konnte sie diese jedoch nicht und wenig später hatten die Kanadier plötzlich ein Überzahlspiel, doch Tavares fasste ein 2+2 Strafe wegen hohen Stockes mit Verletzungsfolge aus und so war das Powerplay schnell vorüber. Bei den Russen kam Kalinin zurück von der Strafbank, 2:43 Minuten Powerplayzeit hatte die „Sbornaja“, doch zum Ausgleich sollte auch dies nicht reichen. Die Russen fanden einfach kein Mittel, die kanadische Defensive und den starken Bernier im Kasten der Nordamerikaner zu überwinden, selbst ein weiteres Powerplay konnte dies nicht ändern. So blieb es nach 40 Minuten beim knappen 1:0 für Kanada.
Im Schlussabschnitt hielten die Kanadier das 1:0 bis zur 50.Minute, ehe die Russen in Unterzahl zuschlugen. Kaigorodov (50.SH) mit dem tollem Solo und dem 1:1. Nur drei Minuten später legten die Russen den zweiten Treffer nach. Radulov mit dem Pass in den Slot und Kovalchuk (53.) nützte die Möglichkeit aus kurzer Distanz und schenkte Bernier ein. Die Ahornblätter nahmen Bernier zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, der Ausgleich wollte allerdings nicht mehr gelingen. Somit blieb es am Ende beim 2:1, Kanada musste sich verabschieden und die Russen stehen im Halbfinale gegen Finnland.
Kanada
1 : 2
0:0
1:0
0:2
Russland
Tore
Jason Spezza (Alex Pietrangelo)
1 : 0
(25:32)
(49:07)
1 : 1
Alexei Kaigorodov
(52:19)
1 : 2
Ilya Kovalchuk (Alesander Radulov, Dmitri Kalinin)
12 Min.
Strafen
10 Min.
(00:05)
Ilya Kovalchuk
Team Strafe
(05:11)
Travis Zajac
(25:55)
(29:27)
Dmitri Kalinin
John Tavares
(30:10)
John Tavares
(30:10)
Jeff Skinner
(36:28)
(39:47)
Maxim Afinogenov
John Tavares
(39:27)
(45:31)
Alexei Yemelin
(47:24)
Yevgeni Artyukhin
Zuschauer: 9.300
Norwegen konnte ebenfalls nicht für eine Überraschung sorgen
Nach einer 0:1 Führung im Mitteldrittel unterliegen sie dem Favoriten, der ebenfalls seine Tore im Mitteldrittel erzielte, mit 4:1
Finnland zu Beginn mit Problemen
Wäre nicht das Powerplay gewesen, hätte Norwegen durchaus eine gute Chance gehabt, die Finnen mehr zu fordern. Am Ende war das Resultat aus der Sicht Norwegens mit 4:1 zu hoch.
Zu Beginn sah es aus Sicht der Norweger gut aus. Mit einigen guten Chancen zu Beginn des Spieles machten sie den Finnen das Leben schwer. Und eine Überraschung lag in der Luft. Des eine oder andere Mal musste auch der finnische Schlussmann von seinem Glück gebrauch machen. Petri Vehanen war dann das eine oder andere Mal auch im Mittelpunkt. Norwegen vermochte keine der Möglichkeiten auszunutzen. Dieses Chancen Pech wurde im Verlaufe des Spieles dann bestraft. Trotz den Chancen neutralisierten sich beide Teams im ersten Drittel. Und als Zuschauer sah man eine spannende, und gute Partie. Erst die Führung der Norweger, welches Ken Andre Olimb mittels eines Penalties (24.)erzielte, erinnerten dann die Finnen daran, dass man Eishockey spielte. Die Spieler zogen ihre Schlüsse daraus und erhöhten das Tempo. Dies führte dazu, dass die Norweger die eine oder andere Strafe nehmen mussten. Und diese nutzten die Finnen konsequent aus.
Innerhalb von 9 Minuten gingen die Finnen mit 3:1 in Führung. Immonen eröffnete den Torreigen mit einem platzierten Schuss neben Torhüter Lars Haugen vorbei zum 1:1 Ausgleich. Und von nun an spielte nur noch Finnland. Und die Norweger erhielten die kommenden zwei weiteren Tore in Unterzahl. Zuerst musste Morten Ask zuschauen als Timmo Ruutu das 2:1 erzielte ehe Andreas Martinsen als nächster auf die Strafbank wanderte. Um ebenfalls zuzuschauen wie Jarkko Immonen mit dem genau gleichen Schuss wie beim 1:1 das 3:1 erzielte. 91 Sekunden vor ende des zweiten Drittel traf dann Lajunen zum entscheidenden und zugleich letzten Treffer zum 4:1. Und dabei erwischte der Finne den norwegischen Schlussmann mit einem satten Backhandschuss.
Im letzten Drittel war dann die solide Defensiv Arbeit der Finnen massgebend, dass Norwegen zu keiner Chance mehr kam. Und den Eisbären keine Möglichkeit mehr blieb, einen weiteren Treffer zu erzielen. Die Tanks waren bei Norwegen leer.
Finnland
4 : 1
0:0
4:1
0:0
Norwegen
Tore
(18:45)
0 : 1
Ken Andre Olimb
Jarkko Immonen (Mikael Grundland, Janne Niskala)
1 : 1
(26:01)
Tuomo Ruutu (Mikko Koivu, Janne Pesonen)
2 : 1
(28:43)
Jarkko Immonen (Mikael Grundland, Jyrki Valivaara)
2011 IIHF Weltmeisterschaft: Deutschland verabschiedet sich aus einem sensationellen Turnier
Nach der Niederlage im Viertelfinale der 2011 IIHF Weltmeisterschaft gegen Schweden muss sich die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp aus dem WM-Turnier verabschieden. Nach einem sensationellen Start in der Vorrunde und einer sehr guten Zwischenrunde musste sich die junge deutsche Mannschaft Schweden mit 2:5 (1:2, 1:2, 0:1) geschlagen geben. Wie in den letzten Spielen hatte Deutschland bereits in der ersten Minute Pech und musste erneut ein Tor nach einem abgefälschten Schuss hinnehmen. Alexander Barta nutzte kurz darauf seine gute Position vor dem schwedischen Tor und konnte zum 1:1 ausgleichen. Noch vor der Drittelpause ging Schweden jedoch erneut in Führung.
Im zweiten Spielabschnitt erarbeitete sich das deutsche Team wie bereits im Spiel gegen Tschechien zahlreiche gute Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Effektiver zeigte sich die schwedische Mannschaft, die ihre Gelegenheiten vor dem deutschen Tor nutzten und ihren Vorsprung auf 1:4 ausbauten. Zwei Minuten vor der Pausensirene traf Michael Wolf zum 2:4.
Im letzten Drittel setzte die Nationalmannschaft nochmal alles daran, die Schweden in Bedrängnis zu bringen. Allerdings war das Glück wiederum auf Seiten des Gegners, der den 2:5 Endstand markierte.
Uwe Krupp (Bundestrainer): "Es war das erwartet harte Spiel für uns. Wir haben gegen diese Mannschaft bereits in der Euro Hockey Challenge gespielt, aber seitdem ist sie noch besser geworden. Trotz der Niederlage bin ich stolz darauf, wie meine Mannschaft gespielt hat. Wir haben hart gearbeitet und uns wieder gute Chancen geschaffen, aber in den kritischen Momenten hat Schweden seine Chancen besser genutzt. Wir haben nie aufgegeben und es war wirklich ein sehr gutes Turnier für uns." Den Spielbericht finden Sie hier
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist im Viertelfinale der WM in der Slowakei ausgeschieden. Gegen Schweden verlor das Team von Bundestrainer Uwe Krupp trotz einer streckenweise guten Vorstellung mit 2:5 (1:2, 1:2, 0:1). DEB-Keeper Dennis Endras erwischte keinen besonders guten Tag. Deutschlands Angriff auf die Eishockey-Weltspitze ist im WM-Viertelfinale von den Skandinaviern unsanft beendet worden.
Durch die Niederlage gegen den achtmaligen Weltmeister in Bratislava verpasste die deutsche Nationalmannschaft den ersehnten zweiten Halbfinaleinzug nacheinander. Die «Tre Kronors», die Deutschland 2010 im Spiel um Platz drei in Köln bereits mit 3:1 besiegt hatten, stehen dagegen zum elften Mal in Serie in einem WM-Halbfinale und spielen am Freitag gegen Titelverteidiger Tschechien.
«Sicherlich sind wir enttäuscht, aber insgesamt kann man stolz sein. Wir haben in den letzten zwei Jahren alle Erwartungen übertroffen», sagte Bundestrainer Uwe Krupp, der zu den Kölner Haien wechselt und für den die Partie seine bislang letzte an der deutschen Bande gewesen sein soll. Zu einer möglichen Fortsetzung der Tätigkeit auch beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) sagte Krupp: «Das ist jetzt der falsche Zeitpunkt. In den nächsten Tagen wird man das sehen.»
Wie auch in den vergangenen 19 Jahren bei Weltmeisterschaften gab sich der große Favorit Schweden keine Blöße und schlug in den entscheidenden Momenten eiskalt zu. Alexander Bartas (3. Minute) und Michael Wolfs (39.) jeweils zweiten Turniertore waren zu wenig für das DEB-Team, das diesmal vor dem Finalwochenende die Heimreise antreten muss. Martin Thörnberg (1./49.), Patrick Berglund (16.), Niklas Persson (25.) und Loui Eriksson (29.) besiegelten den 34. schwedischen Sieg im 38. WM-Duell. «Wir haben gewusst, es ist mehr drin und sind daher sehr enttäuscht», sagte Stürmer Felix Schütz.
Nach den drei Niederlagen in der Zwischenrunde gegen Finnland, Dänemark und Tschechien konnte das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nur im ersten Drittel an die Form aus der furiosen Vorrunde anknüpfen. Die Hoffnungen auf eine noch erfolgreichere WM als im vergangenen Jahr, die Deutschland mit dem besten WM-Start seit 81 Jahren und den Siegen gegen die Mitfavoriten Russland und Gastgeber Slowakei geschürt hatte, machten die Spieler jedoch am Mittwoch durch Unkonzentriertheiten und unnötige Strafen zunichte.
Die Partie begann fast schon traditionell schlecht. Im dritten der vergangenen vier Spiele kassierte das Krupp-Team bereits in der ersten Minute einen Gegentreffer. Robert Dietrich fälschte wie beim 4:5 gegen Finnland einen Schuss unglücklich ins eigene Netz ab. Erst durch das Gegentor fand Deutschland ins Spiel. Ausgerechnet Hamburgs Barta, an dem schwedische Clubs interessiert sein sollen, beantwortete den Rückstand mit einem Kontertor.
Bis zum Beginn des zweiten Drittels spielte das DEB-Team ähnlich aggressiv und leidenschaftlich wie in der Vorrunde und war das bessere Team. Einzig der überragende schwedische Keeper Viktor Fasth (AIK Stockholm) hielt den großen Favoriten unter anderem gegen John Tripp (10.) im Spiel. In einer Phase, als Deutschland auf die Führung drängte, schlug Schweden in Person von WM-Toptorschütze Berglund zu.
Krupp hatte diesmal auf die Stürmer Daniel Kreutzer und Thomas Greilinger verzichtet. Die schlechte Chancenverwertung rächte sich bitterlich. Persson und Eriksson machten es gegen DEB-Keeper Dennis Endras besser und entschieden die Partie frühzeitig. Der Anschlusstreffer von Kapitän Wolf war am Ende zu wenig. Thörnberg erhöhten gar noch für die deutlich besseren Schweden.
In einer Neuauflage des WM-Halbfinales von 2010 treffen die «Tre Kronors» nun am Freitag auf Titelverteidiger Tschechien, der sich dank drei Toren von Superstar Jaromir Jagr mit 4:0 gegen die USA durchgesetzt hatte. Tschechien gewann bislang alle sechs WM-Spiele und dabei auch deutlich mit 5:2 gegen Deutschland.
Reaktionen:
Uwe Krupp (Bundestrainer): "Natürlich bin ich enttäuscht, dass es am Ende nicht ganz gereicht hat. Wir haben hochkarätige Chancen gehabt, der schwedische Torwart ist nicht umsonst als bester Spieler ausgezeichnet worden. Wir haben nie aufgesteckt. Wir haben insgesamt ein sehr konstantes Turnier gespielt, ich bin sehr stolz auf die Mannschaft."
... über seine Zukunft: "Das ist nicht der richtige Zeitpunkt. Wir werden jetzt zu den Spielern in die Kabine gehen und mit ihnen reden."
Uwe Harnos (DEB-Präsident) über das Thema Krupp: "Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und Gespräche führen. Wir werden alles genau analysieren und dann hoffentlich die richtige Entscheidung treffen."
Schwedens Trainer Par Marts: "Durch die Vorbereitungsspiele wußte ich, dass es auch mein Team ein hartes Match werden würde, er aber froh sei, dass sein Team im richtigen Moment die Tore geschossen habe, auch wenn er mit der Abwehr nicht zufrieden war."
Spielverlauf:
1.Min.: TOR FÜR SCHWEDEN! Schon wieder Scheibenpech! Berglund legt die Scheibe durch gefühlte zehn Männer an die blaue Linie zurück. Thörnberg ist der Abnehmer und knallt die Scheibe Richtung Tor. Erst fälscht Wolf ab, dann Dietrich mit dem Körper. Keine Chance für Endras.
3.Min.: TOR FÜR DEUTSCHLAND! Remember 2010: Alex Barta mit dem Ausgleich wie bei der Heim-WM! Mauer lupft die Scheibe an der Mittellinie auf geniale Weise durch drei Schweden auf die linke Seite, wo Barta auf und davon zieht. Alleine vor Fasth behält er die Ruhe und haut die Scheibe ins rechte Kreuzeck.
16.: TOR FÜR SCHWEDEN! Mehr als bitter: Tripp zündet bei einem Break den Turbo und sieht in der Mitte zwei Kollegen. Der Pass kommt aber nicht an. Fasth bringt die Scheibe aber so schnell wieder ins Spiel, dass es sozusagen einen Break vom Break gibt, alle schwedischen Stürmer noch im deutschen Drittel sind und Berglund aus fünf Metern einnetzen kann.
25.Min.: TOR FÜR SCHWEDEN! Wieder war das DEB-Team zu offensiv. Die Schweden lassen die Scheibe schnell durch die neutrale Zone zirkulieren. Auf der rechten Seite ist Nilsson frei, der in der Mitte Persson sieht. Persson fälscht die Scheibe aufs Tor ab. Endras hat das Glück auch nicht gepachtet und bekommt die Scheibe durch die Hosenträger. Den hätte er haben dürfen.
28.Min.: TOR FÜR SCHWEDEN! War's das? An der blauen Linie schieben sich die Schweden die Scheibe hin und her. Rundblad nimmt sich dann ein Herz und haut einfach mal drauf per Handgelenksschuss. Endras lässt den Puck zur Seite abprallen, wo Eriksson steht und einschiebt.
39.Min.: TOR FÜR DEUTSCHLAND! Rankel mit gefühlten 1000 Schussversuchen. Als er es dann mal mit einem Pass probiert, sieht er Wolf genau vor dem Kasten von Fasth. Schläger hinhalten, Puck nachschauen, feiern lassen. So einfach kann es gehen. Deutschland ist wieder im Spiel.
43.Min.: Der Puck ist im deutschen Kasten, aber ist es auch ein Tor? Nein, ein Ref hat davor schon abgepfiffen. Endras hatte die Pranke schon auf der Scheibe. Das wäre wohl der letzte Nagel in den Sarg gewesen.
49.Min.: TOR FÜR SCHWEDEN! Wieder geht das Tor auf die Kappe von Berglund und Thörnberg. Erst versucht's Berglund selber. Sein Schuss wird aber abgewehrt. Beim zweiten Mal sieht er den besser positionierten Thörnberg, der die Scheibe aus kurzer Distanz in den Kasten bugsiert.
Schweden
5 : 2
2:1
2:1
1:0
Deutschland
Tore
Thornbarg (Barglund)
1 : 0
(00:27)
(02:01)
1:1
Barta (Maurer, Kink)
Barglund (Thornberg, Fasth)
2 : 1
(15:46)
Persson (Nilsson, Ekman)
3 : 1
(24:30)
Eriksson (Rundbland, Nilsson)
4 : 1
(28:10)
(38:44)
4 : 2
Wolf (Rankel, Holzer)
Thornberg (Barglund, Paajarvi)
5 : 2
(48:54)
8 Min.
Strafen
14 Min.
(11:43)
Ullmann
Tedenby
(24:39)
(26:09)
Hospelt
(32:29)
Braun
Fernholm
(34:56)
Wallin
(36:22)
(42:52)
Krüger
Barglund
(46:28)
(53:24)
Goc
(53:49)
Kink
(55:24)
Holzer
Teams
Viktor Fasth Erik Ersberg
30 40
Tor
44 32
Dennis Endras (Augsburger Panther) Dimitri Pätzold (Straubing Tigers)
Carl Gunnarsson
11
Abwehr
3
Justin Krueger (SC Bern)
Dafid Petrasek
22
20
Robert Dietrich (Adler Mannheim)
David Rundblad
7
5
Korbinian Holzer (Toronto Marlies)
Staffan Kronwall
24
90
Constantin Braun (Eisbären Berlin)
Daniel Fernholm
5
27
LaKevin vallee (EHC München)
Tim Erixon
44
48
FrankHördler (Eisbären Berlin)
Olliver Ekman Larsson
3
2
Denis Reul (Adler Mannheim)
77
Nicolai Goc (Adler Mannheim)
Martin Thornberg
10
Angriff
16
Michael Wolf (Iserlohn Roosters)
Patrik Berglund
18
18
Kai Hospelt (Grizzly Adams Wolfsburg)
Magnus Paajarvi
91
24
Andre Rankel (Eisbären Berlin)
Loui Erisson
21
25
Marcel Müller (Toronto Marlies)
Miklas Persson
23
37
Partick Reimer (DEG Metro Stars)
Robert Nilsson
27
47
Christoph Ullmann (Kölner Haie)
Mattias Tedenby
9
21
John Tripp (Kölner Haie)
Marcus Krüger
32
55
Felix Schütz (ERC Ingolstadt)
Jakob Silverberg
33
87
Philip Gogulla (Kölner Haie)
Mattias Sjogren
15
28
Mauer (Adler Mannheim)
Jammie Ericsson
42
29
Barta (Hamburg Freezers)
Rickard Wallin
51
75
Kink (Adler Mannheim)
Mikael Backlung
60
26
Kreutzer (DEG Metro Stars)
37
Reimer (DEG Metro Stars)
39
Greilinger (ERC Ingolstadt)
Zuschauer: 8.986
Weltmeister Tschechien dank Jagr auf Titelkurs
Tschechien hält dank Altstar Jaromir Jagr Kurs auf den 13. WM-Titel. Mit drei Toren führte der 39-Jährige sein Team im Viertelfinale zu einem 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) gegen die USA.
Weltmeister Tschechien hält dank seines Altstars Jaromir Jagr Kurs auf den 13. WM-Titel. Mit drei Toren führte der 39-Jährige sein Team im Viertelfinale in Bratislava zu einem 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) gegen die USA und damit zum zwölften WM-Sieg in Folge. Die Amerikaner scheiterten zum fünften Mal innerhalb von sieben Jahren in der Runde der letzten Acht.
Jagr erzielte in der 19. und 25. Minute die ersten beiden Tore für die Tschechen, die seit dem ersten Zwischenrundenspiel bei der WM 2010 in Deutschland (2:3 gegen die Schweiz) nicht mehr verloren haben. Der zweimalige Stanley-Cup-Gewinner, Olympiasieger von 1998 und zweimalige Weltmeister krönte seine erneut überragende Leistung mit seinem dritten Treffer (57.). Dazwischen traf Tomas Plekanec (51.).
Zunächst konnten sich Jagr und Co. allerdings bei ihrem Torhüter Ondrej Pavalec bedanken, der mehrere hochkarätige Chancen der USA zunichte machte. Zudem hatte der Goalie der Atlanta Thrashers Glück, als der Puck nach einem abgefälschten Schuss von Paul Gaustad am Pfosten landete (4.). Ab dem zweiten Drittel ließ die junge amerikanische Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 24,4 Jahren deutlich nach, der Weltmeister bekam das Spiel mehr und mehr unter Kontrolle
Tschechien
4 : 0
1:0
1:0
2:0
USA
Tore
Jaromir Jagr (Roman Cervenka)
1:0
(18:45)
Jaromir Jagr (Thomas Plekanec, Karel Rachunek)
2:0
(24:47)
Thomas Plekanec (Michael Frolik, Marek Zidlicky)
3:0
(50:33)
Jaromir Jagr (Tomas Pleknec)
4:0
(56:25)
6 Min.
Strafen
10 Min.
(05:58)
Paul Faustad
Lukas Krajicek
(10:12)
Petr Caslava
(20:00)
Karel Rachunek
(21:48)
(23:01)
Blake Wheeler
(23:20)
James van Riesdyk
(50:56)
Mark Stuart
(55:28)
Craig Smith
Interview mit Uwe Krupp zum Viertelfinale
Herr Krupp, wie schätzen Sie den Gegner Schweden ein?
Schweden ist eine Mannschaft, die jedes Jahr um die Weltmeisterschaft mitspielt. Das Team spielt mit hohem Tempo und bringt die Scheibe geradlinig zum Tor. Die meisten Spieler sind in der NHL oder KHL unter Vertrag und sind es gewohnt Eishockey auf hohem Niveau und Tempo zu spielen. Das Spiel wird daher eine große Herausforderung für uns sein. Viel wird davon abhängen, dass wir stabil bleiben wenn die schwedische Offensive auf uns zukommt. Bei der Euro Hockey Challenge haben wir schon einen guten Vorgeschmack bekommen was auf uns zukommen wird. Es ist sicherlich ein schweres Spiel für uns, aber wir haben vor ins Halbfinale einzuziehen. Das ist unser nächstes Ziel.
Wie bereitet sich die Mannschaft auf das Spiel vor?
Wir haben heute Morgen noch einmal gut trainiert. Heute Nachmittag stehen Behandlung und Regenration auf dem Programm. Am Abend werden wir uns in einer Besprechung auf das Spiel vorbereiten.
Wie lief das Turnier bisher für Sie und Ihre Mannschaft?
Wir haben bislang eine starke WM gespielt und inklusive der Vorrunde zehn Punkte gesammelt. Erst der zur Zeit überragend spielende, amtierende Weltmeister Tschechien konnte uns im sechsten Spiel nach 60 Minuten besiegen. Unsere junge Mannschaft hat zum zweiten Mal in Folge das Viertelfinale erreicht und ist u.a. vor Russland platziert. Wir konnten uns auch diese WM wieder unter den TOP 8 Nationen platzieren und wir werden alles dafür tun, das das morgige Spiel nicht das letzte der WM sein wird.
2011 IIHF Weltmeisterschaft: Deutschland verliert trotz guter Leistung gegen den amtierenden Weltmeister Tschechien
Gegen den amtierenden Weltmeister Tschechien unterlag das Team von Bundestrainer Uwe Krupp in der Zwischenrunde der 2011 IIHF Weltmeisterschaft in der Slowakei mit 2:5 (1:2, 0:3, 1:0). Erneut geriet die deutsche Mannschaft durch ein unglückliches Tor früh in Rückstand. Und wie in den Spielen zuvor konnte sie auch dieses Mal rasch den Ausgleich durch John Tripp erzielen. Mitte des ersten Drittels trafen Michael Frolik zur 1:2 Führung für Tschechien. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts erarbeite sich das deutsche Team zahlreiche Torchancen, dennoch blieb der Ausgleich verwehrt. Umso effektiver nutzte die tschechische Mannschaft ihre Chancen und zog bis auf 1:5 davon. Dieses Ergebnis spiegelt jedoch keinesfalls den Spielverlauf wider. Deutschland hatte immer wieder die Möglichkeit den Anschlusstreffer herbeizuführen. Kurz vor Ende des Spiels erzielte Thomas Greilinger in Überzahl das 2:5.
Am Mittwoch, den 11. Mai 2011 trifft Deutschland im Viertelfinale auf Schweden (Spielbeginn 20:15 Uhr). Das Spiel wird live von SPORT1 übertragen.
Uwe Krupp (Bundestrainer): "Wir wussten, dass das Spiel ein hartes Stück Arbeit wird, denn Tschechien ist die beste Mannschaft im Turnier. Gleich zu Beginn konnten sie ein glückliches Tor erzielen und nach dem weiteren Treffer war es hart zurück ins Spiel zu finden. Ich bin nicht unglücklich darüber, wie wir gespielt haben, denn wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft zahlreiche Torchancen erarbeitet." Den Spielbericht finden Sie hier
Das DEB-Team ist im Viertelfinale der WM in Bratislava gegen den achtmaligen Weltmeister Schweden klar in der Außenseiterrolle.
Als das Wort Schweden fiel, verdrehte Uwe Krupp kurz die Augen. „Es wird nicht einfacher für uns“, sagte der Eishockey-Bundestrainer – und sah für einen Moment verzweifelt aus. „Das ist ein Weltklasse-Team.“
Es hilft aber nichts, mit Schweden, dem achtmaligen Titelträger, muss sich Krupps Mannschaft an diesem Mittwochabend (20.15 Uhr/live bei Sport1) im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Bratislava auseinandersetzen. Die Rollen sind klar verteilt: Schweden ist Favorit, die deutsche Mannschaft will ihre Minimalchance nutzen.
Das 2:5 in der letzten Zwischenrunden-Partie gegen Tschechien vom Montagabend hakten die deutschen Spieler sofort ab. Bundestrainer Krupp setzte für den Dienstagabend ein schwedisches Video-Studium mit seiner Mannschaft an. Live beobachten konnte der 45-Jährige die Skandinavier in der Slowakei noch nicht. Die Schweden spielten bisher im 400 Kilometer entfernten Kosice, erst am Dienstag reisten sie nach Bratislava.
In der Turnier-Vorbereitung traf die deutsche Auswahl im April zweimal auf Schweden, einmal verlor sie 1:2, dann 0:2. Die Skandinavier seien dabei „brutal stark“ gewesen, meint Krupp. Und sie sind noch weiter verstärkt worden: Neun Profis aus der National Hockey League stehen in ihrem Aufgebot. Immerhin: Dass auch die Schweden schlagbar sind, bewies in der Vorrunde
Die K.o.-Runde bei der WM 2011 steht bevor. sportal.de nimmt sich die Viertelfinalpaarungen vor und prognostiziert die Halbfinalteilnehmer.
Kanada - Russland
Die Parallelen zur letzten WM sind schon ein wenig verblüffend, allerdings diesmal mit umgekehrten Vorzeichen. Auch beim Turnier in Deutschland trafen die Ahornblätter und die Sbornaja sehr früh, sprich im Viertelfinale, aufeinander. Diesmal waren es jedoch die Russen, die weit hinter den Erwartungen zurückblieben.
Mochte die Auftaktniederlage gegen Deutschland noch als Betriebsunfall durchgehen, wurde im weiteren Turnierverlauf deutlich, dass das Team von Vyacheslav Bykov zwar über eine Auswahl von hervorragenden Einzelkönnern verfügt, als Mannschaft jedoch noch nicht zusammengefunden hat.
Wie um diese Tatsache noch zu unterstreichen, mag man sich den Hype vor Augen führen, der mit der Nachnominierung von Alexander Ovechkin, unbestritten einer der besten Eishockeypieler der Welt, verknüpft war. Ein weiterer Einzelkönner soll zum Rettungsanker der Sbornaja werden, frei nach dem Motto: Die Suppe ist salzig? Salzen wir nach, vielleicht kann das neue Salz das alte etwas neutralisieren.
Russland hinter den Erwartungen zurück
Nach der Niederlage gegen Deutschland folgten zwar Siege gegen die Slowakei und Slowenien, wirklich überzeugend waren die Auftritte der KHL/NHL-Auswahl aber auch weiter nicht. Reichte die individuelle Klasse im Auftaktspiel der Zwischenrunde gegen Dänemark noch zu einem knappen, am Ende sogar glücklichen Sieg innerhalb von 60 Minuten, holten sie aus den verbleibenden Spielen, trotz der Steigerung vor allem gegen Finnland, nur noch einen Zähler. Die Folge war Platz 4 in der Zwischenrunde, was uns nun bereits im Viertelfinale einen echten Klassiker beschert.
Anders stellten sich die bisherigen Auftritte der Kanadier da, die neben Tschechien die einzige Mannschaft stellen, die bisher noch ungeschlagen ist. Problemlos segelten die Nordamerikaner durch die Vorrunde, Schwierigkeiten hatten sie lediglich im letzten Spiel gegen die Schweiz, als die Qualifikation zur Zwischenrunde bereits gesichert war.
Kanada mit Problemen in der Chancenverwertung
Die Zwischenrund begann mit einem für die USA schmeichelhaft knappen Verlängerungssieg Kanadas. Bei dieser Partie stand ähnlich wie gegen Norwegen (3:2) der gegnerische Goalie im Mittelpunkt. Zu einem der bisherigen Höhepunkte des Turniers entwickelte sich das Offensivspektakel am letzten Spieltag der Zwischenrunde, als Kanada und Schweden im direkten Aufeinandertreffen das Duell um den Gruppensieg austrugen, mit dem besseren Ende für die Ahornblätter.
Im bisherigen Turnierverlauf war Kanada nach Tschechien das beste Team, die Mannschaft ist gut eingespielt. Einziges Manko ist die mangelnde Chancenverwertung, und das, obwohl sie bisher die meisten Tore geschossen hat. Die Sbornaja wird sich gewaltig steigern müssen. Das Potential dazu hat sie zweifelsohne, dennoch geht sie als Außenseiter in dieses Duell.
Tschechien - USA
Gewann die tschechische Auswahl im letzten Jahr den Titel noch aus einer Außenseiterposition, hat sie sich dieses Jahr mit hervorragenden Auftritten in den ersten sechs Spielen in eine klare Favoritenrolle hineingespielt. Als einzige Mannschaft ist der Weltmeister noch verlustpunktfrei. Statistik lügt in diesem Fall nicht.
Das Team von Alois Hadamczik hat sich als eingespieltes Ensemble dargestellt, eine gelungene Mischung aus Jung und Alt, bei dem sich so herausragende Protagonisten wie Altstar Jaromir Jagr ganz in den Dienst der Mannschaft stellen, um dadurch umso mehr hervorzustechen. Gerade im Hinblick auf einen Vergleich mit der Sbornaja ein besonders ins Auge stechendes Phänomen.
Tschechien noch ungeschlagen
Und um einen Rückblick auf das Spiel der Tschechen gegen Deutschland zu riskieren: Tatsächlich war der Weltmeister die bisher einzige Mannschaft, der es gelang, der Auswahl von Uwe Krupp tatsächlich ihre Grenzen aufzuzeigen. In keinem Match war die DEB-Auswahl von einem Sieg weiter entfernt.
In fast allen Statistiken liegt Tschechien ganz weit vorne: In der Schusseffizienz (2.), beim Powerplay (3.), in Unterzahl (3.) und bei der Goaliestatistik (1.). Nur bei den Topscorern sucht man an der Spitze einen Tschechen vergeblich, ein weiteres Argument für die große Ausgeglichenheit der Mannschaft.
USA mühsam
Auf der Gegenseite steht mit den USA eine Mannschaft, die sich im letzten Jahr noch durch die Relegationsrunde quälen musste. So schlimm kam es bei dieser WM nicht, die bisherigen Ergebnisse zeigen jedoch, dass die Nordamerikaner den Anschluss an die Weltspitze längst verloren haben. In der Vorrunde erspielte man sich Siege gegen unterirdische Österreicher und überraschend starke Norweger, gegen Schweden blieb die hauptsächlich aus NHL-Spielern bestehende Auswahl chancenlos.
In der Zwischenrunde kassierten die Amerikaner Niederlagen gegen die Schweiz und Kanada, lediglich die Franzosen konnten knapp bezwungen werden.
Die Rollen bei diesem Duell sind noch eindeutiger verteilt als bei der Paarung Kanada - Russland. Ein Halbfinalstart der USA käme einer Sensation gleich.
Schweden - Deutschland
Als eindeutiger Favorit war Schweden in die Gruppe C gestartet, eine Rolle, die es letztendlich trotz der historischen Niederlage gegen Norwegen ausfüllen konnte. Nationaltrainer Pär Märts setzt auf eine vergleichsweise junge Truppe, die im Verlaufe des Turniers immer besser zusammenfand. Ihr bestes Spiel zeigten die Tre Kronor ausgerechnet bei der knappen Niederlage gegen Kanada in der letzten Begegnung der Zwischenrunde, als es um den Gruppensieg ging.
Lieber Deutschland
Erleichterung herrschte im schwedischen Lager, dass man im Viertelfinale den Russen aus dem Weg gehen konnte, da war die Niederlage gegen Kanada dann fast sogar willkommen. Der letzte WM-Sieg des Dauerhalbfinalisten, zum elften Mal in Folge kämpfen die Tre Kronor um den Einzug ins Halbfinale, gegen die Sbornaja liegt nämlich bereits sieben Jahre zurück.
Die Angst vor den Russen sitzt so tief, dass, als feststand, dass der Sieger des letzten Gruppenspiels Kanada - Schweden sich im Viertelfinale mit den Russen auseinandersetzen musste, dies sogar zu der kuriosen Diskussion in den schwedischen Medien führte, ob dem Gruppensieger der Zwischenrunde vom IIHF nicht ein Wahlrecht bezüglich des nächsten Gegners eingeräumt werden sollte.
Allerdings warnte Defender David Petrasek auch vor der deutschen Mannschaft. „Es gibt keine leichten Gegner in einem solchen Turnier. Deutschland war bisher eines der besten Teams."
Fluch der Vorrunde
Die deutsche Mannschaft verdankt den Viertelfinaleinzug vor allem den herausragenden Auftritten in der ersten Gruppenphase. In der Zwischenrunde blieb die DEB-Auswahl sieg-, wenn auch nicht punktlos, verpasste es dadurch allerdings, sich für das Viertelfinale einen leichteren Gegner zu erarbeiten. Zumindest dem Namen nach wäre Norwegen das sicherlich gewesen.
Ich will hier nicht behaupten, dass die deutsche Mannschaft in der Zwischenrunde ohne Sieg blieb, weil das nicht mehr Not tat. Zumal die Art und Weise, wie die Niederlagen zum Teil zustande kamen durchaus als unglücklich bezeichnet werden kann. Doch ihre besten Spiele zeigte sie vor allem gegen starke Gegner, lässt man das Spiel gegen Tschechien einmal außen vor.
Schweden startet als Favorit in dieses Duell, mit dem kleinen Nachteil, dass man die deutsche Mannschaft bei den Skandinaviern bei weitem nicht so gut einschätzen kann wie dies bei einem Gegner Russland gewesen wäre. Ist eine Überraschung möglich? Ohne Zweifel, vor allem wenn die Krupp-Schützlinge auf Eigentore verzichten. Ein Ausscheiden gegen Schweden wäre aber keine Blamage.
Finnland - Norwegen
Erst zum zweiten Mal überhaupt hat Norwegen den Einzug ins Viertelfinale einer Weltmeisterschaft geschafft. 2008 kam das Aus gegen Gastgeber Kanada, im vergangenen Jahr wurde der Einzug in die K.o.-Runde knapp verpasst.
Dabei waren die Ausgangsbedingungen für die Skandinavier alles andere als ideal. Mit Mats Zuccarello Aasen, Shootingstar der letzten WM, sowie Patrick Thoresen fehlten Nationaltrainer Roy Johansen zwei absolute Schlüsselspieler. Mit dem bereits erwähnten historischen Erfolg gegen Schweden sowie einem lockeren Sieg gegen Österreich überstand die Mannschaft sicher die erste Gruppenphase.
Olimb als Topscorer
Mit einem überraschenden Sieg gegen die Schweiz und einem Erfolg gegen Frankreich konnte man sogar die USA in der Abschlusstabelle übertrumpfen. Die Statistiken der Norweger wissen zu beeindrucken. Bei der Schusseffizienz führen sie vor Tschechien, beim Powerplay liegen sie auf Platz 2. Bei den Topscorern mischt mit Mathis Olimb ein alter Bekannter aus der DEL ganz oben mit, der zwei Spielzeiten in den Reihen der Augsburger Panther (2007-09) stand, unmittelbar gefolgt von Teamkollege Marius Holtet, der allein gegen Frankreich auf vier Treffer kam.
Ob die Euphorie im norwegischen Lager die Mannschaft aber an Finnland vorbeitragen kann, darf vorsichtig bezweifelt werden. Die Finnen spielen eine WM, die hochsolide ist. Die einzige Niederlage bisher gab es gegen das Team, das am meisten zu überzeugen wusste, Tschechien. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit ist eine der Stärken der Auswahl von Jukka Jalonen.
Bei dieser Paarung scheint am ehesten eine Überraschung möglich, nichtsdestotrotz ist Finnland klar favorisiert.
Fazit: Schweden, Finnland, Kanada und Tschechien bestreiten die Halbfinals.
Angesichts der Zielstellung den Klassenerhalt zu schaffen, wurden die Erwartungen auch in diesem Jahr bei weitem übertroffen. Die Siege gegen Russland oder die Slowakei werden in die Historie eingehen. Spieler als auch Fans stimmen überein, dass dies entscheidend mit der Person Uwe Krupp zusammen hängt. Der Bundestrainer hat mit diesen Erfolges etwas Großes geleistet und würde auch zukünftig für den Job als Bundestrainer zur Verfügung stehen. Dieser Umstand war bereits im Februar zur Sprache gekommen, damals aber noch vom Verbandspräsident Uwe Harnos kategorisch ausgeschlossen worden. Möglicherweise hat er seine Meinung mittlerweile geändert.
Die Viertelfinale werden von folgenden Teams ausgetragen:
Deutschland hat bei der Eishockey-WM das letzte Zwischenrundenspiel gegen Tschechien mit 2:5 deutlich verloren. Das Team verpasste damit den Sprung auf Tabellenrang zwei und muss als Gruppendritter im Viertelfinale nun gegen Schweden antreten.
Böse Klatsche vor dem WM-Viertelfinale gegen Schweden: Nach zum Teil berauschenden Auftritten sind Deutschlands Eishockey-Cracks bei der Weltmeisterschaft erstmals deutlich die Grenzen aufgezeigt worden. Gegen Titelverteidiger Tschechien hatten die Schützlinge von Bundestrainer Uwe Krupp am Montag keine Chance und unterlagen 2:5 (1:2, 0:3, 1:0).
Damit verpasste die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), für die John Tripp (2. Minute) zum 1:1 und Thomas Greilinger (59.) zum Endstand erfolgreich waren, den erhofften Sprung auf Platz zwei der Zwischenrunden-Tabelle. Die Folge: Zum Auftakt der K.o.-Phase wartet in Bratislava am Mittwoch (20.15 Uhr) der achtmalige Weltmeister Schweden.
„Die Tschechen waren besser in ihrer Chancenauswertung, das war der größte Unterschied. Ich glaube aber, dass wir besser gespielt haben, als es der Spielstand zeigt. Wir sind auf dem richtigen Weg für das Viertelfinale“, sagte Bundestrainer Uwe Krupp. Stürmer Christoph Ullmann fügte hinzu: „Wir haben uns nicht versteckt, hatten aber nicht das nötige Glück.“
Für den Titelverteidiger, der sogar angeschlagene Spieler schonte, trafen Tomas Plekanec (1./36.), Michael Frolik (11.), Karel Rachunek (23.) und Patrik Elias (37.). Das Team von Coach Alois Hadamczik stand schon vor dem Match als Gruppensieger fest. Im Viertelfinale trifft der elfmalige Weltmeister am Mittwoch (16.15 Uhr) auf die USA. In der Runde der besten Acht spielen am Donnerstag (16.15 Uhr) zudem Finnland und Norwegen sowie danach als Höhepunkt (20.15 Uhr) Olympiasieger Kanada und Rekordweltmeister Russland gegeneinander.
Man müsse sich sein Glück wieder verdienen, hatte Kai Hospelt nach den Penalty-Niederlagen gegen Finnland und Dänemark gemahnt. Zunächst hatten die Deutschen aber Pech: Gleich bei den Gegentreffern eins und zwei beförderten Krupps Mannen den Puck selbst ins Tor: Nach 51 Sekunden klärte Justin Krueger vor dem einschussbereiten Petr Prucha, schob dabei aber das Hartgummi ins eigene Gehäuse. Beim 0:2 sprang der von Frolik abgefeuerte Puck von Korbinian Holzers Knie ins Tor.
Einzig Tschechiens Torhüter Jakub Stepanek, der Stammgoalie Ondrej Pavelec in der für den Titelverteidiger wertlosen Partie vertrat, schien zunächst Mitleid mit der Krupp-Truppe zu haben: Einen Schuss von Kevin Lavallee ließ er nach vorne abprallen, Tripp verwertete vor 9305 Zuschauern eiskalt zu seinem dritten Turniertor.
Gegen technisch exzellente und hervorragend eingespielte Tschechen tat sich die DEB-Auswahl aber enorm schwer. Krupp hatte seine Reihen nach den ersten fünf Turnierspielen etwas umgestellt und erstmals bei dem Turnier in der Slowakei vier komplette Sturm- und Abwehrreihen aufgeboten. Im Angriff war unter anderem Tripp für Daniel Kreutzer, der sein 200. Länderspiel bestritt, von der dritten in die vierte Reihe beordert worden. Tripp war im insgesamt 116. Vergleich gegen die Tschechen einer der gefährlichsten deutschen Stürmer.
Im Tor stand zum vierten Mal nacheinander Dennis Endras. Aber wie viele seiner Vorderleute offenbarte auch der sonst souveräne Schlussmann Schwächen. Rachuneks Schuss im zweiten Abschnitt ließ der Augsburger in die kurze Ecke passieren. Ansonsten zeigten beide Teams viel Gestochere, vor allem die Deutschen verhakten sich im Angriff vor dem Tor immer wieder an einem tschechischen Bein oder Schläger. Angetrieben von Eishockey-Idol Jaromir Jagr, der im Alter von 39 Jahren seinen x-ten Frühling erlebt und fast an jeder gefährlichen Aktion beteiligt war, dominierte der Titelverteidiger nach Belieben.
Bei Kanada gegen Schweden ging es um den Sieg in der Gruppe F, ums Prestige und auch um taktische Überlegungen.
Der Sieger dieser Gruppe darf oder muss im Viertelfinal gegen den Gruppenvierten der anderen Gruppe antreten. Das ist in diesem Fall Russland , bisher nicht allzu erfolgreich , wäre aber trotzdem ein unbequemer Gegner.
Schnelles Hockey, Tore, Strafen und harte Checks, dies hatte man in diesem Startdrittel gesehen. Diese ersten 20 Minuten hatten es in sich. Beide Mannschaften gingen sofort in den Abschluss, spielten aggressiv und offensiv. Kanada kam schon kurz nach Spielanpfiff zur Führung, doch die Schweden vermochten im Powerplay auszugleichen. Keines der beiden Teams war dem einen überlegen, obwohl die Schweden weniger Drang auf das Tor der USA zeigte. Doch die Schweden hatten einige dicke Chancen zum Ausgleich, scheiterten aber an dem Hervorragend postierten Bernier.
Auch im Mittelabschnitt zeigten sich beide Teams von der besten Seite, denn es ging im gleichen Stil weiter wie in den ersten 20 Minuten. Beide Mannschaften tauschten keine Geschenke aus, kamen fast im Minutentakt zu Chancen. Auch diesmal Kanada wieder mit fast doppelt so vielen Schüssen aufs Tor. Doch die Schweden kamen zu ihrem Ausgleichstreffer.
Das Spiel endete mit 3-2 für Kanada, die gleichzeitig den Gruppensieg fixierten. Von Energie sparen und andere Mätzchen sah man in diesem Prestigespiel nichts. Kanada gewann, weil sie im entscheidenden Moment die Nerven behielten und eine der vielen Strafen im richtigen Moment nutzen konnten.
Im Spiel Deutschland gegen Tschechien, geht es für die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp heute bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Slowakei noch um den zweiten Platz der Zwischenrunde.
Heute steht für Deutschland das letzte Spiel in der Zwischenrunde auf dem Programm. Möchte man sich eine gute Ausgangsposition verschaffen, müsste man gegen die bislang überzeugenden Tschechen gewinnen, um Finnland noch vom zweiten Platz verdrängen zu können. Dann würde man einen vermeintlich leichteren Gegner aus der parallelen Gruppe erhalten und eine weitere Überraschung wäre möglich.
Platz 2 ist möglich
Allerdings wartet mit Tschechien einer der stärksten Gegner überhaupt bei dieser auf unser Team. Im Spiel gegen Russland gestern Abend gewann die Mannschaft überzeugend, aber knapp mit 3:2. Mit 12 Punkten ist Tschechien zudem schon souverän als Gruppenerster für die Play Offs qualifiziert. Aber genau darin könnte die Chance für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft liegen.
Die Relegationsrunde dieser Eishockey-WM ist beendet
Slowenien und Österreich haben den Klassenerhalt nicht geschafft und stehen somit als Absteiger fest, sie werden im kommenden Jahr durch Italien und Kasachstan ersetzt, die den direkten Wiederaufstieg geschafft haben.
Morgen ist der letzte Spieltag in der Qualifikationsrunde aus der sich folgende Teams:
Dänemark, Slowakei und Frankreich
vorzeitig verabschiedet haben.
Lediglich die Eidgenossen haben morgen noch die Chance das Viertelfinale zu erreichen, bei einem Sieg gegen die USA, wenn Frankreich gegen Norwegen gewinnen Sollte.
DEB-Pressemitteilung: 2011 IIHF Weltmeisterschaft: Deutschland unterliegt auch Dänemark im Penaltyschießen 3:4 (1:1, 1:1, 1:1, 0:0, 0:1)
Auch im zweiten Spiel der Zwischenrunde der 2011 IIHF Weltmeisterschaft in der Slovakei musste sich das Team von Bundestrainer Uwe Krupp Dänemark knapp mit 3:4 (1:1, 1:1, 1:1, 0:0, 0:1) geschlagen geben, sammelt aber dennoch einen weiteren Punkt. Nach dem harten Spiel vom Vortag schlichen sich Fehler im deutschen Spiel ein und so konnte die Mannschaft aus Dänemark im ersten und zweiten Drittel zunächst in Führung gehen. Das 1:1 erzielte John Tripp in der elften Minute und Alexander Barta glich im zweiten Drittel nur eine Minute nach dem 2:1 durch Dänemark den Spielstand wieder aus. Im letzten Spielabschnitt brachte Kevin Lavallee die DEB-Auswahl früh nach vorne. Jedoch gelang dem dänischen Team knapp zwei Minuten vor dem Ende der Ausgleich. Den einzigen Treffer im Penaltyschießen erzielte Patrick Reimer.
Bereits nach dem gestrigen Sieg der Tschechen über die Slowakei steht Deutschland als Teilnehmer für das Viertelfinale fest.
Uwe Krupp (Bundestrainer): "Das Spiel gegen Finnland steckte uns heute noch in den Knochen. Wir haben gut gekämpft und körperlich hart gespielt, hatten durchaus die Chance zu gewinnen. Durch kleine Fehler haben wir die Gegentore bekommen, darunter auch den Ausgleich kurz vor Schluß. Dennoch haben wir wieder einen Punkt geholt und das ist es, was in dieser Runde zählt." Den Spielbericht finden Sie hier
Das nächste Spiel der deutschen Mannschaft findet am Montag, den 09.05.2011 um 20.15 Uhr gegen den Tschechien in Bratislava (ab 20 Uhr live auf SPORT1) statt.
Nach der starken Vorrunde kassierte das deutsche Eishockey-Nationalteam die zweite Niederlage. Dabei führte die DEB-Auswahl sogar bis kurz vor Schluss.
Die deutsche Eishockey-Helden sind müde. Einen Tag nach dem Einzug ins Viertelfinale der WM in der Slowakei verlor das Team von Bundestrainer Uwe Krupp im zweiten Zwischenrundenspiel gegen Dänemark mit 3:4 (1:1, 1:1, 1:1, 0:1) nach Penaltyschießen. 20 Stunden nach dem 4:5 nach Penaltyschießen gegen Finnland fehlten der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) die Kräfte.
Vor 9299 Zuschauern in der Ondrej Nepela Arena führte das Krupp-Team zwar nach Toren des Kölners John Tripp (11.), des Hamburgers Alexander Barta (23.) und des Münchners Kevin Lavallee (42.) mit 3:2. Doch Nichlas Hardt (58.) und Mikkel Bödker mit dem entscheidenden Penaltytreffer sicherten den Dänen noch den Sieg.
Mads Bödker (9.) und NHL-Profi Mikkel Bödker (22.) hatten den WM-Achten von 2010 zweimal in Führung gebracht. Zum Abschluss der Zwischenrunde trifft die DEB-Auswahl am Montag (20.15 Uhr/Sport1) auf Titelverteidiger Tschechien.
Den deutschen Spielern war der Kräfteverschleiss deutlich anzumerken. Für das laufintensive Spiel fehlte daher oft der letzte Schritt. Zunächst bekam das Krupp-Team aber noch zehn Minuten zusätzliche Regeneration. Nach nur 25 Sekunden zersplitterte eine Plexiglasscheiben, als sie Kai Hospelt mit seinem Schläger traf.
Nach der Pause für die Reparatur hatten die Deutschen die ersten Torchancen. Doch Marcel Müller (4.) und Kapitän Michael Wolf (5.) scheiterten an Torhüter Frederik Andersen. Der deutsche Goalie Dennis Endras, der erneut zum Einsatz kam, musste erstmals nach einem Schuss von Jesper Jensen eingreifen (7.).
Machtlos war der Augsburger beim ersten Powerplay der Dänen. Mads Bödker stand nach einem Pass des Berliners Mads Christensen völlig frei und ließ sich diese Chance nicht entgehen. Philip Gogulla saß auf der Strafbank. Doch die deutsche Mannschaft antwortete: Mit einem Gewaltschuss überwand Tripp Torhüter Andersen zum Ausgleich.
Das zweite Drittel begann spektakulär: Zunächst überlistete Mikkel Bödker DEB-Torwart Endras mit einem Bauerntrick. Nur 26 Sekunden setzte Barta den Puck völlig freistehend ins Netz. Danach allerdings verflachte das Spiel deutlich. Die Dänen, die einen Tag Pause nach ihrem letzten Spiel hatten, wirkten etwas frischer. Doch wirklich gefährlich wurde es vor dem deutschen Tor nur selten.
Auf der Gegenseite hatte Hospelt das Führungstor auf dem Schläger, doch der Wolfsburger scheiterte an Andersen (37.). Die größte Chance im zweiten Durchgang hatte Andre Rankel. Der verfehlte nach schöner Kombination bei 5:3-Überzahl nur um Zentimeter das Tor (38.). Die 37 Sekunden mit zwei Spielern mehr auf dem Eis blieben somit ungenutzt.
Besser machte es Verteidiger Lavallee, der mit einem Schlenzer in den Winkel die deutsche Mannschaft erstmals in Führung brachte. Doch zum Sieg reichte es nicht.
Krupp hatte sein Team auf zwei Positionen umgestellt. Für den Ingolstädter Thomas Greilinger kehrte Routinier Daniel Kreutzer ins Team zurück, der gegen die Finnen nur Zuschauer gewesen war. Der Düsseldorfer Stürmer bestritt sein 199. Länderspiel. In der Verteidigung gab der Mannheimer Denis Reul sein WM-Debüt. Für ihn musste sein Klubkollege Nikolai Goc weichen.
DEB-Pressemitteilung: 2011 IIHF Weltmeisterschaft: DEB-Auswahl unterliegt Finnland im ersten Spiel der Zwischenrunde mit 4:5 n.P. (1-1, 3-2, 0-1, 0-0, 0-1)
Im ersten Spiel der Zwischenrunde der 2011 IIHF Weltmeisterschaft in der Slovakei unterlag das Team von Bundestrainer Uwe Krupp Finnland nach Penaltyschießen mit 4:5 (1-1, 3-2, 0-1, 0-0, 0-1). Die erste Schrecksekunde für Deutschland gab es bereits nach 13 Sekunden als der Pass eines finnischen Spielers durch einen deutschen Verteidiger unglücklich ins eigene Tor abgefälscht wurde. Kurz vor Ende des ersten Drittels konnte André Rankel nach Vorlage von Michael Wolf ausgleichen. Im zweiten Drittel erwies sich die deutsche Nationalmannschaft als torgefährlich. Innerhalb einer Minute brachten Felix Schütz und Kai Hospelt Deutschland sogar mit 3:1 in Führung. Jedoch ließ sich die finnische Mannschaft davon nur wenig beindrucken und erzielte ebenfalls binnen einer Minute zwei Tore zum 3:3. Wiederum kurz vor Drittelende war es Patrick Reimer, der die Führung für die DEB-Auswahl wieder herstellen konnte. Im letzten Drittel versuchte das deutsche Team alles, um die knappe Führung zu verteidigen, doch die starke finnische Mannschaft glich erneut aus. Im Penaltyschießen hatte letztendlich Finnland mehr Glück und setzte sich mit 5:4 durch.
Uwe Krupp (Bundestrainer): "Es war das erwartet physisch harte Spiel. Wir haben bereits nach 13 Sekunden das erste Gegentor bekommen. Aber je länger das Spiel gedauert hat, um so besser haben wir ins Spiel gefunden. Wir haben versucht Druck zu machen und den Puck zum Tor zu bringen. Am Ende hatte Finnland mehr Glück im Penaltyschießen, aber wir sind dennoch froh, Punkte gesammelt zu haben."
Das nächste Spiel der deutschen Mannschaft findet bereits morgen, den 07.05.2011 um 16.15 Uhr gegen den Dänemark in Bratislava (ab 16 Uhr live auf SPORT1) statt.
Deutschland unterliegt Finnland 4:5! Siegesserie gerissen
In einem dramatischen Spiel verliert die glänzende DEB-Auswahl gegen Finnland mit 4:5 nach Verlängerung, doch das Viertelfinale ist nah.
Ein unglaublich dynamisches und dramatisches Spiel lässt die Siegesserie der Deutschen in der Eishockey-WM einreißen, doch das WM-Viertelfinale ist ganz nah. „Das kann noch ein ganz dicker Punkt für uns werden“, sagte Torschütze Kai Hospelt nach dem 4:5 (1:1, 3:2, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen gegen Ex-Weltmeister Finnland und trauerte nur kurz dem verpassten Sieg hinterher: „Schade, dass wir die Finnen zu schnell wieder ins Spiel haben kommen lassen.“
Mit 4:3 hatte die deutsche Mannschaft bis fünf Minuten vor Schluss geführt, doch der vierte Sieg im vierten Spiel blieb trotz einer weiteren Energieleistung ein Traum. „Wir haben gewusst, dass die Finnen eine Weltklassemannschaft sind. Wir haben uns sehr gut geschlagen und uns nicht aus dem Konzept bringen lassen“, sagte Bundestrainer Uwe Krupp, der ebenfalls von einem „Punktgewinn“ sprach.
Immerhin steht die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die erstmals seit 81 Jahren mit drei Erfolgen in eine WM gestartet war, so gut wie sicher in der Runde der letzten Acht. Vor 9255 erstaunten Zuschauern in der Ondrej Nepela Arena in Bratislava trafen der Berliner Andre Rankel (15.), der Ingolstädter Felix Schütz (27.), der Wolfsburger Hospelt (28.) und der Düsseldorfer Patrick Reimer (40.) zum 4:3. Doch Tuomo Ruutu (55.) und Mikko Koivu mit dem achten Penalty verhinderten noch den ersten deutschen WM-Sieg gegen den Weltmeister von 1995 seit 18 Jahren.
Zuvor hatten Ruutu (1.), Janne Pesonen (32.) und Jarkko Immonen (39.) für die Finnen getroffen. In den verbleibenden Zwischenrundenspielen trifft die DEB-Auswahl am Samstag (16.15 Uhr/Sport1) auf Dänemark und am Montag (20.15 Uhr/Sport1) auf Titelverteidiger Tschechien.
„Das ist eine Kämpfertruppe“, hatte Krupp sein Team vor den Finnen gewarnt, die sofort eiskalt zuschlugen. Schon nach 13 Sekunden zappelte der Puck im Netz. Nach einer Hereingabe von Ruutu rutschte die Scheibe irgendwie an Verteidiger Robert Dietrich, der ausrutschte, und Torwart Dennis Endras vorbei über die Linie.
Von diesem Schock erholte sich das deutsche Team lange nicht. Gegen die schnellen und kampfstarken Finnen, die Krupp als Vorbild für sein Spielsystem sieht, kamen Kapitän Michel Wolf und Co. fast immer einen Schritt zu spät. Endras musste Schwerstarbeit leisten, damit der Rückstand nicht größer wurde.
Nach einem Solo von Mikael Granlund wehrte der Augsburger mit dem rechten Fuß ab (7.), wenige Sekunden später scheiterte Mika Pyörälä am künftigen Nordamerika-Profi. Auch beim Schuss von Janne Pesonen rettete Endras in höchster Not (12.). Minutenlang kam die DEB-Auswahl kaum aus ihrem eigenen Drittel heraus.
Völlig überraschend fiel der Ausgleich. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe wehrte der finnische Schlussmann Teemu Lassila einen Schuss von Wolf nach vorne ab, Rankel schlenzte den Puck im Fallen ins Netz. Es war erst der sechste Torschuss der deutschen Mannschaft.
Auch im zweiten Drittel spielte sich fast das gesamte Geschehen vor dem Tor von Endras ab. Der deutsche Goalie zeigte Glanzparaden im Minutentakt. Die Tore indes fielen zunächst auf der anderen Seite: Schütz fälschte einen Schuss von Philip Gogulla zum 2:1 ab. Dann traf Hospelt mit einem Schlenzer in den Winkel.
Um Endras zu überwinden, benötigten die Finnen viel Glück: Nach einer Abwehr des Augsburgers prallte der Puck von Pesonens Visier ins Tor. Der 3:3-Ausgleich war allerdings genial herausgespielt: Eine Hereingabe von Pesonen verwandelte Immonen aus kürzester Distanz.
Doch die DEB-Auswahl fand wieder eine Antwort. Reimer schnappte sich in der eigenen Hälfte den Puck, stürmte ins Angriffsdrittel, zog in die Mitte und schlenzte die Scheibe über Lassilas Fanghand zur erneuten Führung ins Netz. Danach hatte Trainer Jukka Jalonen von seinem Torwart genug gesehen und wechselte ihn gegen Petri Vehanen aus. Am Ende fehlte der deutschen Mannschaft die Kraft und auch das nötige Glück.
„Wir haben uns in einer schweren Gruppe durchgesetzt. Jetzt sind die Erwartungen höher“, sagte Kapitän Michael Wolf: „Aber wir sind noch immer klar der Underdog. Wir können ohne Druck spielen, und das sieht man. Der eine Punkt war extrem wichtig.“
Krupp verzichtete zum Zwischenrundenauftakt auf Routinier Daniel Kreutzer und den Mannheimer Verteidiger Denis Reul. Für den Düsseldorfer Stürmer, dem noch zwei Einsätze zu seinem 200. Länderspiel fehlen, kam der nachnominierte Mannheimer Marcus Kink ins Team. Krupp setzte damit erneut 13 Stürmer und nur sieben Verteidiger ein.
DEB-Pressemitteilung: 2011 IIHF Weltmeisterschaft: Deutschland schlägt auch Slowenien mit 3:2 n.P. (0:1, 1:1, 1:0, 0:0, 1:0)
Im dritten Spiel gelang der DEB-Auswahl von Bundestrainer Uwe Krupp der dritte Sieg. Jedoch konnte sich die Mannschaft dieses Mal erst nach Penaltyschießen mit 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 0:0, 1:0) gegen die Mannschaft aus Slowenien durchsetzen. Nach dem ersten Drittel lag das deutsche Team trotz der besseren Chancen mit 0:1 zurück. Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Slowenen sogar auf 2:0 ehe Michael Wolf in seinem 100 Länderspiel den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielte. Felix Schütz glich nach 45 Minuten zum 2:2 aus. Mit diesem Spielstand ging es in die Verlängerung. Nachdem keine Mannschaft den entscheidenden Siegtreffer erzielen konnte, fiel die Entscheidung erst im 16. Penalty durch Frank Hördler.
Deutschland steht somit mit 8 Punkten als Sieger der Gruppe A fest.
Uwe Krupp (Bundestrainer): "Wir wussten, dass die Slowenen ein harter Gegner werden. Diese Mannschaft hat viele offensiv gefährliche Spieler und sie haben ihre wenigen Chancen gut genutzt. Ich war froh, dass wir auch von hinten heraus spielen konnten. Ich bin sehr stolz wie unsee Mannschaft gespielt hat, auch wenn wir heute weniger Scheibenglück hatten, als in den letzten Spielen."
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat auch ihr drittes Spiel bei der WM in der Slowakei gewonnen. Gegen Aufsteiger Slowenien gewann das schon vorher als Gruppensieger feststehende DEB-Team einen Penalty-Krimi mit 3:2. In der Zwischenrunde geht es ab Freitag gegen Tschechien, Finnland und entweder Lettland oder Dänemark.
Deutschland hat zum ersten Mal seit 1930 das Kunststück geschafft, mit drei Siegen in eine Eishockey-WM zu starten. Es sah allerdings lange gar nicht danach aus.
Die Slowenen gingen durch Ziga Jeglic (5.) und Rok Ticar (29.) mit 2:0 in Führung, ehe das deutsche Team aufwachte und den Aufsteiger komplett an die Wand spielte. Lange scheiterte man aber am überragenden Keeper Robert Kristan. Michael Wolf im Power-Play (36.) und Felix Schütz (46.) sorgten dann aber für den Ausgleich.
Zum Siegtreffer reichte es trotz eines unglaublichen Schussverhältnisses (60:26) zugunsten der deutschen Mannschaft aber in der regulären Spielzeit und in der Overtime nicht mehr. Es ging in den Shootout, wo ausgerechnet Verteidiger Frank Hördler in der achten Runde den entscheidenden Penalty verwandelte.
Deutschland zieht damit ungeschlagen in die Zwischenrunde ein, wo es am Freitag zum Auftakt gegen Tschechien oder Finnland gehen wird. Am Samstag heißt der Gegner dann Lettland oder Dänemark. Ein Punkt könnte bereits zum Einzug ins Viertelfinale reichen.
2011 IIHF Weltmeisterschaft: Deutschland besiegt Gastgeber Slowakei mit 4:3
BRATISLAVA - Auch im zweiten Spiel der 2011 IIHF Weltmeisterschaft zeigte das Team von Bundestrainer Uwe Krupp eine herausragende Mannschaftsleistung und besiegte den Gastgeber Slowakei mit 4:3 (0:0, 3:0, 1:3). Nach einem hart umkämpften ersten Drittel musste der slowakische Torhüter im zweiten Spielabschnitt gleich dreimal hinter sich greifen. Marcel Müller, John Tripp und Frank Hördler brachten Deutschland mit 3:0 in Führung. Im letzten Drittel erhöhte Felix Schütz sogar auf 4:0 ehe die Slovaken das Spiel nochmals spannend machten und bis auf 4:3 herankamen. Doch die DEB-Auswahl kämpfte bis zum Schluss und verteidigte die knappe Führung. Den Spielbericht finden Sie hier
Uwe Krupp (Bundestrainer): „In einem harten Spiel haben wir unseren Game Plan erneut perfekt umgesetzt. Wir haben das Spiel einfach gehalten und waren in der Offensive gefährlich.“
Die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft:
Dienstag, 03.05.2011 16.15 Uhr Sowenien – Deutschland in Bratislava (ab 16 Uhr live auf SPORT1)
Die Deutsche Eishockey Nationalmannschaft traf im zweiten WM Spiel 2011 auf den Gastgeber aus der Slowakei. Die Slowakei steht bei der Heim WM unter Druck und die Erwartungshaltung ist sehr gross. Nach dem sensationellen Auftaktsieg gegen Russland konnte das Team von Uwe Krupp am heutigen Abend die zweite Überraschung landen und besiegt verdient die Slowakei m it 4:3.
Gestern hat sich das Slowakische Team noch durch zwei weitere Superstars Marian Hossa (Blackhawks) und Michal Handzus (LA Kings) verstärkt und tritt im heutien Spiel mit einer Olympiareifen Auswahl gegen das Team von Uwe Krupp an. Und dass es für die Slowaken bei diesem Heimturnier um alles geht zeigen sie auch gleich von Beginn an, indem sie die Deutsche Mannschaft mit der gewohnten Scheibensicherheit unter Druck setzen.
Doch auch das Deutsche Team hat sich auf das zweite Spiel gut eingestellt und beginnt ähnlichen wie im Spiel gegen die Russen mit einem Vorchecking und versucht den Spielaufbau der Slowaken früh zu zerstören. In der 8 Minute haben die Slowaken eine doppelte Überzahlmöglichkeit und treffen die Latte. In der gleichen Szene läuft Patrick Reimer alleine auf Jaroslav Halak zu und wird von hinten rüde von den Beinen geholt.
Den anschliessenden Penalty kann Reimer jedoch nicht im slowakischen Tor unterbringen. Das erste Drittel endet mit einem leichten Vorteil in der Schusstatistik für die Slowakei und mit einer Überzahlmöglichkeit für das Team von Uwe Krupp.
In Überzahl gehts ins zweite Drittel, doch die Slowaken zeigen auch zu Beginn des Mittelabschnittes, dass Sie stark an der Scheibe sind und brandgefährlich vor dem Tor von Dimitri Pätzold, der heute einen ganz sicheren und guten Eindruck macht. In der 30. Minute rettet dann bereits zum zweiten Mal der Pfosten vom deutschen Tor und praktisch im Gegenzug erzielt Marcel Müller auf Vorlage von Christoph Ullmann zur Begeisterung der deutschen Fans die verdiente Führung für Deutschland.
Geschockt von dieser Führung zeigten die Slowaken Nerven und so war es John Tripp der bereits drei Minuten später mit einem Konter das 2:0 erzielte. Den Schlusspunkt im zweiten Drittel setzte der frischgebackende Deutscher Meister Frank Hördler in der 37. Minute mit dem 3:0. Diese klare Führung geht nach dem Spielverlauf und dem Einsatz der Deutschen völlig in Ordnung und die Halle in Bratislava ist bis auf die Deutschen Fangesänge fast vollständig verstummt.
Der Schlussabschnitt beginnt erneut sensationell für Deutschland, nach Vorlage von John Tripp erzielt Felix Schütz in der 44. Min. das 4:0 und sorgt somit weiterhin für Erstaunen auf den Rängen. Wer hat denn heute die vielen NHL Stars auf dem Eis ?
Ladislav Nagy erzielt in der 45. Minute nach einer Unachtsamkeit in der Deutschen Abwehr den Anschlusstreffer zum 1:4 und lässt die 10.000 Fans auf eine Aufholjagd hoffen. Die Aufholjad hat mit dem Powerplaytor von Jozef Stümpel (48.) zum 2:4 begonnen, denn die Slowakei ist jetzt am Drücker und die Partie fest in ihren Händen. Deutschland übersteht mit großem Kampf im letzten Drittel zwei Unterzahlsituationen gegen die mittlerweile zur Übermacht gewordenen Slowakei und muss durch
Dimitra in der 53. Minute das 3:4 verkraften. Spätestens jetzt ist die Slowakei wieder dran.
Ohne Torhüter und mit sechs Feldspieler versuchen die Slowaken den Ausgleich zu erzielen und die jungen Deutschen Spieler kämpfen sich gemeinsam über die Zeit und sind mit dieser Überraschung als Tabellenführer bereits für die Zwischenrunde qualifiziert und nimmt 6 Punkte mit und können somit nach 2010 erneut das Viertelfinale erreichen.
"Uwe Krupp: Das war ein anstregendes Spiel, wir haben über 40 Minuten sehr stark gespielt und wussten, dass die Slowaken mit ihren Weltklassespieler in den ersten fünf Minuten im letzten Drittel kommen werden und dann wird auch das Scheibenglück dazukommen und so ist es dann auch noch ein richtig spannendes Spiel geworden. "
DEB-Pressemitteilung: 2011 IIHF Weltmeisterschaft: Deutschland gelingt die Sensation: 2:0 Sieg über Russland
Bratislava, 29.04.2011 - Im Eröffnungsspiel der 2011 IIHF Weltmeisterschaft in Bratislava gelang der DEB-Auswahl von Uwe Krupp ein sensationeller 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) Sieg über die favorisierten Russen. Bereits zu Beginn hatte Deutschland einige gute Chancen den Führungstreffer zu erzielen. Nach einem torlosen Anfangsdrittel erzielte Thomas Greilinger in der 25. Spielminute den Treffer zum 1:0. Im weiteren Spielverlauf konnte die Nationalmannschaft dem wachsenden Druck der Russen standhalten und den knappen Vorsprung verteidigen. Kurz vor Ende des Spiels traf Patrick Reimer bei seinem ersten Spiel bei einer Weltmeisterschaft sogar zum 2:0 Endstand. Dies war der erste Sieg einer deutschen Mannschaft über Russland in einem WM-Turnier.
Uwe Krupp (Bundestrainer): „Wir haben heute einen sehr guten Tag erwischt. Dennoch ist unser Ziel immer noch uns für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Dafür haben wir heute die ersten Punkte geholt. Wir haben noch viel Arbeit vor uns und müssen uns auf das nächste Spiel konzentrieren. Es ist nicht genug zu gewinnen, man muss das richtige Spiel gewinnen.“
Die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft:
Sonntag, 01.05.2011 20.15 Uhr Slowakei – Deutschland in Bratislava (ab 20 Uhr live auf SPORT1)
Dienstag, 03.05.2011 16.15 Uhr Sowenien – Deutschland in Bratislava (ab 16 Uhr live auf SPORT1)
Deutschland feiert historischen Sieg über Russland
Sensation in der Slowakei: Zum Auftakt der Eishockey-WM schlägt Deutschland den 25maligen Titelträger Russland mit 2:0. Thomas Greilinger und Patrick Reimer schießen die Tore für die Auswahl von Trainer Uwe Krupp.
Mit einem historischen Sieg gegen Rekord-Weltmeister Russland hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zum Beginn der 75. WM für eine Sensation gesorgt. Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp landete mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) am Freitag in Bratislava im 38. Weltmeisterschaftsduell den ersten WM-Sieg gegen den haushohen Favoriten.
Thomas Greilinger (25. Minute) und Patrick Reimer (58.) machten den unerwarteten Auftakterfolg in der Gruppe A perfekt und sorgten für Hoffnung auf eine ähnlich erfolgreiche WM wie im vergangenen Jahr, als Deutschland im eigenen Land mit dem vierten Platz für das beste Ergebnis seit 1953 gesorgt hatte.
Deutscher Rückhalt: Torwart Dennis Endras hielt seinen Kasten sauber
Wie 2010 mit dem Auftaktsieg vor fast 80.000 Zuschauern auf Schalke gegen die Vereinigten Staaten legte das Team von Bundestrainer Uwe Krupp wieder einen Start nach Maß hin. Zugleich gelang gegen die „Sbornaja“ die Revanche für das nur knapp mit 1:2 verlorene WM-Halbfinale von Köln 2010.
„Irgendwann geht schon was rein“
„Die letzte WM spielt für uns keine Rolle mehr. Was 2010 passiert ist, ist vorbei“, sagte Krupp noch vor dem Match. Das Auftreten in der Orange-Arena von Bratislava erinnerte aber stark an den wundersamen Mai vor Jahresfrist. Im 95. Duell mit dem 25-maligen Weltmeister starteten die deutschen Cracks furios und hatten bereits im ersten Drittel die deutlich besseren Chancen.
Trotz eines klar positiven Schussverhältnisses scheiterten Krupps Schützlinge immer wieder am derzeit vereinslosen NHL-Keeper Jewgeni Nabokow. „Irgendwann geht schon was rein“, sagte André Rankel nach der ersten Drittelpause. Der Stürmer vom deutschen Meister Eisbären Berlin sollte Recht behalten.
Im Mittelabschnitt überwand Greilinger vom ERC Ingolstadt Nabokow, der wegen seiner Weigerung, für die New York Islanders zu spielen, seit Januar ohne Spielpraxis in der stärksten Liga der Welt ist. Das russische Starensemble reagierte mit wütenden Angriffen, scheiterte jedoch am überragenden deutschen Keeper Dennis Endras. Der wertvollste Spieler der vergangenen WM rettete unter anderem gegen Wladimir Tarassenko und Alexej Morosow grandios.
Reimer macht den Triumph perfekt
Auch im Schlussabschnitt war der Augsburger der Fels in der Brandung und ragte aus einer ganz starken deutschen Auswahl heraus. Mit einem Konter sorgte Reimer, der den Puck per Rückhand in den Winkel schaufelte, den Triumph perfekt.
Vor dem Beginn seiner fünften und vorerst letzten WM als Coach hatte Krupp seinen 26 Spieler umfassenden Kader auf 21 Cracks reduziert. Der Bundestrainer, der nach dem Championat seinen Heimatverein Kölner Haie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) übernimmt, hatte überraschend auch den Wolfsburger Verteidiger Christopher Fischer gestrichen „Es ist natürlich bitter, wenn man von außen zuschauen muss“, monierte Fischer am Rande der Partie. Dennoch hatte auch diese Maßnahme Krupps Erfolg.
Am Donnerstagabend hat Bundestrainer Uwe Krupp das vorläufige Aufgebot für das erste Spiel der Eishockey-Weltmeisterschaft in Bratislava bekanntgegeben.
Der Kader:
Torhüter:
32 Dimitri Pätzold (Straubing Tigers)
44 Dennis Endras (Augsburger Panther)
Verteidiger:
3 Justin Krueger (SC Bern)
7 Korbinian Holzer (Toronto Marlies)
20 Robert Dietrich (Adler Mannheim)
27 Kevin Lavallee (EHC München)
48 Franz Hördler (Eisbären Berlin)
77 Nikolai Goc (Adler Mannheim)
90 Constantin Braun (Eisbären Berlin)
Stürmer:
16 Michael Wolf (Iserlohn Roosters)
18 Kai Hospelt (Grizzly Adams Wolfsburg)
21 John Tripp (Kölner Haie)
24 André Rankel (Eisbären Berlin)
25 Marcel Müller (Toronto Marlies)
26 Daniel Kreutzer (Düsseldorfer EG Metro Stars)
29 Alexander Barta (Hamburg Freezers)
37 Patrick Reimer (Düsseldorfer EG Metro Stars)
39 Thomas Greilinger (ERC Ingolstadt)
47 Christoph Ullmann (Kölner Haie)
55 Felix Schütz (ERC Ingolstadt)
87 Philip Gogulla (Kölner Haie)
Morgen um 16.15 Uhr trifft die DEB-Auswahl auf Russland. Derzeit wurden 19 Feldspieler und zwei Torhüter beim Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) gemeldet. Die fünf verbleibenden Spieler halten sich dennoch weiterhin in Bratislava auf, um auf Verletzungen entsprechend reagiern zu können.
Bei den Standby-Spielern handelt es sich um Torhüter Jochen Reimer, die Verteidiger Dennis Reul und Christopher Fischer sowie die Stürmer Frank Mauer und Marcus Kink.
Die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft
Freitag, 29.04.2011, 16.15 Uhr: Deutschland - Russland
Sonntag, 01.05.2011, 20.15 Uhr: Slowakei - Deutschland
Dienstag, 03.05.2011, 16.15 Uhr: Slowenien - Deutschland