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Spielbericht
Oberliga West 27. 11. 2011 |
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Huskis
ohne Chancen an der Strobelallee
EHC Dortmund – Kassel Huskies 5 : 1 (1:0,2:1,2:0)
Der mehr als zufriedene Cheftrainer der Westfalen Elche
Frank Gentges lobte nach Spielschluss seine Mannschaft
und sprach von einem der besten Partien des EHC in den
zurückliegenden gut zwei Jahren seiner Tätigkeit an der
Strobelallee: „Wir haben einen starken Gegner insgesamt
sicher beherrscht. Meine Mannschaft hat sich kämpferisch
und vor allem spieltaktisch hervorragend präsentiert“.
Mit 5:1 gewann der EHC Dortmund das Spitzenspiel gegen
die Kassel Huskies und konnte damit den Hessen die erste
Niederlage der Saison, zumindest auf dem Eis (zwei Siege
der Huskies wurden am grünen Tisch als Niederlagen
gewertet), beibringen. Neben dieser sportlichen Bilanz
muss aber auch der stimmungsvolle Rahmen mit über 1300
Zuschauern und das vorbildlich sportliche faire
Fanverhalten auf beiden Seiten herausgestellt werden.
Besonders die Anhänger der Gastmannschaft zeigten, dass
man auch trotz der sich abzeichnenden Niederlage für
Stimmung sorgen kann. So wurde dann z.B. auch gemeinsam
mit den EHC-Fans gefeiert und die La-Ola-Welle
angestimmt. Solch eine kollektive friedliche Stimmung
wünscht man sich im Sinne des Sports eigentlich immer,
gerade bei den vielen Negativbeispielen der letzten
Zeit. Schon jetzt kann man sich darauf freuen, dass
beide Teams im neuen Jahr erneut mindestens zweimal
aufeinander treffen werden.
Beide Mannschaften begannen sehr engagiert und
kampfbetont und EHC-Keeper Benjamin Finkenrath musste
bereits nach 25 Sekunden zum ersten Mal eingreifen.
Ganze 15 Sekunden später war Elche Stürmer dann frei vor
dem Gästekeeper Adam Ondraschek, der allerdings klären
konnte. So ging es munter weiter und der EHC holte sich
immer mehr Spielanteile. In der 5. Spielminute traf Nils
Liesegang nur den Pfosten, zwei Minuten später legte er
auf Frank Petrozza auf, der nur knapp scheiterte. In der
10. Minute hatte der EHC für gut eine Minute eine
doppelte Überzahl und gab auch viele Schüsse aufs Tor
der Gäste ab, musste sich dann aber dem ersten (und
einzigen) Powerplay der Gäste widersetzen. Auf den
ersten Treffer musste allerdings noch gewartet werden.
Zuerst trafen die Elche durch Thomas Richter erneut den
Pfosten, in der 19. Minute war es dann so weit.
Branislav Pohanka zog von der linken Seite ab, der Puck
wurde noch von einem Gegenspieler abgefälscht und
landete zum 1:0 im Netz. „Zuerst haben wir dem Gegner
ein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht, dann wurden
wir beschenkt“ lautete der Kommentar vom Gästetrainer
Jamie Bartman hinterher. Damit spielte er auf die
EHC-Führung und den 1:1-Ausgleich direkt nach
Wiederbeginn im zweiten Drittel an. Da leisteten sich
die Elche einen Abwehrschnitzer, den die Huskies durch
Michael Christ im Nachschuss dankbar nutzten. Den
einzigen Aufreger in der insgesamt sehr fairen Partie
gab es in der 23. Minute, als Christoph Koziol vor dem
Kasselaner Tor einen Schuss von Stephan Kreuzmann ins
Gehäuse abfälschte, das Schiedsrichtergespann aber auf
hohen Stock entschied. Es war die einzige kritische
Situation, die das Team unter der sicheren Leitung von
Hauptschiedsrichter Markus Krawinkel zu beurteilen
hatte. Das 2:1 für den gastgebenden EHC fiel dann in der
28. Minute, als Branislav Pohanka sich an der eigenen
blauen Linie den Puck erkämpfte, um dann von der rechten
Seite aufs gegnerische Tor zu stürmen und erfolgreich
abzuschließen. „Er ist mein wichtigster Stürmer, vor
allem wegen seines Spielverständnisses“ betonte
EHC-Coach Frank Gentges schon mehrfach den Wert des
slowakischen Kontingentspielers, der seit Wochen mit
gerissenem Band im Handgelenk sich in den Dienst der
Mannschaft stellt und nun auch gegen Kassel zum
überragenden Torjäger wurde. Der 27-jährige
Mittelstürmer der zweiten Reihe mit der Super-Bilanz von
nur einem Gegentreffer in mittlerweile 17
Meisterschaftsspielen konnte nämlich in der 39. Minute
mit einem Traumtor rechts oben in den Winkel sogar auf
3:1 erhöhen. Damit war schon eine erste Vorentscheidung
gefallen, obwohl die Huskies nach dem 2:1 noch einmal
versucht hatten, den Druck zu erhöhen. In Sicherheit
wähnten sich die Elche aber trotz des
Zwei-Tore-Vorsprungs noch nicht, schließlich hatten sie
im Hinspiel schon dreimal geführt, um dann trotzdem noch
im Penaltyschiessen zu verlieren. Dazu kam es dieses Mal
aber nicht, denn mit dem 4:1 nach 46 Minuten durch
Christoph Koziol nach guter Kombination erlahmte der
Elan der Huskies. Allerdings nicht auf den Rängen der
vorbildlichen Gästefans, die trotzdem weiter feierten.
Den Schlusspunkt setzte Frank Petrozza in der 55.
Minute, als er einen Schuss von Verteidiger Sebastian
Eickmann zum 5:1-Endstand abfälschen und damit den
verdienten Sieg des EHC Dortmund besiegeln konnte.
Der EHC Dortmund hat nun 14 Tage Spielpause um Kraft zu
tanken für die restlichen fünf Meisterschaftsspiele auf
dem Weg zur Titelverteidigung der Oberliga West
Meisterschaft. Die nächste Partie der Westfalen Elche
findet am übernächsten Sonntag, dem 11.12.2011 ab 19 Uhr
erneut auf eigenem Eis statt. Dann steht das nächste
Spitzenspiel gegen den EV Duisburg auf dem Programm.
Torfolge:
1:0 (18:38) Branislav Pohanka (Nils Liesegang, Manuel
Neumann)
1:1 (20:43) Michael Christ (Sven Valenti, Petr Sikora)
2:1 (27:48) Branislav Pohanka (Dieter Orendorz)
3:1 (38:25) Branislav Pohanka (Michael Schmerda, Manuel
Neumann)
4:1 (45:07) Christoph Koziol (Philipp Michl, Thomas
Richter)
5:1 (54:02) Frank Petrozza (Sebastian Eickmann, Ryan
Martens)
Strafminuten: EHCDO 2 - Kassel 10
Zuschauer: 1326
Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Jan
Kremer [35] (nicht eingesetzt) – Florian Kirschbauer
[2], Stephan Kreuzmann [4] (C), Dieter Orendorz [22],
Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A),Niklas
Clusen [55] – Philipp Michl [7], Ryan Martens [8],
Michael Schmerda [16], Thomas Richter [18], Vitali
Stähle [19], Branislav Pohanka [25], Jérome Bobon [61],
Christoph Koziol [66], Frank Petrozza [88], Dennis
Schlicht [91], Nils Liesegang [98]
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Am heutigen Sonntag gastierten die Kassel Huskies beim
Spitzenreiter der Oberliga-West, dem EHC Dortmund im
Eissportzentrum Westfalenhallen. Auch bei Temperaturen
um 0°c konnten sich die Huskies auf die Unterstützung
ihrer Fans verlassen. Knapp 400 Huskiesfans hatten den
Weg über die A44 nach Dortmund auf sich genommen und
waren gekommen, um die Huskies lautstark zu
unterstützen.
Dass ein Sieg beim Tabellenführer allerdings kein
Selbstläufer werden würde, zeigte sich bereits nach
wenigen Sekunden. Die Dortmunder kamen deutlich wacher
aus der Kabine als die Schlittenhunde. Gleich in den
ersten Minuten musste Adam Ondraschek, der vor Martin
Fous den Vorzug bekam, mehrfach sein ganzes Können
zeigen. Besonders gegen die schon im Hinspiel in der
Eissporthalle überzeugenden Einzelkönner der Elche war
die Kasseler Defensive von der ersten Spielminute an
gefordert. Gerade Christoph Koziol und Branislav Pohanka
drehten den Kasseler Verteidigern den einen oder anderen
Knoten in die Beine. So war es auch nicht verwunderlich,
dass die Westfalen in der 19. Spielminute in Führung
gehen konnten. Abermals war es Pohanka, der aus vollem
Lauf von kurz hinter der blauen Linie abzog und Adam
Ondraschek - etwas überrascht - leicht unglücklich
aussehen ließ. Das Zwischenergebnis schmeichelte den
Huskies allerdings bereits zu diesem Zeitpunkt des
Spiels, da die Dortmunder ihrerseits auf mehrere
Pfosten- und Lattentreffer verweisen konnten.
Die Drittelpause kam den Blau-Weißen also durchaus
gelegen. Und Jamie Bartmans Ansprache in der Kabine muss
entsprechen gewesen sein. Nur 43 Sekunden dauerte es,
bis die Huskies sich zu fangen schienen. Petr Sikora
klaute Stephan Kreuzmann in der neutralen Zone den Puck,
zog vor das Tor, wo Finkenrath zwar den Schuss des
gebürtigen Tschechens, nicht jedoch den Nachschuss von
Michi Christ parierte. So konnte es weitergehen - doch
die Dortmunder hielten selbst wenig davon die Huskies
weiter ins Spiel zurückkommen zu lassen. Selbst durch
ein nicht anerkanntes Tor (23. Spielminute) ließen sich
die Elche nicht von ihrem Spielplan abbringen und
zwangen die Huskies mit einem aggressiven Forechecking
zu individuellen Fehlern im Spielaufbau.
Und eben so ein Schnitzer kostete den Huskies in der
Folge das Remis. Glusanok verlor an des Gegners blauer
Linie fahrlässig den Puck und ermöglichte den Westfalen
einen 3-auf-0 Konter, den abermals Pohanka zum 2:1 für
die Dortmunder verwandelte. Auf dieser Führung und auf
einer stabilen Defensive ruhten sich die Elche in der
Folge aus, ließen die Kasseler anrennen und warteten
ihrerseits auf Konter. Ausgerechnet in die beste Phase
der Huskies - gegen Ende des zweiten Drittels -
schadeten sich die Nordhessen erneut selbst. Hinter dem
eigenen Tor ging der Puck in einer Unachtsamkeit
verloren. Ex-Husky Michael Schmerda sah den
omnipräsenten Pohanka von der blauen Linie heranstürmen,
der mit einem satten Schlagschuss Ondraschek keine
Chance ließ. 3:1 für Dortmund - was auch der Spielstand
nach 40 Minuten sein sollte.
Obwohl die Huskies im letzten Drittel noch mal alle
Kräfte mobilisierten, sollte es heute einfach nicht
reichen. Zu überzeugend war die läuferische und die
defensive Leistung der Westfalen Elche. So war dann
spätestens nach dem 4:1 in der 46. Spielminute durch
Koziol auch dem letzten Optimisten im Lager der Huskies
klar, dass man heute nicht als Sieger das Eis verlassen
würde. Und so konzentrierten sich die mitgereisten
Anhänger darauf einen guten Eindruck in Dortmund zu
hinterlassen. Friedlich und freundlich feierte und
hüpfte man - in Zeiten der Hooligan-Debatten im
deutschen Sport - mit dem Dortmunder Anhang durch die
Halle, sang das obligatorische "You'll never walk alone"
und spendete nach Spielende sogar dem Dortmunder Team
anerkennende Ovationen. Dass die Westfalen Elche bis zu
diesem Zeitpunkt noch auf 5:1 erhöht hatten, störte
niemanden.
Für die Huskies geht es am kommenden Freitag, dem
02.12.2011 um 19:30 Uhr in der heimischen Eissporthalle
weiter. Gegner sind dann die Bulldogs Königsborn.
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