Eisschnelllauf: Beckert gewinnt
ihr erstes Weltcuprennen über 5000m
Stephanie Beckert hat beim Langstrecken-Weltcup in Hamar
ihren ersten Weltcupsieg über die 5000m Strecke
errungen. Im Wettbewerb konnten die deutschen
Mannschaften dagegen nicht an die guten Leistungen aus
Berlin anknüpfen.
Beckert souverän
Nach 6:59,18min blieb die Uhr für Stephanie Beckert beim
Weltcuprennen über 5000m in Hamar stehen. Das reichte
der zweimaligen Olympiazweiten von Vancouver nicht nur
zum ersten Sieg über diese Strecke, sondern sie war
damit auch die einzige, die unter der sieben Minute
Grenze blieb. Zweite wurde Olympiasiegerin Martina
Sablikova vor der Japanerin Eriko Ishino. Die zweite
deutsche Starterin in der A-Gruppe, Jennifer Bay, kam im
Zwölferfeld auf den elften Rang. Stark präsentierte sich
Katrin Mattscherodt, die in der B-Gruppe zweite wurde.
Ihre Zeit hätte zu Platz fünf im A-Rennen gereicht. Im
Langstreckenrennen der Herren über 10.000m war der
Niederländer Bob de Jong in 13:05,83min erfolgreich. Die
weiteren Podestränge sicherten sich der Russe Ivan
Skobrev und Jorrit Bergsma aus den Niederlanden. Der
Sieger der B-Gruppe, Shane Dobbin aus Neuseeland, hätte
im A-Feld einen starken vierten Platz erreicht. Patrick
Beckert (Deutschland), Roger Schneider (Schweiz) und
Marco Weber (Deutschland) kamen in diesem B-Lauf auf die
Positionen fünf bis sieben.
USA und Kanada siegen in Teamverfolgung
Ohne ihre Vorzeigeathletin Beckert, die auf einen Start
verzichtete, waren die deutschen Damen in der
Teamverfolgung diesmal chancenlos. Für Jennifer Bay,
Katrin Mattscherodt und Isabell Ost blieb am Ende der
fünfte Platz. Die in Berlin noch gestürzten
Kanadierinnen feierten einen ungefährdeten Triumph und
verwiesen in 3:00,90min die Russinen mit fast drei
Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Position drei sicherte
sich das Team aus den Niederlanden. Bei dne Männern
siegte die USA vor Kanada und Norwegen. Das deutsche
Team kam nicht über einen schwachen elften Rang hinaus.
Knappe 1500m Rennen
Hart umkämpft waren beide Wettbewerbe über die 1500m.
Bei den Herren siegte Trevor Marsicano (USA) in
1:45,54min knapp vor Simon Kuipers aus den Niederlanden
und Shani Davis (ebenfalls USA). Bei den Damen trennten
Siegerin Christine Nesbitt aus Kanada (1:58,00min) und
die zweitplatzierte Niederländerin Marrit Leenstra
gerade einmal drei Hundertstel. Dritte wurde mit
Brittany Schussler eine weitere kanadische Starterin.
Als beste deutsche Läuferin belegte Isabell Ost Position
13.
Race of Champions 2010
Ergebnisse: Vettel und Schumacher verpassen Einzelsieg
Was
gestern so gut begann wurde leider heute nichts. Gestern
konnten die beiden Formel 1 Piloten Michael Schumacher
und Sebastian Vettel in Düsseldorf ihr Können zeigen und
schafften es am Ende den Titel im Nationen Cup nach
Deutschland zu holen. Wir hatten bereits darüber
berichtet. Nun war heute das Einzel Rennen an der Reihe
und leider hat es auch in diesem Jahr nicht mit einem
Erfolg eines deutschen Fahrers geklappt. Kommen wir nun
zu den Ergebnisse im Einzelwettbewerb des RoC 2010, denn
soeben ging die Veranstaltung in Düsseldorf zu Ende.
Vettel besiegte Schumacher
Sebastian Vettel ist es nicht nur gelungen in der
letzten Formel 1 Saison Schumacher immer hinter sich zu
lassen, sondern auch heute beim Race of Champions. Dort
hat er nach einem packenden Viertelfinale am Ende die
Nase vorne und Schumacher musste sich verabschieden.
Vettel war damit im Halbfinale des Wettbewerbes
angekommen. Vettel musst dann im Halbfinale gegen den
bisher eher unbekannten Filipe Albuquerque antreten und
schaffte es leider nicht dort zu gewinnen. Somit ist
auch er beim Race of Champions in der Einzelwertung
nicht erfolgreich.
Filipe Albuquerque gewinnt im Finale gegen Sebastien
Loeb
Das packende Finale hat ebenso der 25 jährige Portugiese
gewonnen. Er konnte den Rallye-Rekordweltmeister
Sebastien Loeb bezwingen. Ein großer Erfolg für den
A1GP-Serie und GP2 Serien Fahrer. Damit wird sicherlich
seine Berühmtheit enorm steigen. Am Ende darf man auf
einen erfolgreichen Wettbewerb mit jede Menge schönen
Bilder und Szene in Düsseldorf zurück schauen. Natürlich
gibt es sicherlich auch bald die ersten Videos im
Internet zu finden. Vor allem der Unfall von
Formel-1-Pilot Heikki Kovalainen hat die Zuschauer
erschreckt. Gut, dass bei ihm und seiner Passagierin
alles gut gegangen ist. Alle Infos zum Race of Champions >>>
Skispringen Weltcup in Kuusamo: Österreich mit
Doppelsieg zum Weltcupauftakt
Es bleibt mehr oder weniger alles beim Alten. Die
Österreicher dominieren nach Belieben, und ein Schweizer
mischt sich darunter. So kann man das Ergebnis vom
ersten Einzelspringen der Saison im finnischen Kuusamo
recht kurz zusammenfassen. Heute sprang der Tiroler
Andreas Kofler am besten von allen. Mit Sprüngen auf
145, 5 und 143,5 m, gewann der 26-jährige vom SV
Innsbruck-Bergisl vor seinem Landsmann Thomas
Morgenstern, und eben Simon Ammann.
Kofler und Morgenstern schon in Spitzenform
In einem für finnische Verhältnisse äußerst fairen
Wettkampf, zeigte sich sehr schnell wo die Reise
hingehen sollte. Schon im gestrigen Mannschaftsspringen
deutete sich an, dass trotz der starken Norweger heute
der Sieg höchstwahrscheinlich zwischen Andreas Kofler
und Thomas Morgenstern ausgemacht werden würde. Der
drittplazierte Simon Ammann, hatte schon über 20 Punkte
Rückstand auf den Sieger. Trotzdem dürfte der Dominator
der vergangenen Saison alles andere als unzufrieden
sein. Denn einer seiner potentiellen Konkurrenten um den
Titel des Gesamt-Weltcups, der Tiroler Gregor
Schlierenzauer, verpatzte nach einem starken ersten
Sprung auf 141,5 m, seinen zweiten Sprung völlig, und
musste sich nach nur 121,5 m mit Rang 14 zufrieden
geben.
Norweger und Finnen stark - aber auch zwei
Disqualifikationen
Wesentlich besser machten es da wieder die Norweger.
Insbesondere Johan-Remen Evensen, konnte heute mit Rang
4 überzeugen. Tom Hilde auf Rang 7, und Anders Jacobsen
auf Rang 10, rundeten das sehr gute Ergebnis der
Norweger ab. Lediglich Anders Bardal und erneut
Björn-Einar Romören, blieben mit Platzierungen im
Mittelfeld etwas hinter den Erwartungen zurück. Einen
ebenfalls sehr guten Wettkampf lieferten heute auch die
Finnen bei ihrem Heimspringen. Routinier Matti
Hautamaeki belegte in der Endabrechnung Rang 5, direkt
gefolgt von Ville Larinto auf Platz 6. Dennoch wurde das
gute Abschneiden der Finnen heute durch zwei
Disqualifikationen arg getrübt. Janne Ahonen verpasste
in der Qualifikation die Grünphase der Ampel, und wurde
somit wegen eines Spätstarts aus der Wertung genommen.
Was man noch als Unglücklich bezeichnen kann, gilt
jedoch nicht für seinen Landsmann Harri Olli. Der schon
mehrfach durch negatives Verhalten aufgefallene
Mathestudent, zeigte nach einem völlig misslungenen
Sprung ebenfalls in der Qualifikation, den Stinkefinger.
Aufgrund dieser Unsportlichkeit, ist der Finne auch beim
kommenden Heimspringen in Kuopio am Mittwoch, gesperrt
worden.
Polen noch auf der Suche nach dem Erfolg - Deutsche
weiter schwach
Wie schon gestern beim Teamwettkampf angedeutet, sind
die Polen noch nicht wieder in der Form des Sommers.
Heue musste nämlich erneut Adam Malysz die Kohlen für
die Osteuropäer aus dem Feuer holen. Und auch Malysz
dürfte sich mehr als nur Rang 9 ausgerechnet haben.
Schlimmer erging es da sogar seinem aufstrebenden
Landsmann Kamil Stoch, der es noch nicht einmal in den
zweiten Durchgang schaffte. Und ebenfalls wieder
enttäuschend verlief der Wettkampf für die DSV-Adler.
Nach einem schwachen 7 Platz gestern, erreichten nur
Michael Neumayer und Severin Freund das Finale der
besten 30. Rang 21 für Neumayer, und Platz 30 für
Severin Freund, waren die Ausbeute des heutigen Tages.
Martin Schmitt und Maximilian Mechler scheiterten im
ersten Durchgang, Michael Uhrmann und Pascal Bodmer
konnten sich für den Wettkampf erst gar nicht
qualifizieren. Auch die beiden anderen Schweizer Andreas
Küttel und Marco Grigoli, sahen den zweiten Durchgang
nicht.
Weiter geht es für den Weltcup-Tross schon am kommenden
Dienstag mit der Qualifikation im etwas weiter südlich
gelegenen Kuopio, wo am Mittwoch schon das zweite
Einzelspringen der Saison ansteht.
Ergebnis - Team -
K120
Punkte
1.
Andreas Kofler
331,2
2.
Thomas Morgenstern
328,3
3.
Simon Ammann
310,1
21
Michael Neumayer
265,7
30
Severin Freund
232,8
Maximilian
Mechler
nicht qualifiziert
2.
Durchg.
Martin Schmitt
nicht qualifiziert
2.
Durchg.
Michael Uhrmann
nicht qualifiziert
1.
Durchg.
Olympiasieger Hüfner und Loch glänzen
Angeführt von ihrem Olympiasiegern Tatjana Hüfner und
Felix Loch haben die deutschen Rennrodler einen
glänzenden Start beim Weltcup-Auftakt in den WM-Winter
gefeiert. Ihre Vormachtstellung demonstrierten die
deutschen Rodler auch zum Abschluss in der Teamstaffel.
Deutsches Team gewinnt Staffel
Die deutschen Rodler haben einen gelungenen Abschluss
des Weltcup-Wochenendes im österreichischen Igls
gefeiert. Olympiasiegerin Tatjana Hüfner, Andi Langenhan
und die Doppelsitzer Tobias WendlTobias Arlt sicherten
sich am Sonntag den Sieg in der ersten Team-Staffel der
Saison. Hinter den deutschen Kufen-Assen belegten Kanada
und Italien die weiteren Podestplätze. Damit konnten die
deutschen Rodler beim Start in den WM-Winter gleich drei
Siege feiern. Vor der Staffel hatten bereits Hüfner und
Olympiasieger Felix Loch die Rennen bei den Einsitzern
gewonnen.
Ergebnis - Mannschaft -
Staffel
Zeit
1.
Deutschland
2:09.519
Tatjana Hüfner
Andi Langenhan
Tobias Wendl
Tobias Arlt
2.
Kanada
+0.821
Alex Gough
Sam Edney
Tristan Walker
Justin Snith
3.
Italien
+0.912
Sandra Gasparini
Armin Zöggeler
Christian Oberstolz
Patrick Gruber
Felix Loch zeigte einen perfekten Weltcup-Start.
Der 21-Jährige Loch aus Berchtesgaden gewann mit
hauchdünnem Vorsprung von 0,046 Sekunden vor Teamkollege
David Möller (Sonneberg), der das Rennen im zweiten Lauf
mit einem Bahnrekord (50,185 Sekunden) noch einmal
spannend machte. "Ich bin riesig zufrieden, besser hätte
die Saison nach meinen Hüftproblemen während der
Vorbereitung nicht beginnen können", sagte Loch.
Auch der wie schon bei Olympia von Loch geschlagene
Möller war mehr als zufrieden: "Ich kann mich auch als
Sieger betrachten, denn der Rückstand auf Felix ist
kleiner geworden." Dritter wurde der zweimalige
Olympiasieger Armin Zöggeler (Italien). In dieser
Reihenfolge waren die drei Athleten auch bei den
Winterspielen in Whistler vor neun Monaten ins Ziel
gefahren.
Mit dem zweiten Weltcupsieg seiner Karriere kam
Weltmeister Loch seinem anvisierten Ziel vom ersten
Gesamtsieg im Viessmann Weltcup einen Schritt näher.
Langenhan landete auf Platz fünf. Jan Eichhorn (Oberhof)
wurde Siebter, Johannes Ludwig (Oberhof) belegte den 23.
Rang.
Ergebnis - Einsitzer
Zeit
1.
Felix Loch
1:40.398
2.
David Möller
1:40.444
3.
Armin Zöggeler
1:40.560
5.
Andi Langenhan
1:40.752
7.
Jan Eichhorn
1:40.841
23.
Johannes Ludwig
1:41.517
Olympiasieger Steven Holcomb gewinnt erneut in
Whistler im Viererbob – Deutsches Trio direkt dahinter
In der Nacht auf Heute wurde im kanadischen Whistler der
Viererbobwettbewerb zum Abschuss der dortigen
Weltcupwoche ausgetragen. Wie schon im olympischen
Vierer-Rennen waren die US-Boys mit Pilot Steve Holcomb
und ihrem Bo-Dyn Schlitten am schnellsten Unterwegs. Die
drei deutschen Bobs machten den Amerikaner aber das
Leben noch schwer und platzierten sich in der
Reihenfolge Maximilan Arndt, Manuel Machata und Karl
Agerer knapp hinter Holcomb auf den Plätzen zwei bis
vier. Die Schweizer nahmen nach einem Trainingssturz
nicht am Viererwettbewerb teil.
Erster Durchgang mit geringen Abständen
Im Ersten Durchgang blieben acht der zwölf Teams
innerhalb von 32 Hundertstel Sekunden. Am schnellsten
waren die US-Boys um Steven Holcomb, die vor gut sieben
Monate auf der gleichen Bahn schon zu Olympiagold
fuhren. Ihnen dicht im Nacken sassen aber gleich alle
drei deutschen Bobs mit Manuel Machata an der Spitze,
der nur 0.06 Sekunden auf die Nordamerikaner verlor. Den
dritten Rang teilten sich mit je 0.11 Sekunden Rückstand
die anderen beiden deutschen Bobs von Karl Angerer und
Maximilian Arndt. Aber auch die beiden Russischen
Schlitten von Aexandr Zubkov und Alexander Kasjanov
lagen noch in Schlagdistanz. Der Schweizer Gregor
Baumann konnte nach einem Trainingssturz im grossen
Schlitten nicht an den Start gehen, alle Teammitglieder
blieben aber ohne ernsthafte Blessuren. Unter den
verbliebenen zwölf Bobs gab es aber auch wieder eine
Crew, die den Bob nicht auf den Kufen halten konnte. Der
Kanadier Alex Torbert legte den Schlitten im letzten
Abschnitt auf die Seite und trat danach nicht mehr zum
zweiten Durchgang an.
Holcomb verteidigt die Führung
Auf den Plätzen elf bis acht gab es im zweiten Durchgang
keine Veränderungen mehr. Erst der Kanadier Lyndon Rush
konnte seinen weiten Lauf zu einer Verbesserung nutzen
und sich an Alexander Kasjanov vorbei auf Platz 6
schieben. Als nächstes war Russland 1 mit Alexandr
Zubkov am Start und übernahm die Führung mit einer
soliden Fahrt. Karl Angerer verteidigte seinen knappen
Vorsprung vor Zubkov, doch sein junger Teamkollege
Maximilian Arndt erwischte einen super Start und stellte
die Startbestzeit von Holcomb aus Durchgang eins ein.
Mit einer sauberen Fahrt setzte er sich an die Spitze
und auch Manuel Machata, der Sieger des
Zweierwettbewerbs, konnte sich nur auf Rag zwei setzen.
Doch die Nordamerikaner schlugen zurück und starteten
noch mal schneller als im ersten Durchgang. Steven
Holcomb lekte den Schlitten anschliessend sauber durch
die Bahn du fuhr zu eier erneuten Laufbestzeit und damit
zum Sieg im Vierer.
Im Gesamtweltcup führen jetzt die drei deutschen Piloten
vor Steven Holcomb und Lyndon Rush. Gregor Baumann ist
elfter, nachdem er ja nur ein Rennen bestritt.
Ergebnis - Viererbob
Zeit
1.
Steven Holcomb
1:42.84
Curtis Tomasevicz
Steve Langton
Justin Olsen
2.
Martin Putze
1:43.01
Alexander Roediger
Peter Tiefert
Maximilian Arndt
3.
Michail Makarow
1:43.05
Manuel Machata
Andreas Bredau
Christian Poser
4.
Karl Angerer
1:43.12
Gregor Bermbach
Alex Mann
Francesco Friedrich
Heimsieg: Deutschland gewinnt
den Nationencup!
Sebastian
Vettel und Michael Schumacher verteidigen den
Nationencup beim Race of Champions: Spannendes Finale
gegen Großbritannien
Und wieder Deutschland - Düsseldorf bebt! Sebastian
Vettel und Michael Schumacher haben den vierten Sieg in
Folge im Nationencup des Race of Champions (RoC)
eingefahren. In einem spannenden Finale setzten sich die
prominenten Lokalmatadoren gegen Andy Priaulx und Jason
Plato (Team Großbritannien) durch. Dabei wurde
Schumacher zum großen Matchwinner des Abends.
Der Rekordchampion erwischte einen perfekten Auftakt in
die entscheidenden Rennen. Schumacher riss die Zuschauer
mit einem sensationell deutlichen Sieg gegen Jason Plato
von den Sitzen - 1:0 für die deutsche Mannschaft.
Tourenwagen-Ass Priaulx konnte sich wenige Augenblicke
später allerdings knapp gegen Vettel durchsetzen. Der
WTCC-Pilot gilt nach starken Auftritten am Samstag als
heißer Kandidat für den Titel am Sonntag.
Aber der Weg wird im Race of Champions nur über
Schumacher führen. Unter gewaltigem Erfolgsdruck
zauberte der 41-Jährige einen sensationell spannenden
Lauf gegen Priaulx auf die 600 Meter lange Bahn. Über
weite Strecken lagen die beiden absolut gleichauf, doch
im Ziel hatte Schumacher die Nase knapp vorn - tosender
Jubel bei den Fans.
"Grandiose Atmosphäre. So haben wir das noch nie
erlebt", jubelt Schumacher. "Toll, dass Michael es so
rausgerissen hat", freut sich Vettel. "Vor allem hier
vor der heimischen Kulisse ist das der Hammer."
Schumacher nahm den neuen Formel-1-Weltmeister auf dem
Trittbrett eines RoC-Buggies mit auf die Ehrenrunde,
anschließend gab es den Pokal und Siegerkappen mit vier
Sternen - für vier Siege.
Für
die Deutschen war es bereits in der Vorrunde extrem eng
geworden. Vettel und Schumacher setzten sich nur knapp
gegen die USA (Travis Pastrana/Carl Edwards) und das
All-Star-Team um Mick Doohan und Tanner Foust durch.
"Jetzt haben wir uns warm gefahren. Wir wachen jetzt
auf", versprach Schumacher nach der Zitterpartie. Vettel
fügte hinzu: "Das darf man als eine Art Kampfansage
verstehen."
Unter dem lautstarken Jubel der rund 40.000 Fans in
Düsseldorf bezwang das deutsche Duo die in der Vorrunde
bärenstarken Bertrand Baguette und Jeroen Bleekemolen
(Team Benelux). Die Piloten aus den Niederlanden und
Belgien hatten sich in den ersten Rennen keine Blöße
gegeben, aber im Halbfinale nicht den Hauch einer
Chance.
"Jetzt wird es schwer. Aber bisher läuft es gut. Wenn es
so weiter geht, dann können wir vielleicht
weiterkommen", meinte Bleekemolen vor den
Semifinalrennen. Später musste der Porsche-Spezialist
einsehen, dass gegen Vettel und Schumacher kein Kraut
gewachsen war. In der anderen Vorrunden-Gruppe hatte
sich Frankreich knapp ins Halbfinale gezittert.
"Ich muss ich etwas üben, aber ich werde immer
schneller", meinte der viermalige Formel-1-Weltmeister,
der sich anfangs wirklich schwer tat. Später konnten
Sébastien Loeb und Prost doch noch das Team Nordic (Heikki
Kovalainen/Tom Kristensen) und die Mannschaft von
Portugal (Filipe Albuquerque/Álvaro Parente) hinter sich
lassen. Doch im Halbfinale mussten sich die Franzosen
Großbritannien geschlagen geben
Kleine, aber feine Randnotizen: RoC-Mitorganisatorin
Michelle Mouton sorgte unfreiwillig für viel Lachen und
reichlich Sprüche ("Frauen am Steuer..."). Die Französin
legte bei Demorunden einen wunderschönen Gruppe-B-Audi
aufs Dach. Schumacher und Vettel zauberten bei ihrem
abendlichen Auftritt im 'ZDF'-Sportstudio mit dem Ball
und zeigten hervorragende Fußballerqualitäten.
Ski Alpin Weltcup Lake Louise: Grünenfelder feiert
ersten Weltcupsieg
Tobias Grünenfelder hat beim Super G in Lake Louise
seinen ersten Weltcupsieg gefeiert. Der Schweizer siegte
vor seinem Teamkollegen Carlo Janka sowie dem
Österreicher Romed Baumann. Stephan Keppler kam als
bester Deutscher auf Rang 26.
Grünenfelder mit Startnummer 8 zum Sieg
Einen Tag nach seinem 33. Geburtstag hat sich Tobias
Grünenfelder beim Super G von Lake Louise selbst das
beste Geschenk gemacht. Der Schweizer feierte in seinem
180. Weltcuprennen den ersten Sieg. Mit Startnummer 8
ins Rennen gegangen, zauberte Grünenfelder eine Zeit in
den Schnee, die keine der folgenden Starter mehr
unterbieten sollten. In 1:32,31 Minuten lag der
Schweizer am Ende 0,07 Sekunden vor seinem Teamkollegen
Carlo Janka, der bis zur letzten Zwischenzeit knapp in
Führung gelegen hatte. Den dritten Podestrang des Tages
sicherte sich der Österreicher Romed Baumann mit 0,27
Sekunden Rückstand. Er war damit 0,02 Sekunden schneller
als sein Mannschaftskollege Mario Scheiber. Für Baumann
war es das mit Abstand beste Super-G-Resultat auf
Weltcupebene.
Starkes Schweizer Team
Grünenfelder und Janka waren am heutigen Tage die Vorhut
einer sehr starken Mannschaft. Didier Cuche belegte mit
0,36 Sekunden Rückstand den fünften Rang, und auch
Silvan Zurbriggen und Patrick Küng konnten sich als
Neunter bzw. Zehnter unter den Top Ten platzieren. Die
Österreicher konnten hingegen nicht ganz an den Erfolg
des Vortages anknüpfen, als sie in der Abfahrt einen
Dooppelsig gefeiert hatten. Mit Baumann, Scheiber und
Benjamin Raich, der Rang acht belegte, kamen aber
immerhin noch drei Athleten unter die besten Zehn. Auch
Klaus Kröll (11.), Georg Streitberger (14.),
Vortagessieger Michael Walchhofer (18.), Joachim Puchner
(21.) und Hannes Reichelt (23.) konnten noch
Weltcuppunkte sammeln. Einziger der DSV-Starter in den
Weltcuprängen war Stephan Keppler als 26.
Ergebnis - Super-G
Zeit
1.
Tobias Grünenfelder
1:32.31
2.
Carlo Janka
1:32.38
3.
Romed Baumann
1:32.58
26.
Stephan Keppler
1:33.83
40.
Tobias Stechert
1:34.76
Ski Alpin Weltcup in Aspen: Pietilä-Holmer siegt
erstmals, Maria Riesch auf dem Podest
Die Schwedin Maria Pietilä-Holmner hat den Slalom von
Aspen gewonnen und dabei ihren ersten Weltcupsieg
gefeiert. Sie verwies mit zweimaliger Laufbestzeit
Olympiasiegerin Maria Riesch auf den zweiten Rang. Die
Finnin Tanja Poutiainen wurde Tagesdritte. Nicole Hosp
belegte als beste öSV-Dame Rang fünf, aus Schweizer
Sicht überraschte Wendy Holdener als 18.
Pietilä-Holmner mit Laufbestzeiten zum Erfolg
Mari Pietilä-Holmner hatte bereits zur Halbzeit des
zweiten Saisonslaloms in Führung gelegen, wenngleich ihr
Vorsprung auf Nicole Hosp und Tina Maze auf Rang zwei
und drei nur gering war. Auch Tanja Poutiainen lag als
Vierte noch in direkter Schlagdistanz zur Schwedin.
Weniger gut erging es im ersten Lauf hingegen
Levi-Siegerin Marlies Schild: Sie fädelte bereits beim
ersten Tor ein und schied ebenso aus Christina Geiger,
Manuela Mölgg oder Michaela Kirchgasser. Im zweiten Lauf
brachte die 24-jährige Pietilä-Holmner ihren Vorsprung
bei einsetzendem Schneefall souverän ins Ziel. Im Ziel
lag sie in 1:46,19 Minuten deutliche 0,68 Sekunden vor
Maria Riesch. Die wiederum verbesserte sich mit einem
ebenfalls starken zweiten Lauf im Finale um fünf Ränge
und wurde wie schon in Levi Zweite. Dahinter wiederholte
auch Tanja Poutiainen ihre Levi-Platzierung und sicherte
sich vor der überraschend stark auffahrenden Slowakin
Veronika Zuzulova mit 0,93 Sekunden Rückstand Rang drei.
Riesch übernahm mit ihrem zweiten Rang sowohl die
Führung im Slalom- als auch im Gesamtweltcup.
Holdener überrascht
Nach dem Ausfall von Marlies Schild sorgte Nicole Hosp
als Tagesfünfte für das beste österreichische Resultat.
Außer ihr punkteten zudem Elisabeth Görgl (17.) und
Alexandra Daum (21.). Nicht so stark wie gewohnt
präsentierte sich das DSV-Team. Maria Riesch war einzige
Fahrerin in den Top Ten. Mit Fanny Chmelar (11.),
Kathrin Hölzl (13.), Katharina Dürr (20.) und Barbara
Wirth (27.) kamen immerhin vier weitere Athletinnen
unter die Top 30. Die Schweizer Skifans konnten sich
über den Auftritt der erst 17-jährigen Wendy Holdener
freuen. Mit Startnummer 50 gelang ihr die Qualifikation
für den zweiten Durchgang, wo sie mit einem couragiertn
Lauf einige Plätze gutmachte und letztlich 18. wurde.
Auch Denise Feierabend konnte als 21. punkten.
Ergebnis
- Slalom
Zeit
1.
Maria Pietilä-Holmner
1:46.19
2.
Maria Riesch
1:46.87
3.
Tanja Poutiainen
1:47.12
11.
Fanny Chmelar
1:47.85
13.
Kathrin Hölzl
1:48.66
20.
Katharina Dürr
1:50.15
27.
Barbara Wirth
1:50.94
Ski Alpin Weltcup in Aspen: Worley gewinnt
Hundertstelkrimi, Rebensburg und Hölzl auf dem Podest
Tessa Worley hat beim Riesenslalom von Aspen ihren
dritten Weltcupsieg gefeiert. Die Französin verwies
dabei das deutsche Duo Viktoria Rebensburg und Kathrin
Hölzl denkbar knapp auf die Plätze. Elisabeth Görgl kam
als beste Österreicherin auf Rang vier, Lara Gut belegte
als beste Schweizerin Position 13.
Worley entscheidet Hunderstel-Krimi für sich
Bereits nach dem ersten Durchgang deutete sich an, dass
es im Finale durchaus knapp zugehen könnte. Insgesamt
platzierten sich 14 Fahrerinnen binnen einer Sekunde
Rückstand auf die Führende Viktoria Rebensburg, Julia
Mancuso und Tanja Poutianen hatten als Zweite und Dritte
nur 0,03 bzw. 0,07 Sekunden Rückstand auf Platz. Im
zweiten Durchgang bot sich dann aber zunächst ein völlig
gegenteiliges Bild: Die Österreicherin Margret Altacher,
die sich als 28. nur knapp für das Finale qualifiziert
hatte, zeigte einen couragierten Lauf, mit dem sie lange
klar in Führung lag und erst von Teamkollegin Nicole
Hosp von der Spitze verdrängt werden konnte. Unmittelbar
nach Hosp ging Weltmeisterin Kathrin Hölzl ins Rennen,
die zur Halbzeit nur auf Rang 15 gelegen hatte. Im
Finale spielte sie dann aber ihre ganze Klasse aus und
ging mit der zweitbesten Laufzeit - schneller war nur
Altacher - ihrerseits klar in Führung. Hölzl Zeit konnte
in der Folge erst von Tessa Worley, Achte zur Halbzeit,
unterboten werden. Die Aspen-Siegerin von 2008 lieferte
sich mit Hölzl ein Kopf-an-Kopf-Rennen und war im Ziel
0,02 Sekunden schneller als die Deutsche. Die folgenden
sechs Fahrerinnen kamen nicht an Worleys Zeit heran,
sodass sich der Tagessied schließlich zwischen der
Französin und Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg
entschied. Rebensburg fuhr auf dem stark drehenden Kurs
auch im Finale stark, musste sich Worley aber
schließlich um die Winzigkeit von 0,01 Sekunden
geschlagen geben. Damit verteidigte sie ihre Führung im
Disziplinweltcup und liegt nun - zumindest für eine
Nacht - auch im Gesamtweltcup in Front.
Österreicherinnen überzeugen mannschaftlich
Die Österreicherinnen zeigten in Abwesenheit von Kathrin
Zettel im US-Bundesstaat Colorado in mannschaftlich
guter Form. Elisabeth Görgl belegte mit 0,06 Sekunden
Rückstand auf die Tagessiegerin den vierten Rang, Andrea
Fischbacher und Nicole Hosp überzeugten als Sechste und
Siebte. Margret Altacher erreichte als Zwölfte ihr
bestes Weltcupergebnis und auch Stefanie Köhle und
Michaela Kirchgasser holten als 22. bzw. 23. noch
Weltcuppunkte. Marlies Schild und Eva-Maria Brem
schieden bei ihren Riesenslalomcomebacks im Finale aus.
Beste Schweizerin war Lara Gut: sie verlor im Finale
zwar ein paar Plätze, erreichte mit Platz 13 aber das
beste Weltcupresultat nach ihrer Verletzung. Fabienne
Suter kam im zweiten Durchgang nicht ins Ziel. Auch das
deutsche Team konnte trotz des verlorenen
Hunderstelsduell zufrieden sein. Maria Riesch sammelte
als Neunte ebenso Weltcuppunkte für Lena Dürr als 17.
Pech hatte hingegen Susanne Riesch: Zwar qualifzierte
sie sich erstmals für das Finale in einem Riesenslalom,
kam dort aber nach wenigen Toren zu Fall. Auch die
sechste DSV-Fahrerin hatte das Glück nicht auf ihrer
Seite: Carolin Fernsebner stürzte im ersten Durchgang
und zog sich dabei ersten Erkenntnissen nach erneut eine
Knieverletzung zu.
Langlauf Weltcup in Kuusamo: Cologna übernimmt das
Kommando - Deutsches Team geschlossen
Dario Cologna hat das 10 Kilometerrennen im klassischen
Stil für sich entschieden. Der Olympiasieger begann
offensiv und verteidigte den Vorsprung auf die stärksten
Konkurrenten. Platz zwei ging an Alexander Legkov mit
6,7 Sekunden Rückstand. Daniel Rickardsson erreichte
unterdessen genau wie Cologna seinen zweiten
Podiumsplatz im zweiten Distanzrennen der Saison. Die
DSV-Starter erreichten ein starkes Mannschaftsergebnis.
Axel Teichmann war auf Rang fünf der beste Athlet der
Behle-Buben.
Angerer und Bauer prägen die Anfangsphase
Bereits mit den Startnummern 22 und 26 waren zwei
Galionsfiguren der letzten Jahre ins Rennen gegangen.
Lukas Bauer setzte jeweils die erste ernstzunehmende
Richtzeit, wurde jedoch stets von Tobi Angerer
gekontert. Der Vachendorfer hatte im Ziel einen
Vorsprung auf den Tschechen von 3,8 Sekunden. Am Ende
kamen die beiden auf die Positionen 21 und 23. Für
Angerer war es eine halbe Treppenstufe nach oben auf dem
Weg zur Topform.
Filbrich übernimmt vor Freeman die Spitze
Der US-Boy Kris Freeman, derzeit in toller Frühform,
verbesserte die schnellste Zeit deutlich. Bei Kilometer
6,7 hatte er nach verhaltenem Start die Führung
übernommen und bis ins Ziel ausgiebig vergrößert. 23
Sekunden Vorsprung signalisierte die Ergebnistafel im
Ziel. Jens Filbrich, der schnell begonnen hatte, verlor
ab Kilometer fünf stetig an Zeit auf den WM-Vierten von
Liberec. Trotzdem hielt er drei Zehntel Vorsprung auf
Freeman nach 10 Kilometern und konnte mit Platz sechs in
der Endabrechnung sehr zufrieden sein. Unterdessen waren
auch Teichmann, Rönning und Cologna ins Rennen gegangen.
Der Schweizer machte sofort klar, dass der Sieg nur über
ihn gehen würde.
Jönsson mit Zwischenbestzeiten
Nicht etwa Skatingspezilist Macus Hellner (12.) machte
dem Schweizer diesmal das Leben schwer, sondern
ausgerechnet Sprintspezialist Emil Jönsson. Dieser hatte
bis Kilometer fünf alle Bestzeiten inne. Auf dem zweiten
Teilstück fiel er dann erwartungsgemäß etwas zurück,
verlor am Ende knapp 25 Sekunden auf den späteren Sieger
und wurde Achter.
Cologna hält Legkov in Schacht
Cologna baute seinen Vorsprung auf Jönsson aus, verlor
aber nun an Zeit auf den starken Russen Legkov.
Allerdings genügte das Polster am Ende doch, sodass dem
ersten Saisonsieg nichts mehr im Wege stand. Erneut
stark präsentierte sich Daniel Rickardsson, den wir
bereits beim Auftakt in Gällivare den dritten Platz
errang. Dahinter erreichte der beste norwegische
Klassiker Eldar Rönning Position vier. Bester Deutscher
war Axel Teichmann, der als Fünfter noch an Jens
Filbrich vorbeizog und ein kosntantes Rennen anbieten
konnte. Ebenfalls erfreulich war der zehnte Rang von
Franz Göring, der nach langer Verletzungspause wieder
Fuß fassen konnte. Tim Tscharnke (15.) rundete als
vierter DSV-Starter unter den ersten 15 das gute
Mannschaftsergebnis ab und sicherte sich die
Qualifikation für Oslo.
Jönsson vorn - Cologna und Legkov mit den besten
Karten
In der Gesamtwertung übernahm Jönsson dank der starken
Vorstellung die Führung vor Poltoranin. Cologna hat mit
neun Sekunden Rückstand vor dem Handicapstart beste
Aussichten, die Mini-Tour für sich zu entscheiden. Auch
der Russe Alexander Legkov sollte mit 24 Sekunden auf
Jönsson noch ein Wörtchen um den Sieg mitreden können.
Axel Teichmann geht als Neunter mit knapp 37 Sekunden
Rückstand an den Start.
Ergebnis -10km klassisch
Zeit
1.
Dario Cologna
23:24.8
2.
Alexander Legkov
+6.7
3.
Daniel Richardsson
+7.5
5.
Axel Teichmann
+18.0
6.
Jens Filbrich
+23.7
15.
Tim Tscharnke
+36.4
21.
Tobias Angerer
+47.0
44.
Philipp Marschall
+1:18.4
58.
Tom Reichelt
+1:28.0
Ski Alpin Weltcup in Lake Louise: Walchhofer siegt
bei der Abfahrt, Scheiber auf Rang zwei
Michael Walchhofer hat in souveräner Manier die erste
Abfahrt der Saison gewonnen. Der Österreicher siegte in
Kanada vor den zeitgleichen Mario Scheiber und Aksel
Lund Svindal. Silvan Zurbriggen kam als bester Schweizer
auf Rang vier.
Walchhofer deutlich voran
Lange Zeit sah es zunächst nach einem Podiumsplatz für
Johan Clarey aus. Nit Startnummer 6 ins Rennen gegangen,
lag der er lange an der Spitze des Feldes. Erst Aksel
Lund Svindal konnte den Franzosen verdrängen. Der
Norweger war nach einem starken Finish 0,18 Sekunden
schneller als Clarey. Am Ende belegte der Franzose einen
immer noch guten fünften Rang. Exakt genauso schnell wie
Svindal war dann unmittelbar danach Mario Scheiber
unterwegs und schob sich zeitgleich auf Rang eins. Dass
es allerdings noch schneller geht, bewies gleich danach
Michael Walchhofer. Der 35-jährige nahm dem Spitzenduo
0,55 Sekunden ab und setzte sich in 1:47,78 Minuten an
die Spitze. Damit meißelte der Österreicher eine Zeit in
den Schnee von Lake Louise, an die keine der folgenden
Fahrer mehr herankommen sollte. Auch Svindal und
Scheiber blieben bis zum Ende auf dem geteilten zweiten
Rang.
Zurbriggen bester Schweizer
Für das beste Schweizer Resultat sorgte überraschend
Silvan Zurbriggen, der mit Startnummer 31 auf Rang vier
fuhr und den zweiten Platz nur um 0,09 Sekunden
verpasste. Unter den Top Ten landeten neben Zurbriggen
auch Carlo Janka (7.), Patrick Küng (10.) und Didier
Cuche, für den es mit Rang neun allerdings nicht wie
gewünscht lief. Ein gutes Resultat konnten Beat Feuz als
18. und Marc Gisin als 20. erzielen. Tobias Grünenfelder
kam auf Rang 28. Drittbester Österreicher wurde Klaus
Kröll als Sechter. Georg Streitberger fuhr mit hoher
Startnumer noch auf Rang 14, Hans Grugger belegte
Position 17. Auch Benjamin Raich und Joachim Puchner
holten als 22. und 25. noch Weltcuppunkte. Dies gelang
auch den beiden DSV-Startern: Andreas Strodl und Stephan
Keppler belegten die Ränge 25 und 29. Das Rennen, das
zunächst bei optimalen äußeren Bedinungen stattfand,
musste nach etwa 40 Startern aufgrund aufkommenden
Nebels für wenige Minuten unterbrochen werden, konnte
nach dieser Pause aber doch fortgesetzt werden.
Ergebnis - Abfahrt
Zeit
1.
Michael Walchhofer
1:47.78
2.
Aksel Lund Svindal
1:48.33
2.
Mario Scheiber
1:48.33
25.
Andreas Strodl
1:50.01
29.
Stephan Keppler
1:50.22
Skispringen Weltcup in Kuusamo: Österreich dominiert
Mannschaftsspringen
Mit einer unglaublichen Geschlossenheit, haben die
Skispringer aus Österreich das erste Mannschaftsspringen
im finnischen Kuusamo gewonnen. Mit insgesamt 1231,4
Punkten, und unheimlichen 68 Punkten Vorsprung vor
Norwegen, setzten die ÖSV-Adler das erste Ausrufezeichen
der Saison. Rang 3, sicherte sich etwas überraschend das
Team aus Japan.
Erneut schwierige Bedingungen sorgen fast wieder für
Abbruch
Nachdem bereits gestern die Qualifikation zum ersten
Einzelspringen am morgigen Sonntag abgebrochen werden
musste, bewegte sich das Mannschaftsspringen auf der
größten Schanze Finnlands heute auch stets am Rande
eines Abbruchs. Ständiger Wechsel von Auf- zu
Rückenwind, plagte wieder einen Großteil der Athleten,
allen voran die Deutschen, welche heute nicht über einen
schwachen Rang 7 hinaus kamen. Aber auch viele andere
Springer wurden heute bei fast irregulären Bedingungen
vom Winde verweht. Ganz anders lief es da für Österreich
und Norwegen. Beide Nationen zeigten heute Leistungen
auf Spitzenniveau. Und zusätzlich hätte es für
Österreich beinahe zu einem neuen Rekord in Sachen
Punktevorsprung auf Rang 2 gereicht.
Österreich wieder wie von einem anderen Stern
Zu keiner Zeit, war der Erfolg der Österreicher
gefährdet. Insbesondere Gregor Schlierenzauer, Thomas
Morgenstern und Andreas Kofler, zeigten sich in
bestechender Frühform. Aber auch ein starker Wolfgang
Loitzl sorgte dafür, dass die Österreicher wohl heute
unschlagbar waren. Doch auch die Zweitplatzierten
Norweger überzeugten mit sehr guten Einzelleistungen.
Insbesondere Anders Jacobsen und Anders Bardal, zeigten
im ersten Durchgang mit Weiten jenseits der 140 m
Fabelsprünge. Da machte es auch nichts aus, dass
Björn-Einar Romören mit zwei kurzen Sprüngen auf jeweils
115 m noch etwas Form vermissen lies. Tom Hilde
stabilisierte mit Sprüngen jenseits der 130 m Marke, das
überzeugende Ergebnis.
Polen noch nicht wieder ganz in der Form des Sommers
Rang 3 ging nach einer recht geschlossenen
Mannschaftsleistung heute nach Japan. In der Besetzung
Tochimoto, Kasai, Takeuchi und Ito, ließen die Athleten
aus Fernost deutlich aufhorchen. Nachdem Daiko Ito den
Sommer-Grandprix für sich entscheiden konnte, könnte
dies für die Japaner ein völlig neuer Rückenwind sein,
der zumindest heute zum Platz auf dem Podest reichte.
Etwas hinter den Erwartungen zurück blieben heute die
Polen. Insbesondere der noch im Spätsommer dominierende
Kamil Stoch, ließ heute die Form von vor knapp 2 Monaten
noch etwas vermissen. So mussten die Polen heute auch
noch den Finnen den Vortritt lassen, die mit
Neuspezialist Koivuranta einen soliden vierten Platz
belegen konnten.
DSV-Skispringer noch weit von gewünschter Form
entfernt
Völlig daneben ging es heute für die DSV-Adler. Schon im
ersten Durchgang kam insbesondere Michael Neumayer mit
dem teilweise starken Rückenwind überhaupt nicht
zurecht. Auch Martin Schmitt, Michael Uhrmann und
Severin Freund, dem nur im ersten Durchgang ein
überzeugender Sprung auf 135,5 m gelang, blieben mit
stellenweise auch technisch äußerst schwachen Sprüngen
hinter allen Erwartungen zurück. Rang 7 war die Quittung
dafür. Auch heute verpassten die Schweizer wieder das
Finale. Trotzdem waren sie nicht so schwach. Denn nicht
nur Andreas Küttel und Simon Ammann zeigten einen
ordentlichen Sprung, sondern auch Marco Grigoli, der mit
123,5 m recht zufrieden sein dürfte. Aber ein 90 Meter
Sprung von Remi Francais, zerstörte alle Hoffnungen auf
das Finale.
Morgen findet dann das erste Einzelspringen der Saison
in Kuusamo statt. Zuvor findet um 9 Uhr MEZ die
abgebrochene Qualifikation vom Freitag statt, bevor der
eigentliche Wettkampf um 13:15 Uhr folgt.
Ergebnis - Team -
K120
Noten/Punkte
1.
Österreich
1231.4
1231.4
Wolfgang Loitzl
1231.4
Andreas Kofler
1231.4
Thomas Morgenstern
1231.4
Gregor Schlierenzauer
1231.4
2.
Norwegen
1163.4
1163.4
Bjørn Einar Romøren
1163.4
Anders Bardal
1163.4
Tom Hilde
1163.4
Anders Jacobsen
1163.4
3.
Japan
1121.3
1121.3
Noriaki Kasai
1121.3
Taku Takeuchi
1121.3
Daiki Ito
1121.3
Shohei Tochimoto
1121.3
7.
Deutschland
905.3
905.3
Martin Schmitt
905.3
Michael Uhrmann
905.3
Michael Neumayer
905.3
Severin Freund
905.3
Weltcup in Kuusamo: Gottwald holt sich mit
überragender Laufleistung zweiten Weltcup
Felix Gottwald hat sich dank eines überragenden 10 km
Langlaufs den zweiten Weltcup am Polarkreis gesichert.
Bei klirrender Kälte verwies der Österreicher Mikko
Kokslien aus Norwegen und Vortagessieger Jason Lamy
Chappuis auf die Plätze.
Lamy Chappuis einmal mehr der Stärkste von der
Schanze
Der Gesamtweltcupsieger des Vorjahres setzte auch beim
zweiten Weltcup der neuen Saison das erste
Ausrufezeichen. Trotz schwieriger Bedingungen gelang dem
Franzosen ein guter Sprung und er verschaffte sich damit
die optimale Ausgangsposition für die anschließenden
zehn Kilometer Langlauf. Dahinter zeigte auch sein
Landsmann Francois Braud eine gute Leistung und
klassierte sich vor einigen Topathleten wie Mario
Stecher oder Eric Frenzel auf Platz zwei. Bester
Österreicher nach dem Sprunglauf war Wilhelm Denifl, der
bereits im Training angedeutet hatte, das ihm die
Schanze entgegenkommt. Die starken Läufer hatten erneut
große Probleme mit der windanfälligen Schanze, außer
Mikko Kokslien, Felix Gottwald und Björn Kircheisen.
Ersterer zeigte einen starken Sprung für seine
Verhältnisse und ging als 21. auf die Langlaufstrecke.
Gottwald und Kircheisen hatten etwas zwei Minuten
Rückstand auf die Spitze, vor allem für den Österreicher
jedoch nicht unerreichbar.
Kokslien und Gottwald machen Sieg untereinander aus –
Lamy erkämpft Podestplatz
Bereits nach der ersten Runde hatte Gottwald rund
vierzig Sekunden auf die Spitze gut gemacht und pflügte
weiter mit Vollgas durch die finnischen Wälder. Vorne
hatte sich zunächst eine große Gruppe gebildet, nachdem
Jason Lamy Chappuis von Janne Rynnaennen und Mario
Stecher eingeholt worden war. Aus dieser löste sich auf
der dritten Runde ein Trio, bestehend aus den Norwegern
Jan Schmid und Mikko Kokslien, sowie Tino Edelmann aus
Deutschland. Während Edelmann und Schmid auf der letzten
Runde dem hohen Tempo Tribut zollen mussten, suchte
Mikko Kokslien sein Heil in der Flucht – vor dem
heranstürmenden Felix Gottwald. Am vorletzten Anstieg
war der Österreicher an der Verfolgergruppe
vorbeigezogen und erreichte kurz darauf die Skienden von
Kokslien. Kurz vor dem Ziel zog der Olympiasieger im
Team dann mit starkem Antritt davon und holte seinen 22.
Weltcupsieg. Dahinter rettete Mikko Kokslien einige
Sekunden Vorsprung als Zweiter ins Ziel, den letzten
Platz auf dem Podest erkämpfte sich im Schlusssprint der
Führende nach dem Springen, Jason Lamy Chappuis. Mario
Stecher belegte dahinter den vierten Rang, direkt vor
Eric Frenzel. Johannes Rydzek und Tino Edelmann
komplettierten ein gutes Deutsches Mannschaftsresultat
mit den Rängen sieben und acht.
Ergebnis - Gundersen K120 / 10km
Zeit/Punkte
1.
Felix Gottwald
28:17.5
2.
Mikko Kokslien
+7.5
3.
Jason Lamy Chappuis
+9.5
5.
Eric Frenzel
+11.7
7.
Johannes Rydzek
+18.8
8.
Tino Edelmann
+30.9
11.
Wilhelm Denifl
+51.4
12.
Björn Kircheisen
+56.4
41.
Ruben Welde
+3:53.8
44.
Christian Beetz
+4:38.5
Deutscher Doppelsieg – Tatjana Hüfner siegt vor
Natalie Geisenberger
Tatjana Hüfner sorgte in Innsbruck/Igls für den 99.
Weltcuperfolg der deutschen Rodlerinnen in Serie. Den
Doppelerfolg machte Natalie Geissenberger perfekt. Auf
der dritten Position landete die amtierende
Weltmeisterin Erin Hamlin aus den USA
Hüfner überlegen
Nach ihrem Olympiasieg im Februar 2010 ist Rennrodlerin
Tatjana Hüfner erfolgreich in den Winter gestartet. Die
27-Jährige aus Oberwiesenthal war im österreichischen
Igls nicht zu schlagen und machte gleich zum Auftakt der
Saison ihren 22. Weltcup-Erfolg perfekt.
Den Grundstein für ihren Erfolg legte die Deutsche im
ersten Durchgang, als sie eine klare Bestzeit
herausfuhr. Im zweiten Lauf legte Hüfner noch einmal zu
erzielte mit einem neuen Startrekord eine klare absolute
Bestzeit. Für Geisenberger blieb einmal mehr nur der
zweite Platz. Die Miesbacherin hatte im ersten Lauf beim
Start große Probleme mit ihrem Helmvisier und wies am
Ende mehr als zwei Zehntelsekunden Rückstand auf
Seriensiegerin Hüfner auf. Anke Wischnewski fuhr auf
Rang vier, Debütantin Carina Schwab landete auf einem
starken siebten Rang. Damit bleiben die deutschen
Rodlerinnen weiterhin unbezwungen seit über 13 Jahren im
Weltcup. Im nächsten Rennen könnte die Magische Zahl der
100 Erfolge am Stück erreicht werden.
Weltmeisterin Hamlin auf Rang 3 – Österreicherinnen
enttäuschen
Die amtierende Weltmeisterin Erin Hamlin konnte sich auf
einen starken 3. Rang fahren. Die US-Amerikanerin konnte
sich knapp vor Anke Wischnewski im Finaldurchgang
behaupten. Auch Ashley Walden, ihr Landsfrau,, konnte
mit dem 5.Rang überzeugen.
Alles andere als erfolgreich, verlief das Rennen für die
Österreicherinnen. Vor allem für Nina Reithmayer ist der
Auftakt des Rodel-Weltcups am Samstag auf ihrer Heimbahn
in Innsbruck/Igls nicht nach Wunsch verlaufen. Die
Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Winterspiele
2010 riskierte auf Platz vier liegend im zweiten
Durchgang zu viel und stürzte in der Zielkurve. So wurde
ihre Team-Kollegin Veronika Halder als Achte beste
Österreicherin.
Die Schweizerin Martina Kocher kam lediglich auf die 14.
Position
Ergebnis -
Einsitzer
Zeit
1.
Tatjana Hüfner
1:19.594
2.
Natalie Geisenberger
1:19.802
3.
Erin Hamlin
1:19.974
4.
Anke Wischnewski
1:20.049
7.
Carina Schwab
1:20.215
Natalie Geisenberger vom ASV Miesbach erkämpft sich
nach Problemen am Start Platz zwei
Natalie
Geisenberger, die Rennrodlerin des ASV Miesbach, saß im
ersten Durchgang des Rennrodel-Weltcups in
Innsbruck-Igls am Startbock und zupfte verzweifelt am
Visier ihres Helms. Norbert Galeske, der Reporter des
ZDF, vermutete als Grund Nervosität. Doch weit gefehlt.
Das Band, das das Visier am Helm festhält, hatte sich
zwischen Helm und Visier verklemmt. Die Miesbacherin
hatte zwar bemerkt, dass etwas nicht stimmt, konnte aber
mit ihren Handschuhen und den daran befindlichen Nägeln
die Ursache nicht erfühlen. Der Countdown zeigte
allerdings nur noch wenige Sekunden an, so dass Natalie
– um nicht disqualifiziert zu werden - im letzten Moment
vom Startbügel abzog. Sowohl der Start, eigentlich
Natalies Stärke, als auch die Konzentration auf die Bahn
hatten stark gelitten. Kein Wunder, dass die Fahrt nicht
zu Natalies Zufriedenheit ausfiel. Im Ziel konnte sie
zwar schon wieder lächeln, quittierte ihr Missgeschick
allerdings auch mit einem Kopfschütteln. Erneut irrte
der Fernseh-Fachmann: „… und sie wirkt zufrieden.“
Natalie war zu diesem Zeitpunkt zwar in Führung
gegangen, wusste jedoch welch gravierende Fahrfehler sie
begangen hatte und dass die noch folgende Dauerrivalin
Tatjana Hüfner diese Chance sicher nicht ungenutzt
lassen wird. Mit dieser Einschätzung lag sie absolut
richtig. 0,145 Sekunden betrug nach dem ersten Lauf der
Rückstand der Bronzemedaillengewinnerin auf die
Olympiasiegerin. Ein Rückstand der im Eiskanal von Igls
nicht wett zu machen ist.
Aus diesem Grund griff die amtierende
Mannschaftsweltmeisterin im zweiten Durchgang auch zu
einer etwas sichereren Einstellung ihres Schlittens. Sie
nahm damit einen weiteren Rückstand auf ihre
Teamkollegin von 0,063 Sekunden in Kauf. Der Vorsprung
der Miesbacherin auf die Drittplatzierte, die
US-Amerikanerin Erin Hamlin, betrug letztendlich 0,172
Sekunden. „Tatjana war an diesem Tag die klar bessere
Fahrerin und hat den Sieg verdient. Ich bin sehr froh,
dass es trotz des Missgeschicks zum zweiten Platz
gereicht hat!“
Linger Brüder siegen zu Hause – Wendl/Arlt Vierter
Wolfgang und Andreas Linger aus Österreich haben den
ersten Weltcup in der WM-Saison für sich entschieden.
Die Olympiasieger siegten vor den Italiener
Oberstolz/Gruber. Rang 3 ging ebenfalls an ein
österreichischen Doppelsitzer, in Person von Penz/Fischler.
Das deutsche Spitzenduo Tobias Wendl und Tobias Arlt kam
dahinter auf den vierten Rang.
Zweimal Laufbestzeit für Linger/Linger
Mit einem Heimsieg hat das österreichische Rodel-Doppel
Andreas und Wolfgang Linger den Weltcup eröffnet. Mit
zweimaliger Laufbestzeit waren die Brüder aus Absam die
klaren Dominatoren im heimischen Eiskanal in Innsbruck/Igls.
Die Tiroler, welche bereits zweimal Olympiasieger sind,
haben dieses Jahr neben dem WM-Titel den Gesamtweltcup
im Visier. Mit am Podest jubeln durfte auch die zweite
österreichische Paarung mit Peter Penz und Georg
Fischler als Dritte hinter den Italienern Christian
Oberstolz und Patrick Gruber.
Wendl/Arlt verpassen Podest knapp
0,020 Sekunden fehlten den Deutschen Tobias Arlt und
Tobias Wendl auf den dritten Rang. Trotz eines sehr
guten Finaldurchganges, mit zweiter Laufzeit, konnten
die Vizeweltmeister nicht mehr in die Entscheidnung
eingreifen. Für Toni Eggert und Sascha Bennecken, welche
erstmals zum festen Weltcupaufgebot zählen, lief es
genau umgekehrt. Nach gutem ersten Lauf mussten die
Deutschen im Finaldurchgang ein wenig federn lassen und
sich mit dem 6. Rang zufrieden stellen. Der dritte
deutsche Doppelsitzer Pietrasik/Weise fielen durch einen
Fahrfehler im Finale vom 6. Auf den 19. Rang zurück.
Ein Schweizer Schlitten war nicht am Start
Ergebnis - Doppelsitzer
Zeit
1.
Andreas Linger
1:18.946
Wolfgang Linger
2.
Christian Oberstolz
+0.181
Patrick Gruber
3.
Georg Fischler
+0.196
Peter Penz
4.
Tobias Wendl
+0.216
Tobias Arlt
17.
Ronny Pietrasik
+2.062
Christian Weise
Bob Weltcup in Whistler: Sandra Kiriasis erste
Siegerin im Damen-Weltcup
Nach dem Herrenauftakt am Donnerstag wurde am Freitag
auf der Olympiabahn im kanadischen Whistler auch der
Damen-Weltcup für die Bobsportlerinnen eröffnet. Zwölf
Gespanne kämpften um den Sieg, der am Ende wieder an
eine Deutsche ging. Sandra Kiriasis war nach zwei Läufen
die Schnellste und gewann vor den beiden
Nordamerikanerinen Shauna Rohbock (USA) und Kaillie
Humphries (Kanada).
Erster Durchgang lässt alles offen
Nachdem Hellen Upperton (Kanada) nicht am Wettkampf
teilnehmen konnte, blieben nur zwölf Damenbobs am Start,
und damit war das deutsche Team auch als einziges mit
drei Bobs vertreten. Im ersten Lauf fuhr die Kanadierin
Kaillie Humphries auf den ersten Rang und verdrängte
Sandra Kiriasis um elf Hudertstelsekunden auf Rang zwei.
Dritte wurde die Niederländerin Esme Kamphuis, doch die
Abstände waren auf der schwierigen Bahn von Whistler
alles andere als vorentscheidend, noch bis zum neunten
Rang von Paula Walker (Großbritannien) lagen die
Athletinnen innerhalb von 0,64 Sekunden, darunter auch
Cathlen Martini (Deutschland) auf Rang fünf und die
Schweizerin Fabienne Meyer auf Rang sieben.
Spannender zweiter Lauf mit viel Bewegung im Feld
Die dritte Deutsche Stefanie Szczurek musste als Elfte
des ersten Laufs schon früh ran, konnte sich aber
immerhin noch auf den zehnten Rang verbessern. Pech
hatte dagegen die Schweizerin Fabienne Meyer, denn
obwohl sie auch im zweiten Lauf eine solide Fahrt
absolvierte und auch die sechstschnellste Laufzeit
erzielte, verlor sie einen Platz auf den achten Rang,
denn die Vorlaufachte Bree Schaaf aus den USA fuhr im
zweiten Lauf die fünfte Zeit und lag am Ende 0,02
Sekunden vor der Schweizerin. Verbessern konnte sich
auch Cathleen Martini, die mit der dritten Laufzeit noch
auf Rang vier fuhr, da Esme Kamphuis ihr gutes Resultat
aus dem ersten Lauf nicht bestätigen konnte und
zurückfiel. Auch Shauna Rohboch konnte sich verbessern
und lag an der Spitze, als nur noch die zwei schnellsten
aus Durchgang eins am Start warteten. Sandra Kiriasis
ging zuerst in die Spur,erreichte Laufbestzeit und
übernahm damit die Führung von der Amerikanerin, nun
musste sie noch zittern, was die Kanadierin machen
würde. Und Kaillie Humphries startete stark, doch im
mittleren Teil verlor sie Geschwindigkeit und wurde im
unteren Bahnabschnitt noch weit zurückgeworfen und sie
erreichte nur die siebte Laufzeit. Nur aufgrund ihres
Vorsprungs aus Lauf eins reichte es überhaupt noch auf
das Podest und zu Platz drei.
Frenzel und Stecher bei Lamy-Sieg zum Auftakt auf dem
Podest
Jason Lamy Chappuis ist weiterhin das Maß aller Dinge in
der Nordischen Kombination. Der Franzose setzte sich
beim Saisonauftakt vor Eric Frenzel aus Deutschland und
dem Österreicher Mario Stecher durch.
Frenzel mit überragenden 148,5 m – Trio fast
gleichauf
Einmal mehr herrschten schwierige Verhältnisse auf der
Rukatunturi-Schanze, der Wind verhinderte die
Durchführung des Probedurchgangs. Der Sprunglauf konnte
dann aber weitestgehend ohne größere Verzögerungen
stattfinden und die erste gute Weite zeigte der Norweger
Gudmund Storlien. Weitere gute Sprünge folgten, vor
allem die Norweger und die Franzosen zeigten sich
besonders stark. In der letzten Gruppe waren es vor
allem die beiden Deutschen Kircheisen und Frenzel die
tolle Sprünge bei eisiger Kälte in den Schnee zauberten.
Frenzel landete erst nach 148,5 m und somit den deutlich
weitesten Sprung des Tages. Da er jedoch Abzüge wegen
guter Verhältnisse bekam, musste er sich knapp hinter
dem Franzosen Jason Lamy Chappuis einrangieren, welcher
137 m sprang. Christoph Bieler kam knapp hinter den
beiden mit 139 m auf den dritten Rang nach dem Springen.
Von den absoluten Topläufern konnte einzig Felix
Gottwald eine brauchbare Leistung erzielen, der
Österreicher landete nach 124,5 m auf Platz 21. Hannu
Manninen und Magnus Moan hatten mit dem Ausgang des
ersten Wettkampfs der neuen Saison nichts zu tun.
Lamy Chappuis mit fulminantem Finish – Frenzel und
Stecher auf dem Podest
Wie so oft in der Vorsaison ging Jason Lamy Chappuis als
Gejagter auf die 10 Kilometer Laufstrecke. Sein
Vorsprung auf die direkten Verfolger Eric Frenzel und
Christoph Bieler war allerdings zu gering um von Anfang
an aufs Tempo zu drücken. Die drei fanden sich auch
schnell zusammen und vor allem der Franzose und der
Deutsche wechselten sich immer wieder in der
Führungsarbeit ab. Nach etwa fünf Kilometern konnte
Bieler den beiden nicht mehr folgen, doch von hinten kam
eine Dreiergruppe immer näher. Björn Kircheisen, Mario
Stecher und Jan Schmid machten Sekunde um Sekunde gut,
immer wieder war Mario Stecher an der Spitze der Gruppe
um das Tempo bemüht. Denn er wusste das auch von hinten
noch Gefahr drohte, Felix Gottwald flog einmal mehr über
die Strecke um kam immer näher an das Trio heran. Auf
der letzten Runde konnten Jan Schmid und Björn
Kircheisen nicht mehr mit Stecher mithalten, dieser
schaffte es Anschluss an die Spitze herzustellen.
Während Eric Frenzel den ersten Angriff lancierte,
parierte Lamy Chappuis mit einer Konterattacke und
setzte sich am letzten Anstieg mit einem starken Antritt
von seinen beiden Kontrahenten ab. Damit begann der
Franzose die Saison, wie er die letzte beendet hat – mit
einem Sieg. Dahinter hatte Eric Frenzel die meisten
Reserven und sicherte sich den zweiten Platz vor Mario
Stecher. Felix Gottwald hatte zwar anderthalb Minuten
gut gemacht, kam mit 15 Sekunden Rückstand auf den
Sieger aber nur als Vierter ins Ziel, Björn Kircheisen
belegten den fünften Platz. Tino Edelmann belegte den
siebten Platz, direkt dahinter kam Christoph Bieler ins
Ziel. Einen starken Langlauf zeigte auch Johannes Rydzek,
der sich von Rang 25. auf den 13. Rang nach vorn schob.
Bester Schweizer wurde Ronny Heer auf Platz 16.
Manuel Machata fährt in seinem ersten Weltcuprennen
gleich zum Sieg
Beim Weltcupauftakt der Bobsportler im kanadischen
Whistler gingen in der Nacht auf heute 13 Bobteams an
den Start. Der junge Deutsche Manuel Machata nutzte
seinen ersten Weltcupeinsatz gleich zum ersten Sieg auf
der sehr schwierigen Bahn. Hinter ihm teilten sich der
Kanadier Lyndon Rush und Karl Angerer den zweiten Platz,
Maximilian Arndt rundete das hervorragende deutsche
Ergebnis mit Platz fünf ab. Das Schweizer Team von
Gregor Baumann wusste nicht zu überzeugen und wurde 10.
Wärmere Temperaturen machen das Eis griffiger und
senken die Sturzgefahr
Nach den eisigen Temperaturen bis Minus 15 Grad der
vergangenen Tage war es am Donnerstagabend in Whistler
wieder etwas milder. Die Bahn wurde dadurch erheblich
griffiger und langsamer, was den Piloten sehr
entgegenkam. Auch die Höchstgeschwindigkeiten lagen etwa
zwei bis drei km/h unter den Werten aus dem letzten
Training. Einen Sturz durch den Slowaken Milan Jagnesak
gab es im ersten Durchgang aber dennoch zu beklagen. Von
den zwölf Bobs die ins Ziel kamen, waren die
nachnominierten Bobs Kanada 2 und 3 deutlich am
langsamsten, sie verloren weit über eine Sekunde pro
Lauf, auch der Schweizer Gregor Baumann wusste nicht zu
überzeugen und lag nach Durchgang eins schon 0.85
Sekunden zurück auf Rang zehn. Fünf Bobs konnten sich
vom Rest des Feldes absetzten, darunter auch die drei
deutschen Schlitten von Karl Angerer auf fünf, Maximilan
Arndt auf drei und Manuel Machata in der
Führungsposition. Dazwischen schoben sich noch der Russe
Alexandr Zubkov auf vier und der Kanadier Lyndon Rush
auf Rang zwei.
Der zweite Durchgang bringe die Entscheidung für
Machata
Auf den hinteren Rängen tat sich im zweiten Lauf wenig,
Gregor Baumann konnte zwar im zweiten Lauf eine bessere
Zeit erzielen als Patrice Servelle (Monaco) vor ihm, ihn
aber nicht mehr überholen. Auf den ersten sechs Fahrten
gab es überhaupt keine Poitionsänderungen. Erst Simone
Bertazzo, der Sechste des Vorlaufes aus Italien, sorgte
für eine Verschiebung, da er sich im zweiten Lauf im
Gegensatz zu Steven Holcomb (USA) und Alexander Kasjanov
(Russland) nicht steigern konnte und noch auf den achten
Rang zurück viel – im Training war er noch Bestzeiten
gefahren. Die erste Topzeit legte Karl Angerer in den
Eiskanal, und an dieser sollten sich die nachfolgenden
Piloten die Zähne ausbeissen. Keiner erreichte die
Laufzeit von Angerer. Maximilian Arndt konnte sich
ebenfalls nicht steigern und viel noch 0.03 Sekunden
hinter Zubkov zurück auf Rang fünf – für seinen ersten
Weltcupstart trotzdem noch eine respektable Leistung.
Auch Lyndon Rush kam bei weitem nicht an die Zeit von
Karl Angerer heran und büsste seinen 0.14 Sekunden
großen Vorsprung aus dem ersten Lauf vollständig ein,
die Uhr blieb bei 0.00 Sekunden stehen – zeitgleich. Nun
fehlte nur noch Manuel Machata. Er bestätigte seine gute
Leistung und fuhr auch im zweiten Lauf stark. Für die
Laufbestzeit reichte es um eine einzige
Hundertstelsekunde nicht, doch er hatte bereits zwei
Zehntel Führung mitgebracht und siegte damit in seinem
ersten Weltcupauftritt gleich auf einer der
schwierigsten Bahnen überhaupt.
Am Samstag (Sonntag 1:00 Uhr MEZ) wird im grossen
Schlitten um weitere Weltcuppunkte gefahren. Auch hier
zählen die Deutschen zu den Favoriten, die Konkurrenz
könnte aber schärfer werden.
Am kommenden Wochenende starten auch die Rodler und
Rodlerinnen in die Weltcupsaison 2010/2011. In
Innsbruck-Igls wird im Eiskanal die Saison beginnen, die
ihren Höhepunkt Ende Januar bei den Weltmeisterschaften
in Cesana finden wird. Nach vielen Rücktritten, vor
allem bei den Doppelsitzern, wird die Saison mit
Spannung erwartet.
Zöggeler vor Jubiläum - Deutsche Rodler wollen dies
verhindern
Armin Zöggeler, der beste Rennrodler in den letzten
Jahren, will in der kommenden Saison seinen 50.
Weltcuperfolg perfekt machen. Der Südtiroler hat zudem
die Chance, den Gesamtweltcup bereits zum zehnten Mal zu
gewinnen. Dies wollen allen voran die deutschen
Rennrodler verhindern. Für Olympiasieger Felix Loch wäre
es der erste Erfolg in der Gesamtwertung. Der Sohn vom
Bundestrainer Norbert Loch hatte zuletzt jedoch mit
einer Hüftverletzung zu kämpfen und konnte nur
eingeschränkt trainieren. Der Silbermedaillengewinner
von Whistler David Möller war in den vergangenen Jahren
oft auf dem Podest. Für die Weltcup-Gesamtwertung
reichte es allerdings auch noch nicht. Wie in den
vergangenen Jahren wird sicherlich auch der Russe Albert
Demtschenko wieder eine Rolle um die Vergabe der Siege
spielen. Aus österreichischer Sicht ist Daniel Pfister
das heißeste Eisen im Feuer. Nach dem Rücktritt von
Stefan Höhener wird Gregory Carigiet die Schweizer Fahne
hochhalten müssen.
Reißt die Serie bei den deutsche Damen?
Seit November 1997, also genau 13 Jahren, haben die
deutschen Rennrodlerinnen alle Weltcupveranstaltungen
gewonnen. Dies entspricht genau 98 Weltcups. Auch in der
kommenden Saison wird für die internationale Konkurrenz
die Serie wieder schwer zu durchbrechen sein. Mit
Tatjana Hüfner, Natalie Geisenberger und Anke
Wischnewski hat der deutsche Rodelverband gleich drei
Dauerabonnentinnen für das Podest am Start. Vor allem
Alex Gough aus Kanada, Nina Reithmayer aus Österreich,
Nataliya Yakushenko aus der Ukraine und die
US-amerikanische Weltmeisterin Erin Hamlin werden
versuchen, den Deutschen die Suppe zu versalzen. Die
vierte Starterin Corinna Martini wird verletzungsbedingt
vorerst nicht am Start sein und durch die 20-jährige
Nachwuchsfahrerin Carina Schwab ersetzt.
Viele Rücktritte bei den Doppelsitzern – Spannende
Saison erwartet
Bei den Doppelsitzern werden wir auf einige
Leistungsträger aus den vergangenen Jahren verzichten
müssen. In der nacholympischen Saison haben unter
anderem Leitner/Resch (GER), Florschütz/Wustlich (GER),
Grimette/Martin (USA), Plankensteiner/Haselrieder (ITA)
und Schiegl/Schiegl (AUT) den Schlitten an den Nagel
gehängt. Demnach gelten die Italiener Christian
Oberstolz/Patrick Gruber sowie die Österreicher
Linger-Brüder, welche die Olympiasieger von Vancouver
sind, zu den Topfavoriten. Auch Peter Penz und Georg
Fischler aus Österreich rechnen sich gute Platzierungen
aus. Nach den beiden Rücktritten der führenden
Doppelsitzern aus Deutschland werden die Hoffnungen
aller Voraussicht auf den frisch gebackenen deutschen
Meistern Tobias Wendl und Tobias Arlt liegen. Neben den
Vize-Europameistern qualifizierte sich das neu
zusammengestellte thüringische Duo Toni Eggert/Sascha
Benecken für den Weltcup. Das dritte Duo im Weltcup
werden Ronny Pietrasik/Christian Weise sein.
Weltmeisterschaften der Saisonhöhepunkt –
Teamentscheidung vor Aufnahme in das Olympiaprogramm
Nach den olympischen Winterspielen in Vancouver bzw.
Whistler in Kanada sind in diesem Winter die
Weltmeisterschaften der Saisonhöhepunkt. Vom 28. Januar
2011 bis zum 30. Januar 2011 werden die Sportler in
Cesana (Italien) um Gold, Silber und Bronze rodeln. Der
Teamwettbewerb wird im Verlauf des Winters besonders
unter die Lupe genommen, denn dieser soll bei den
Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi erstmals
ausgetragen werden. Die endgültige Entscheidung wird
vorrausichtlich im März 2011 fallen.
Die wichtigsten Termine der Saison im Überblick:
Weltcup:
27./28. November 2010: 1. Viessmann Weltcup
Innsbruck-Igls (AUT)
04./05. Dezember 2010: 2. Viessmann Weltcup Winterberg
(GER)
10./11. Dezember 2010: 3. Viessmann Weltcup Calgary
(CAN)
17./18. Dezember 2010: 4. Viessmann Weltcup Park City
(USA)
05./06. Januar 2011: 5. Viessmann Weltcup Königssee
(GER)
15./16. Januar 2011: 6. Viessmann Weltcup Oberhof (GER)
22./23. Januar 2011: 7. Viessmann Weltcup Altenberg
(GER)
12./13. Februar 2011: 8. Viessmann Weltcup Paramonovo (RUS)
19./20. Februar 2011: 9. Viessmann Weltcup Sigulda (LAT)
Team-Staffeln:
28. November 2010: 1. Team-Staffel Innsbruck-Igls (AUT)
05. Dezember 2010: 2. Team-Staffel Winterberg (GER)
06. oder 9. Januar 2011: 3. Team-Staffel Königssee (GER)
16. Januar 2011: 4. Team-Staffel Oberhof (GER)
23. Januar 2011: 5. Team-Staffel Altenberg (GER)
20. Februar 2011: 6. Team-Staffel Sigulda (LAT)
In dieser Woche beginnt im kanadischen Whistler auf der
Olympiabahn der vergangenen Saison der Weltcup für
Bobsportler. Gleich vier Weltcups innerhalb vier Wochen
in Nordamerika sind zu absolvieren, bevor im Januar in
Europa die zweite Saisonhälfte beginnt und mit den
Weltmeisterschaften am Königssee endet.
In diesem Jahr finden gleich auf allen vier
nordamerikanischen Bahnen Weltcups statt, dafür tauchen
einige europäische Bahnen nicht im Kalender auf. Die
Nordamerika-Tour ist sehr kompakt gleich in den ersten
vier Wochen der Saison angesetzt. Erst im Januar wird
dann in weiteren vier Wochen in Europa auf höchstem
Niveau um Weltcuppunkte gefahren, dann in Igls,
Winterberg, St. Moritz und Cesana. Im Februar geht es
dann am Königssee während zwei Wochen um die
Weltmeisterschaften. Die nacholympische Saison kommt
also mit einem sehr kompakten Programm daher.
Startberechtigt für die Weltcups sind Herren-Bobteams,
sowie Damen-Bobteams. Aufgrund der Ergebnisse der
vergangenen Saison haben je vier Nationen drei
Startplätze erobert, Deutschland und Kanada haben dies
sogar in allen vier Disziplinen erreicht. Im Bobsport
starten die USA mit drei Teams bei Männern und Frauen,
bei den Männern ergänzt Russland die Liste, bei den
Frauen die Schweiz. Die restlichen Startplätze verteilen
sich entsprechen der FIBT-Ranglisten auf weitere zwölf
(Männer) bzw neun (Frauen) Nationen.
Weltcup-Kalender::
22.11.10 - 28.11.10 Whistler (CAN)
29.11.10 - 05.12.10 Calgary (CAN)
06.12.10 - 12.12.10 Park City (USA)
13.12.10 - 19.12.10 Lake Placid (USA)
10.01.11 - 16.01.11 Igls (AUT)
17.01.11 - 23.01.11 Winterberg (GER) (Weltcup &
Europameisterschaft)
24.01.11 - 30.01.11 St. Moritz (SUI)
31.01.11 - 06.02.11 Cesana (ITA)
Meisterschaften:
28.01.11 - 06.02.11 Junioren-Weltmeisterschaft Park City
(USA)
14.02.11 - 27.02.11 Weltmeisterschaft Königssee (GER)
08.11.10 - 14.11.10 America's Cup 1 & 2 Park City (USA)
15.11.10 - 21.11.10 America's Cup 3 Calgary (CAN)
10.01.11 - 16.01.11 America's Cup 4 & 5 Lake Placid
(USA)
20.01.11 - 26.01.11 America's Cup 6 & 7 Calgary (CAN)
19.03.11 - 26.03.11 America's Cup 8 Lake Placid (USA)
07.03.11 – 15.03.11 Baltic Cup Sigulda (LAT)
21.03.11 – 28.03.11 Baltic Cup Paramonova (RUS)
Saisonvorschau 2010/2011
Keine zwei Monate sind seit dem Finale des
Sommer-Grandprixs in Klingenthal vergangen, da müssen
die weltbesten Skispringer auch schon wieder ihre Skier
anschnallen. Nach einer langen und harten Olympiasaison
inklusive Vierschanzentournee und Skiflug-WM folgt eine
nicht minder schwere Saison 2010/2011 mit ihrem
Höhepunkt in Form der Weltmeisterschaften auf dem
legendären Holmenkollen in Oslo. Am kommenden Samstag
startet die Weltcup-Saison schon traditionell in der
eisigen Kälte von Kuusamo mit einem Mannschaftsspringen
gefolgt vom ersten Einzelspringen am Sonntag.
Wieder Ammann gegen Schlierenzauer?
Die Hauptfrage wird sich auch in dieser Saison nicht von
der Vorsaison unterscheiden. Wer wird in diesem Jahr im
Duell Ammann gegen Schlierenzauer die Oberhand behalten,
nachdem die Saison 2009/2010 ganz klar vom Schweizer
Simon Ammann dominiert wurde, der bis auf die
Vierschanzentournee (Sieg Andreas Kofler) nahezu alles
abräumen konnte? Oder werden es die Polen um Adam Malysz
und Kamil Stoch tatsächlich schaffen, die überragende
Sommersaison auch im Winter bestätigen zu können? Ohne
Zweifel ist der unglaubliche Aufstieg der Polen auch in
der Breite unverkennbar. Kaum einer dürfte derzeit damit
rechnen, dass die Polen gleich zu Saisonbeginn
einbrechen werden. Trotzdem ist die kurze Zeit zwischen
Sommer-Grandprix und Winter schon für viele Athleten ein
hartes Gericht gewesen. Und bekanntlich werden im Winter
einige Gesichter wieder wie gewohnt vorne auftauchen,
die man im Sommer mehr oder weniger nicht gesehen hat.
Durchstarter aus dem Land der aufgehenden Sonne?
Lange, lange ist es her, als die Japaner den Weltcup
nach Belieben bestimmen konnten. In dieser Saison könnte
zumindest einer ganz vorne mit dabei sein, der
überraschend den Sommer-Grandprix für sich gewinnen
konnte. Schon lange gilt der 24-Jährige Daiki Ito als
der Hoffnungsträger des japanischen Skispringens. Nach
großen Leistungsschwankungen in den vergangenen Jahren,
könnte der Japaner nach einem grandiosen Sommer seine
Leistungen auch im Winter bestätigen. Ein Altmeister wie
Noriaki Kasai und einige gute Ergebnisse der anderen
jungen Japaner könnten ihm hierbei den Rücken stärken.
Werden die Österreicher auch weiter in der Breite
dominieren, und wo landet der DSV?
Keine Frage, auch in dieser Saison werden die
Österreicher in der Breite sicherlich wieder mit das Maß
aller Dinge sein. Aber auch die Norweger, die Finnen,
die Polen und natürlich auch irgendwie immer die
Deutschen wollen den Austria-Adlern das Leben so schwer
wie möglich machen. Gerade die Deutschen werden wieder
eine Wundertüte sein. Am Team dürfte sich dabei kaum
etwas ändern. Uhrmann, Schmitt und Neumayer geben
weiterhin den Ton an, dahinter tummeln sich weiterhin
einige vielversprechende Talente, die allesamt auf ihren
großen Durchbruch warten. Nach dem vergangenen Sommer
dürften diesmal die Hoffnungen vor allem auf Severin
Freund ruhen, der im Verlauf des Sommers mit einigen
sehr guten Ergebnissen auf sich aufmerksam machen
konnte. Und auch Pascal Bodmer wird seinen fulminanten
Start von Kuusamo 2009 sicherlich nicht vergessen haben.
In Kuusamo wird mit Maximilian Mechler ein alter
Bekannter und als ewiges Talent abgestempelter Athlet
sich zusätzlich neu beweisen dürfen.
Wird der Mythos Planica in dieser Saison begraben?
Lange war es so, dass quasi nur in Planica neue
Skiflugweltrekorde aufgestellt werden konnten. Diese
Tatsache wird sich in dieser Saison jedoch wohl in Luft
auflösen, denn in Vikersund wird Anfang Februar eine
neue Skiflugschanze eröffnet, die Flüge bis zu 250 Meter
möglich machen soll. Somit muss Björn Einar Romören um
seinen Weltrekord zittern, wenngleich er ihn im eigenen
Land kurz vor der WM selbstredend auch verbessern kann.
Gespannt sein darf man sicher darauf, wie die Athleten
die neue Schanze aufnehmen werden, denn Diskussionen um
die Machbarkeit bzw. die Sicherheit, gibt es nicht erst
seit gestern. Es wird also wieder eine sehr, sehr
spannende und abwechslungsreiche Saison werden, auf die
alle gespannt sein dürfen. Wer holt die
Vierschanzentournee? Wer wird Weltmeister? Wer wird
Gesamtweltcupsieger und wird es einen neuen Weltrekord
geben? Live-Wintersport wünscht schon jetzt gute
Unterhaltung.
Saisonvorschau 2010/2011
Die nacholympische Saison 2010/2011 mündet für die
Nordischen in der Ski-WM in Oslo. Der Saisonaufbau wird
vergleichbar mit der Vorsaison auf "das" Highlight
ausgerichtet sein. Trotz des lückenlosen Übergangs zum
nächsten Wettkampfhighlight haben sich nach Vancouver
erwartungsgemäß einige Stars der Szene verabschiedet.
Das bedeutet, dass die Youngster dieses Jahr noch mehr
in den Blickpunkt rücken könnten und es Raum für neue
hoffnungsvolle Talente gibt.
MÄNNER
Northug als Galionsfigur
Der überragende Mann der Vancouver-Saison war Petter
Northug. Beim 24-Jährigen ist die Ausgangslage so, dass
er immer noch zu den Jungen gehört und über Jahre hinweg
eine dominierende Position behalten sollte. Mit seinem
Sieg im Gesamtweltcup stellte er unter Beweis, dass er
mittlerweile eine enorme Ausgeglichenheit in allen
Disziplinen aufweisen kann. Sein gefürchteter Endspurt
bleibt einzigartig in der Szene.
Starke Konkurrenz um Cologna
Als starker Konkurrent ist mit Dario Cologna zu rechnen.
Der Schweizer, der sich mit Northug schon zu
Juniorenzeiten duellierte, schaffte es bei den
Olympischen Spielen immerhin auch zum Olympiasieg und
hat eine großartige Perspektive.
Einen starken Aufschwung erlebte 2009/2010 das
schwedische Team um Doppel-Olympiasieger Marcus Hellner.
Mit Olsson und Rickardsson wissen die Skandinavier zwei
hervorragende Klassiker in ihren Reihen. Im DSV-Lager
wird sich in den kommenden Jahren der Generationswechsel
Stück für Stück vollziehen. Nach dem Abschied von Rene
Sommerfeldt sind es mit Angerer, Teichmann und Filbrich
noch drei der „Goldenen Generation“, bei denen
allerdings nicht klar ist, wie lange sie noch als
Verantwortungsträger des Teams fungieren werden. Umso
wichtiger erscheint, dass sich die potentiellen
Nachfolger Göring, Reichelt und Wenzl endlich konstant
in der Weltspitze einnisten. Hoffnungsvoll darf man
sein, was die Entwicklung von Tim Tscharnke angeht. Auch
Philipp Marschall sollte diese Saison einen Sprung nach
vorne machen können.
Russische Sprinter im Aufschwung
Als aussichtsreiche Anwärter auf den Sprintweltcup
gelten Ola Vigen Hattestad und Emil Jönsson. Hattestad,
der in den letzten zwei Jahren herausragend agierte,
leistete sich ausgerechnet rund um Vancouver eine
Schwächeperiode. Jönsson entschied den Sprintweltcup
2009/ 2010 für sich. Die russischen Sprinter schafften
es in 2010 mit ihrem Olympiacoup die skandinavische
Dominanz auf den Kurzdistanzen zu durchbrechen. Mit
Olympiasieger Kriukov, Silbermedaillen-Gewinner
Panzhinskiy, Morilov und Petukhov haben sie gleich vier
Spitzenleute im Sprintbereich.
Verfolgerfeld und Altetablierte
Währendessen sind die Erfolge über die längeren
Distanzen zuletzt ausgeblieben. Im Vorderfeld sind es
zumeist Legkov und Vylegzhanin, mit denen regelmäßig zu
rechnen ist. Erwartungen setzen die Russen in
Juniorenweltmeister Petr Sedov. Auch die Routiniers um
Lukas Bauer, Pietro Piller Cottrer oder Andrus Veerpalu
bleiben im Medaillenpool für Oslo. Für sie werden es
höchstwahrscheinlich die letzten Weltmeisterschaften
ihrer Laufbahn sein und es ruft das Verlangen nach einem
krönenden Karriereabschluss. Im französischen Team lief
der junge Skatingspezialist Maurice Manificat im letzten
Winter in die Weltspitze und überflügelte die bereits
etablierten Vittoz und Gaillard.
FRAUEN
Kampf der Gigantinnen
Im Damenbereich spitzte sich in der Vorsaison vieles auf
einen Zweikampf zwischen Marit Björgen und Justyna
Kowalczyk zu. Die Polin diktierte den Gesamtweltcup nach
Belieben. Björgen war abermals die große Abräumerin des
Großereignisses. Gut möglich erscheint, dass auch die
kommende Saison auf ein Duell der beiden hinausläuft.
Physisch haben beide derzeit die besten Voraussetzungen.
Im klassischen Stil sind beide sehr versiert, was sie
nicht zuletzt im olympischen Rennen über 30 Kilometer
demonstrierten.
Majdic führt das Verfolgerfeld an
Eine der schärfsten Konkurrentinnen sollte in dieser
Saison wieder die kraftvolle Slowenin Petra Majdic sein.
Ihre Paradedisziplin bleibt der klassische Sprint. Neben
Marit Björgen können die Norwegerinnen auch auf starke
Leistungen der Leichtgewichte Steira und Johaug setzen.
In der Staffel werden die Lokalmatadorinnen nur schwer
zu bezwingen sein. Im freien Stil könnte Charlotte Kalla
die Spitzenathletin werden. Die Schwedin sorgte mit
ihrem Olympiasieg für die Fortsetzung ihrer noch jungen
erfolgreichen Karriere.
DSV-Damen ohne Nystad
Im deutschen Lager lastet nach dem Rücktritt von Claudia
Nystad nun die Verantwortung komplett auf Evi
Sachenbacher-Stehle. Steffi Böhler, Katrin Zeller und
Miriam Gössner, sofern sie startet, sollten sich
mindestens in der erweiterten Weltspitze aufhalten
können. Zu beachten sind weiterhin die Damen aus
Finnland und Italien, die in beiden Techniken über echte
Asse verfügen. Saarinen und Roponen tragen die finnische
Verantwortung, während Longa und Follis die
aussichtsreichen italienischen Medaillenjägerinnen sein
sollten.
Kuitunen tritt zurück
Zwei Große der Szene beendeten unterdessen ihre
Laufbahn. Virpi Kuitunen und Kristina Smigun-Vähi gaben
vor der bevorstehenden Weltcupserie ihr Karriereende
bekannt. Beide prägten den Damenlanglauf im vergangenen
Jahrzehnt eindringlich. Kuitunen erreichte neben sechs
Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften zwei Siege im
Gesamtweltcup als auch bei der Tour de Ski. Smigun
hingegen erlangte ihren Karrierehöhepunkt 2006 als
zweifache Olympiasiegerin. In Vancouver sicherte sie
sich noch einmal olympisches Silber über die 10
Kilometer Freistil. Mit Anna Olsson zog sich eine
weitere Topläuferin der vergangenen Jahre vom aktiven
Leistungssport zurück.
NORDISCHE SKI-WM
Oslo im Fokus
Wie bereits im vergangenen Winter wird das
Hauptaugenmerk der Athleten auf dem Großereignis liegen.
Die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften finden im
Zeitraum vom 23.02. – 06.03.2010 im prestigeträchtigen
Oslo statt. Die späte Terminierung der WM bedeutet, dass
man bei der direkten Vorbereitung einen langen Atem
haben muss, um den Leistungshöhepunkt optimal zu
taxieren.
Neben den Staffelrennen und der Doppelverfolgung stehen
in Oslo mit dem Sprint und den Langstrecken zwei
Freistil-Einzelentscheidungen auf dem Programm. Die
Wettbewerbe im Teamsprint und im Individualstart werden
klassisch absolviert. Neben den Weltmeisterschaften
steht zum Jahreswechsel die mittlerweile fest etablierte
Tour de Ski zum fünften Mal auf dem Wettkampfplan.
Verletzungssorgen
kennzeichneten das Treffen der deutschen
Frauen-Nationalmannschaft vor dem Länderspiel gegen
Nigeria am Donnerstag (ab 18 Uhr, live in der ARD) in
der Leverkusener BayArena.
Gleich drei Spielerinnen mussten am heutigen Montag die
Heimreise antreten. Torhüterin Ursula Holl (FCR 2001
Duisburg) fällt mit einer Zerrung in der Gesäßmuskulatur
aus. Sonja Fuss (1. FC Köln) muss wegen einer Reizung
der Sprunggelenksehnen passen. Und der Einsatz von
Bianca Schmidt (1. FFC Turbine Potsdam) ist auf Grund
von Magen-Darm-Problemen nicht ratsam.
Auf den Ausfall der drei Defensivspielerinnen reagierte
DFB-Trainerin Silvia Neid mit der Nachnominierung von
Jennifer Zietz, Tabea Kemme (beide 1. FFC Turbine
Potsdam) und Almuth Schult (Magdeburger FFC). Die
Torfrau des Zweitligisten, die im vergangenen Sommer im
Tor der deutschen U 20-Nationalmannschaft stand und im
eigenen Land den WM-Titel gewann, wurde damit erstmals
in den Kreis der Frauen-Nationalmannschaft eingeladen.
Wolf und Damen-Team sorgen für
Heimsiege in Berlin
Jenny Wolf und das Team der Damen haben beim
Eisschnelllauf-Weltcup in Berlin für insgesamt drei
deutsche Siege gesorgt. Während Wolf fast schon
erwartungsgemäß beide 500m Rennen für sich entschied,
ist der Sieg des jungen Teams nach den Rücktritten von
Daniela Anschütz-Thoms und Anni Friesinger-Postma als
Überraschung einzustufen.
Wolf erneut überlegen, auch Hesse stark
Nachdem der Abstand zu ihren ärgsten Kontrahentinnen
vergangene Saison deutlich knapper wurde, und sie sich
bei Olympia dann auch der Südkoreanerin Sang-Hwa Lee
geschlagen geben, ist Jenny Wolf in Abwesenheit von
Beixing Wang zu Beginn der neuen Saison wieder die klar
dominierende Athletin über die 500m Distanz. Nach ihren
Erfolgen in Heerenveen gewann sie auch beide 500m Rennen
in Berlin mit deutlichem Vorsprung. Verpasste sie im
ersten Rennen mit 38,08sec noch ihr Ziel, die 38
Sekunden Marke zu durchbrechen, gelang ihr das im
zweiten Wettbewerb mit einer Zeit von 37,98sec. Zweite
im ersten Rennen wurde Sang-Hwa Lee vor der
Niederländerin Margot Boer, am zweiten Tag tauschten die
beiden ihre Platzierungen. Auch für Judith Hesse verlief
der Heimweltcup mit den Rängen sechs und acht äußerst
erfolgreich.
Knapper Ausgang bei den Herren
Knapp ging es wie zuletzt fast immer bei den Herren zu.
Den ersten Wettbewerb entschied der Japaner Joji Kato in
35,03sec mit einer Hundertstel vor dem Niederländer Jan
Smeekens für sich. Auch im zweiten Rennen trennte die
beiden Erstplatzierten gerade einmal eine Hundertstel.
Die war der Finne Pekka Koskela in 34,90sec schneller
als Tucker Fredricks aus den USA. Der Südkoreaner
Kang-Seok Lee belegte in beiden Läufen den dritten
Platz. Nico Ihle bestätigte als siebter des ersten
Rennens seine Zugehörigkeit zur erweiterten Weltspitze.
Im zweiten Lauf stolperte er am Start, konnte einen
Sturz nur knapp vermeiden und musste sich dadurch mit
dem 19. Platz zufrieden geben.
Nesbitt und Davis über 1000m erfolgreich
Besser als im zweiten 500m Lauf machte es Ihle über die
1000m, wo er einen starken siebten Rang belegte. Es
siegte Shani Davis aus den USA vor dem Niederländer
Simon Kuipers und Kyou-Hyuk Lee aus Südkorea. Samuel
Schwarz wurde 13. und zeigte sich damit nicht ganz
zufrieden. Bei den Damen gewann die Kanadierin Christine
Nesbitt in 1:15,86min. Heather Richardson aus den USA
und Margot Boer (Niederlande) belegten die weiteren
Podestränge. Die von einer Leistenverletzung
gehandicapte Monique Angermüller feierte als achte ihr
bestes Saisonresultat. Judith Hesse belegte einen über
die 1000m für sie guten 13. Platz.
Deutsche Damen gewinnen Teamverfolgung
Mit einer leichten Überraschung endete der
Teamwettbewerb der Damen. Das junge deutsche Team mit
Stephanie Beckert, Isabell Ost und Jennifer Bay siegte
in 3_:04,91min 59 Hundertste vor den Mitfavoritinnen aus
den Niederlanden. Rang drei sicherten sich die
Norwegerinnen. Topfavorit Kanada stürzte ebenso wie die
Olympiazweiten aus Japan. Bei den Herren siegten Shani
Davis, Jonathan Kuck und Trevor Marsicano für die USA
vor den Mannschaften aus Norwegen und den Niederlanden.
Das deutsche Team mit Patrick Beckert, Robert Lehmann
und Marco Weber belegte einen guten sechsten Rang.
Überraschungssieg über 3000m
Nicht ganz nach Wunsch verlief für Beckert das Rennen
über 3000m, als die Siegerin von Heerenveen nach selbst
für ihre Verhältnisse zu langsamem Start nicht über
Platz drei hinauskam. Unerwartete Siegerin war die
US-Amerikanerin Jilliane Rookard, die in 4:04,39min
anderthalb Sekunden schneller war als Olympiasiegerin
Martina Sablikova aus der tschechischen Republik.
Jennifer Bay wurde 13. Im Langstreckenrennen der Herren
über 5000m setzte sich der Südkoreaner Seung-Hoon Lee in
6:18,40min knapp vor Jonathan Kuck aus den USA und
Havard Booko aus Norwegen durch. Patrick beckert wurde
14. Der Schweizer Roger Schneider belegte den 20. Und
letzten Platz. Die 1500m der Damen entschied Christine
Nesbitt vor Ida njatun (Norwegen) und Ireen Wüst
(Niederlande) für sich. Bei den Herren gewann der
Norweger Havard Bökko vor Trevor Marsicano aus den USA
und dem Niederländer Stefan Groothuis.
Borussia Dortmund gewinnt beim SC Freiburg mit 2:1
(0:1)
Borussia Dortmund hat am 13. Spieltag der
Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg nach einem
0:1-Rückstand ein dramatisches Spiel noch mit 2:1
gewonnen. Der BVB war durch ein Eigentor von Mats
Hummels in Rückstand geraten (27.), doch Robert
Lewandowskis Treffer (75.) und ein Eigentor der
Freiburger durch Mensur Mujdza (78.) bedeuteten den Sieg
für den unangefochtenen Spitzenreiter.
Die Dortmunder feiern ihren Sieg in Freiburg.
"In der ersten Hälfte haben wir unsere beste Halbzeit in
dieser Saison gespielt. Aber wir haben es versäumt, das
2:0 zu machen", sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt. Sein
Gegenüber Jürgen Klopp von Borussia Dortmund war mit dem
Auftritt seiner Elf in der ersten Hälfte dagegen
unzufrieden: "Wir haben auf vielen Positionen nicht
gespielt, wie wir das gewollt haben. Wir haben schon
verdienter gewonnen, aber wir nehmen den Sieg mit - in
der zweiten Hälfte waren wir schließlich auch richtig
gut."
Umstrittene Freiburger Führung
Die Freiburger Führung hatte in der ersten Hälfte vor
24.000 Zuschauern im Freiburger Stadion ein Dortmunder
besorgt: Mats Hummels traf in der 26. Minute mit einem
kuriosen Eigentor. Weidenfeller versuchte eine
Freistoßflanke von Julian Schuster zu fangen, doch er
wurde bei diesem Versuch im Fünfmeterraum von Makiadi
behindert. Der Ball flog zu Cissé, der mit dem Rücken
zum Tor stehend drei Meter vor dem Gehäuse auf das Ziel
köpfte. Subotic versuchte anschließend zu klären, schoss
dabei aber Hummels an - von dessen Bein kullerte der
Ball ins Tor. Schiedsrichter Marco Fritz gab den Treffer
allen Dortmunder Protesten zum Trotz.
Die erste Hälfte gestalteten beide Mannschaften
ansonsten weitgehend ausgeglichen und mit hohem Tempo.
Dabei erwiesen sich die Dortmunder zwar als technisch
besser, die äußerst engagiert auftretenden Breisgauer
glichen diesen Nachteil aber durch eine hohe
Laufbereitschaft aus. Da beide Teams in der Defensive
stabil standen, blieben Chancen in dieser Phase
Mangelware.
Dortmunder Treffer als logische Folge
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste wie verwandelt
aus der Kabine und erzeugten sofort Druck. Zunächst
scheiterte der Japaner Shinji Kagawa an Freiburgs
Torwart Oliver Baumann (48.). Wenige Sekunden später
pfiff Fritz einen Treffer von Barrios zurück, weil der
Nationalspieler Paraguays angeblich Baumann gefoult
hatte. Im Anschluss erarbeitete sich der BVB Chancen im
Minutentakt. Kagawa (52.) und der Türke Nuri Sahin (53.)
scheiterten aber am starken Baumann. Auch nach dieser
Szene rollte ein gefährlicher Angriff nach dem anderen
auf das Tor der Gastgeber, sodass die Dortmunder Treffer
die logische Folge waren.
Der BVB ist nach dem Sieg in Freiburg nun seit zwölf
Spielen in Serie ungeschlagen und hat außerdem noch
einen Bundesliga-Rekord aufgestellt: Sieben
Auswärtsspiele nacheinander hatte zuvor noch kein Team
gewonnen.
Für die heitere Note des Spiels sorgte der Dortmunder
Jakub Blaszczykowski, der nach einem kuriosen Dortmunder
Angriff völlig frei vor dem leeren Freiburger Tor mit
dem Ball am Elfmeterpunkt auftauchte, von dort die Kugel
allerdings über das Tor setzte.
nach Michael Schumacher der 2. Formel 1
Weltmeister aus Deutschland
Man war das ein spannendes Rennen! Wären nur ein, zwei
Autos weniger zwischen ihm und Alonso gewesen, dann
hätte Vettel nur einen Blumentopf und viele Grüße
gewonnen.
Aber zum Schluss führte er fast die ganze Zeit das
Formel 1 Rennen an, ich versteh zwar als Amateur nur
wenig von dem Sport, aber heute sind glaube 80 Millionen
Menschen zu Rennexperten geworden!
Heute ist es genau 16 Jahre und 1 Tag her, dass ein
Deutscher zum ersten Mal die Formel 1 Weltmeisterschaft
gewonnen hat. Sebastian Vettel ist erst der zweite
deutsche Fahrer, der Formel 1 Weltmeister geworden ist.
Nur der große Michael Schuhmacher hatte dieses
Kunststück bis heute zustande gebracht. Dieser schied
aber heute schon nach wenigen Runden durch einen Crash
aus.
Ich sehe grad auf RTL einen enttäuschten Alonso, aber
er hatte ja schon zwei Mal das Vergnügen, deswegen
brauch man nicht viel Mitleid zeigen. Deutschland ist
heute Vettel-Land!
Sebastian Vettel ist mit seinen 23 Jahren übrigens auch
gleichzeitig der jüngste Formel 1 Weltmeister aller
Zeiten!!! Noch im Cockpit hörte man Vettel ins Teammikro
schluchzen, klar freut sich der Junge wie Sau. Auch bei
der Siegerehrung kullerten eben die Tränen.
Rennen:
1. S. Vettel Red Bull Racing 1:39:36,837
2. L. Hamilton McLaren-Mercedes + 10,1
3. J. Button McLaren-Mercedes + 11,0
4. N. Rosberg Mercedes GP + 30,7
5. R. Kubica Renault + 39,0
6. V. Petrov Renault + 43,5
7. F. Alonso Ferrari + 43,7
8. M. Webber Red Bull Racing + 44,2
9. J. Alguersuari Toro Rosso + 50,2
10. F. Massa Ferrari + 50,8
Top 5 der Fahrerwertung in der Formel 1 Saison 2010:
1. Sebastian Vettel Red Bull Racing 256
2. Fernando Alonso Scuderia Ferrari 252
3. Mark Webber Red Bull Racing 242
4. Lewis Hamilton McLaren-Mercedes 240
5. Jenson Button McLaren-Mercedes 214
Grange siegt beim Slalomauftakt in Levi
Jean-Baptiste Grange hat das erste Rennen der alpinen
Skiherren der Saison gewonnen. Der Franzose siegte beim
Slalom im finnischen Levi vor dem Schweden Andre Myhrer.
Auf Rang drei fuhr Ivica Kostelic aus Kroatien.
Grange souverän zum Sieg
Bereits im ersten Durchgang mussten mehrere hoch
gehandelte Fahrer die Segel streichen, insbesondere die
Österreicher hatten einige Ausfälle zu verzeichnen. So
sahen etwa Reinfried Herbst, Benjamin Raich, Marcel
Hirscher, Giuliano Razzoli oder Michael Janyk das Ziel
nicht. Besser machte es da vor allem Jean-Baptiste
Grange. Der Franzose, der die letzte Saison aufgrund
einer Kreuzbandverletzung fast komplett verpasst hatte,
fuhr als wäre er nie weggewesen und lag bereits zur
Halbzeit 0,44 Sekunden und mehr vor der Konkurrenz. Im
zweiten Lauf brachte er den Vorsprung souverän nach
unten und siegte in einer Zeit von 1:46,64 Minuten.
Schneller als Grange war im Finale lediglich der Schwede
Andre Myhrer. Dessen Laufbestzeit wurde mit Rang zwei
belohnt, 0,33 Sekunden hinter Grange. Mit einem
Respektabstand von bereits 0,97 Sekunden landete Ivica
Kostelic auf Tagesrang drei.
Dopfer holt dritten Startplatz für DSV
Nach den Ausfällen von Herbst, Raich und Hirscher war
Weltmeister Manfred Pranger als Fünfter bester
Österreicher. Patrick Bechter und Wolfgang Hörl
punkteten ebenfalls, waren als 25. bzw. 27. aber nicht
im Vorderfeld zu finden. Freud und Leid gab es auch für
die beiden deutschen Starter: Während Felix Neureuther
sich nach einem schweren Fehler nicht für den zweiten
Lauf qualifizieren konnte, machte es Teamkollege Fritz
Dopfer wesentlich besser. Mit Startnummr 57 fuhr er noch
auf Rang 24 und verbesserte sich im Finale dank der
zweitbesten Laufzeit sogar noch auf den 14. Endrang.
Damit schaffte er nicht nur die halbe WM-Norm, sondern
sicherte dem deutschen Skiverband auch noch einen
dritten Startplatz in den kommenden Slalomrennen. Vom
Schweizer Quartett qualifizierten sich mit Silvan
Zurbriggen und Marc Gini immerhin zwei Fahrer für den
zweiten Lauf und konnte in diesem mit den Plätzen sechs
und neun durchaus überzeugen.
Nächste Rennen in zwei Wochen
Für die alpinen Skifahrer stehen nun zunächst zwei
Wochen Weltcuppause an, ehe es am 24. November für die
Herren in Lake Louise und am 27. November für die Damen
in Aspen mit den ersten Rennen in Nordamerika
weitergeht.
Schild gewinnt Slalom von Levi - Riesch knapp
geschlagen
Marlies Schild hat sich mit einem starken zweiten
Durchgang den Sieg beim Slalom in Levi gesichert. Die
Österreicherin siegte knapp vor Maria Riesch, die zur
Halbzeit in Führung gelegen hatte, und der Finnin Tanja
Poutiainen.
Schild
fängt Riesch im Finish noch ab
Maria Riesch hat den Sieg beim Weltcupslalom im
finnischen Levi auf den letzten Metern noch aus der Hand
gegeben. Von der ersten bis zur letzen Zwischenzeit lag
die Olympiasiegerin klar in Front: Wenige Meter vor dem
Ziel betrug ihr Vorsprung 0,74 Sekunden auf die
Österreicherin Marlies Schild und doch reichte es nicht
zum Sieg. Im Steilhang war die 25-jährige dann jedoch zu
vorsichtig unterwegs, sodass ihr letztlich 0,03 Sekunden
auf die Siegzeit von Schild fehlten. Dieser wiederum
gelang im zweiten Durchgang ein Traumlauf. Mit
Laufbestzeit schob sie sich vom fünften Rang noch ganz
nach vorn und feierte in einer Endzeit von 1:52,84
Minuten ihren 24. Weltcupsieg. Hinter den beiden fuhr
Tanja Poutianen vor heimischen Publikum mit 0,34
Sekunden Rückstand auf den dritten Platz. Pech hatte
Rieschs Landsfrau Katharina Dürr, die nach dem ersten
Lauf auf Rang zwei gelegen hatte. Sie fädelte im
Steilhang ein und verpasste damit eine mögliche
Podestplatzierung.
Wieder starke DSV-Leistung
Neben dem zweiten Rang von Maria Riesch und trotz des
Ausscheidens von Katharina Dürr boten die deutschen
Damen eine gute Teamleistung. Susanne Riesch schob sich
im zweiten Durchgang mit der zweitbesten Laufzeit vom
zehnten auf den vierten Rang vor, Fanny Chmelar landete
als Zehnte ebenfalls unter den Top Ten. Mit Christina
Geiger, Lena Dürr, Monica Hübner, Kathrin Hölzl und
Barbara Wirth landeten außerdem noch fünf weitere
DSV-Athletinnen in den Weltcuprängen. Auch die
Österreicherinnen wussten zu überzeugen. Nicole Hosp
belegte in ihrem ersten Slalom nach langer
Verletzungspause mit zwei soliden Läufen Rang fünf,
Michaela Kirchgasser wurde Tagesachte. Ebenfalls
Weltcuppunkte gab es für Elisabeth Görgl (15.),
Bernadette Schild (17.) und Alexandra Daum (26.). Aus
Schweizer Sicht kam lediglich Denise Feierabend als 18.
in die Punkteränge, die übrigen Fahrerinnen verpassten
allesamt die Qualifikation für das Finale.
Vettel knapp auf Pole vor Hamilton und Alonso
Der WM-Krimi ist angerichtet: Sebastian Vettel startet
den Abu Dhabi-Grand-Prix vor Lewis Hamilton und Fernando
Alonso - Mark Webber nur Fünfter
Die letzte Qualifikation der Formel-1-Saison 2010 hatte
es in sich - denn für die Pole-Position hatten mehrere
Piloten und Teams das Potenzial: Neben den beiden Red
Bull auch die beiden McLaren-Mercedes sowie Fernando
Alonso im Ferrari.
Am Ende hatte Sebastian Vettel mit 1:39.394 Minuten die
Nase vor den beiden McLaren-Mercedes-Piloten Lewis
Hamilton (nur 0,032 Sekunden Abstand) und Fernando
Alonso. Dahinter auf dem vierten Rang: Jenson Button im
McLaren-Mercedes. Erst auf dem fünften Platz folgte Mark
Webber im zweiten Red Bull.
Die sechste Position ging an Felipe Massa im zweiten
Ferrari. Dahinter: Michael Schumacher vor Nico Rosberg
(beide Mercedes) und Vitaly Petrov (Renault).
Nach dem Ende des ersten Durchgangs schieden die
folgenden langsamsten sieben Piloten aus: Sébastien
Buemi (Toro Rosso), Jarno Trulli und Heikki Kovalainen
(beide Lotus), Timo Glock und Lucas di Grassi (beide
Virgin), Bruno Senna sowie Christian Klien (beide HRT).
Nach dem zweiten Qualifying-Teil mussten die folgenden
Fahrer zuschauen: Robert Kubica (Renault), Kamui
Kobayashi (Sauber), Adrian Sutil (Force India), Nick
Heidfeld (Sauber), Nico Hülkenberg (Williams),
Vitantonio Liuzzi (Force India) sowie Jaime Alguersuari
(Toro Rosso).
Kagawa und Barrios lassen Borussia Dortmund jubeln
Shinji Kagawa und Lucas Barrios haben Spitzenreiter
Borussia Dortmund am 12. Spieltag zum zehnten Dreier der
Saison geführt. Gegen den Hamburger SV gelang dem BVB
ein 2:0-Erfolg.
Borussia Dortmund ist in der Bundesliga derzeit das Maß
aller Dinge. Der Tabellenführer setzte seine Erfolgserie
fort und blieb beim 2:0 (0:0) gegen den Hamburger SV zum
elften Mal in Folge ungeschlagen.
Der Japaner Shinji Kagawa (49.) mit seinem sechsten und
Lucas Barrios (70.) mit seinem siebten Saisontor machten
den verdienten Erfolg vor 80.720 begeisterten Zuschauern
perfekt. Die Hanseaten erlitten hingegen einen bitteren
Rückschlag und drohen den Anschluss an die Spitzengruppe
zu verlieren.
Hamburg ohne sechs Stammspieler
Von Beginn an übernahmen die Borussen das Kommando auf
dem regenschweren Rasen. BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte
jene Anfangsformation aufs Feld geschickt, die am
vergangenen Sonntag mit dem 4:0 bei Hannover 96 den
sechsten Auswärtssieg seit Saisonbeginn und damit einen
Liga-Rekord gefeiert hatte.
Der HSV, dem in den letzten sechs Pflichtspielen nur ein
Sieg gelang, musste hingegen erneut auf ein halbes
Dutzend Spieler verzichten, unter anderem auf Torhüter
Frank Rost, Torjäger Ruud van Nistelrooy, Marcell Jansen
und Eljero Elia.
Dortmund fehlt zunächst der Zug zum Tor
Die Dortmunder attackierten bereits im Mittelfeld und
erstickten den Spielaufbau der Hanseaten im Keim. Im
Vergleich zu den Gastgebern agierte der HSV behäbig und
allzu statisch, um die derzeit beste Abwehr der
Bundesliga in Verlegenheit zu bringen.
In der Offensive versäumten es die Dortmunder jedoch,
den nötigen Druck aufzubauen. So blieben Torchancen in
der ersten halben Stunde Mangelware.
Der BVB versuchte wie schon in den vergangenen
Begegnungen spielerisch zum Führungstreffer zu kommen
und ließ auf rutschigem Grün die Chancen zum mitunter
effektiveren Distanzschuss ungenutzt.
Kagawa erzielt Führung für Dortmund
Die erste Möglichkeit ergab sich für die Gastgeber in
der 38. Minute, als Lucas Barrios aus spitzem Winkel an
HSV-Keeper Jaroslav Drobny scheiterte. Zwei Minuten
später verfehlte Mario Götze aus fünf Metern nach einer
Flanke von Marcel Schmelzer das Tor.
Auf der Gegenseite blieb BVB-Torhüter Roman Weidenfeller
fast eine Stunde lang nahzu arbeitslos, während auf der
Gegenseite Kollege Drobny erstmals hinter sich greifen
musste. Nach einer Vorlage von Lukasz Piszczek schob
Kagawa den Ball aus fünf Metern ins Hamburger Gehäuse.
Drobny bewahrt Hamburg vor höherer Niederlage
Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte offenbar in der
Halbzeitansprache den richtigen Ton getroffen, denn
seine Mannschaft agierte nach dem Wechsel wesentlich
aggressiver und zielstrebiger.
HSV-Torhüter Drobny stand in der Folge mehrfach im
Blickpunkt, war jedoch an dem zweiten Treffer nach einer
sehenswerten Kombination, die Barrios problemlos zum 2:0
abschloss, machtlos. Am Ende verpasste es die Borussia,
ihre enorme Leistungssteigerung in den zweiten 45
Minuten mit weiteren Treffern zu krönen.
Lewandowski in der 90. Minute mit
der Großchance zum 1:0……….
…….leider am Torwart gescheitert.
Der BVB in der ersten Halbzeit
etwas verhalten, in der 2. Halbzeit mit viel besserem
Spiel, mehr Spielanteilen, insgesamt geht das
Unentschieden gerecht.
Wer kann diese Dortmunder im Moment eigentlich noch
stoppen?
Zehn Spiele, acht Siege, gestern der souveräne 2:0-Sieg
in Mainz, Tabellenführer – noch nie sind die Borussen so
gut in eine Saison gestartet wie jetzt.
Dortmund, das ist wirklich meisterhaft!
Besonders einer machte Trainer Jürgen Klopp richtig
Freude: Mario Götze, zarte 18 Jahre jung, das größte
BVB-Talent seit Jahren – und gestern der Matchwinner in
Mainz. Sein Tor nach 26 Minuten ebnete Dortmund den
Auswärtssieg.
„Das hat er stark gemacht“, lobte Klopp. Leicht
untertrieben! Der Slalomlauf von Götze und der trockene
Rechtsschuss aus elf Metern war wirklich GÖTZLICH!
BVB-Sportdirektor Zorc: „Besser als heute kann man kaum
Fußball spielen.“
Wie gut ist Götze?
Laut DFB-Sportdirektor Sammer eines der „größten
Talente, die wir je hatten“. Bundesliga-Debüt mit 17,
diese Saison zwei Tore. Und: Bundestrainer Löw wird ihn
für das Länderspiel in Schweden (17. November)
nominieren. Was für ein Karriere-Sprung!
Dabei kam er nur nach Dortmund, weil sein Vater
berufsbedingt aus dem Allgäu nach Dortmund umziehen
musste. Klopp: „Dafür sind wir dem Papa noch heute
dankbar.“
Gestern lief fast alles wie am Schnürchen für die
Klopp-Jungs (mit Durchschnittsalter von 23,1 Jahren
zweitjüngste Elf aller Zeiten). Erst die verdiente
Führung, dann hält Roman Weidenfeller direkt nach dem
Wiederanpfiff einen (berechtigten) Elfer von Eugen
Polanski.
Als die Mainzer stärker und stärker werden, schiebt
Götze beim Konter den Ball götzlich auf Lucas Barrios.
Körpertäuschung gegen Mainz-Keeper Wetklo, dann schießt
er den Ball seelenruhig in den Kasten – fertig ist das
2:0 nach 67 Minuten!
Dabei spielte Mainz auch starken Fußball. Trainer Tuchel:
„Mit unserer Leistung war ich sehr zufrieden. Uns fehlte
nur ein Tor.“
Klopp: „Das war ein brettstarker Gegner.“
Und was ist jetzt mit der Meisterschaft?
Klopp: „Die interessiert uns Nullkommanull. Das Thema
löst nichts in uns aus.“ So hat schon mancher Trainer
abgewiegelt – und dabei längst den Titel geplant.
BVB-Jungstar Götze (M.) feiert sein Führungstor mit
Kagawa (r.) und Sahin (l.)