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Spielbericht
Oberliga West 11. 12. 2011 |
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MOSKITOS erarbeiten sich einen 5:3 Sieg in Krefeld
Beim EHC Krefeld-Niederrhein konnten die MOSKITOS ihr
Auswärtsspiel siegreich gestalten. Allerdings war der
5:3 Sieg ein klarer Arbeitssieg. Es dauerte bis zur
Schlussphase des Spiels, ehe der Sieg und Dach und Fach
war. Miikka Jäske erlöste die rund 50 Moskitofans unter
den 231 Zuschauern mit dem 5:3 in das leere Krefelder
Tor.
Das Spiel in Krefeld begann ähnlich verheißungsvoll, wie
die Begegnung zwei Tage zuvor in Frankfurt. Kai Schmitz
hatte die Moskitos bereits in der 2.Minute in Führung
geschossen. Doch auch diesmal gelang es dem Gastgeber,
das Spiel unmittelbar nach der Führung zu drehen. Zwei
Treffer bis zur 8.Minute durch Pierre Klein brachte den
Moskitomotor mächtig ins stottern. Man kam nicht so
recht ins Spiel und musste auf Besserung im zweiten
Drittel hoffen.
Im zweiten Abschnitt spielte man dann auch deutlich
besser, ließ kaum Chancen der Krefelder zu und nutzte
selber konsequent die eigenen Chancen aus. Zunächst
glich in der 30.Minute Alexander Brinkmann aus, dann
brachte Miikka Jäske das Essener Team nach schöner
Vorlage von Andre Grein mit 3:2 in Unterzahl in Führung.
Krefeld gab sich aber längst nicht geschlagen und kam
besser in das letzte Drittel. Der Ausgleichstreffer
durch Raphael Niederehe in der 46.Minute sorgte für eine
spannende Schlussphase, in der die Gastgeber zunächst
die gefährlicheren Chancen hatten. Erst in der 56.Minute
sorgte Andre Grein für den erlösenden Treffer. Den
strammen Schuss von Sven Linda fälschte der Kapitän
unhaltbar ab. In den Schlussminuten ließen die Moskitos
dann keine Chance der Krefelder mehr zu und Miikka Jäske
sorgte drei Sekunden vor dem Ende mit seinem Schuss in
das leere Krefelder Tor für den 5:3 Endstand. Nachdem
Marcel Krzyzyk und Danny Fischbach wieder dabei waren,
musste Trainer Jan Vondracek diesmal auf Dominik
Scharfenort (Leiste) und Florian Spelleken (Fuß)
verletzungsbedingt verzichten.
EHC Krefeld-Niederrhein - Moskitos Essen 3:5 (2:1 | 0:2
| 1:2)
Die Tore: 1:0 (2.) Schmitz (Vogel), 1:1 (5.) Klein P.
(Klein A., Niederehe), 2:1 (8.) Klein P. (Klein A.,
Wagner – PP1), 2:2 (30.) Brinkmann (Jäske, Grein), 2:3
(35.) Jäske (Grein, Linda – UZ1), 3:3 (46.) Niederehe (Klöpper
– PP1), 3:4 (56.) Grein (Linda, Brinkmann), 3:5 (60.)
Jäske (ENG)
Strafminuten:
Moskitos Essen - 12
Krefeld - 4
Zuschauer: - 231 |
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Löwen siegen auch in Ratingen
Sechs Punkte aus den beiden Spielen an diesem
Wochenende: das ist die Bilanz nach den Siegen am
Freitag gegen Essen und heute in Ratingen. Mit 7:4
schlagen die Löwen die Ice Aliens und stehen jetzt auf
Platz 3.
Mit der vollen Punkteausbeute gehen die Löwen Frankfurt
aus diesem Wochenende: nach dem tollen 9:2-Heimsieg am
Freitag gegen die Moskitos Essen hat das Team von
Trainer Clayton Beddoes auch am Sonntagabend das
Gastspiel in Ratingen gewinnen können.
Mit 7:4 gingen die Löwen in Ratingen als Sieger hervor:
Marvin Bauscher und Daniel Sevo eröffneten die Torliste,
auf der sich auch wieder Löwen Stürmer Max Seyller
direkt nach der ersten Pause eintragen konnte. So
führten die Löwen Frankfurt bereits nach etwas mehr als
20 Minuten mit 3:0.
Die Ratinger Ice Aliens, die auch schon am Freitagabend
gegen Bad Nauheim mit 1:8 verloren, konnten gegen die
Löwen wenig aussetzen. Erst in der 26. Minute gelang den
Gastgebern durch Konstantin Firsanov der erste Treffer.
Doch die Löwen hatten die direkte Antworte parat: Jan
Barta (28. Min.) und Kapitän Martin Schweiger (32.)
erhöhten auf 5:1.
Durch Tore von Jan-Philipp Priebsch und André
Oesterreich kamen die Ice Aliens zwar bis auf zwei Tore
heran, doch Sven Breiter erhöhte den Vorsprung der Löwen
wieder. So konnte auch der Treffer des ehemaligen
Frankfurter Profis Christian Kohmann die Löwen nicht
mehr verunsichern. Mit dem Empty-Net-Goal in der 60.
Minute machte Alex Althenn schließlich alles klar - und
das 6-Punkte-Wochenende für die Löwen Frankfurt perfekt.
Am kommenden Wochenende wartet auf die Löwen Frankfurt
ein Doppel-Heimspiel-Wochenende. Am Freitag empfangen
die Löwen den Lokalrivalen aus Bad Nauheim (Tickets),
und am Sonntag kommt der Herforder EV in die
Eissporthalle Frankfurt.
Ratinger Ice Aliens - Löwen Frankfurt 4:7 (0:2, 3:4,
1:1)
0:1 (8. Min.) Marvin Bauscher (Kevin Thau)
0:2 (14. Min.) Daniel Sevo PP1
0:3 (21. Min.) Max Seyller PP1
1:3 (26. Min.) Konstantin Firsanov
1:4 (28. Min.) Jan Barta
1:5 (31. Min.) Martin Schweiger (Jan Barta) PP1
2:5 (34. Min.) Jan-Philipp Priebsch (Sören Hauptig,
André Oesterreich) PP1
3:5 (35. Min.) André Oesterreich (Jan-Philipp Priebsch)
3:6 (40. Min.) Sven Breiter (Kevin Thau, Martin
Schweiger)
4:6 (46. Min.) Christian Kohmann (Willy Gross)
4:7 (60. Min.) Alexander Althenn ENG
Strafen: folgen.
Zuschauer: ca. 500.
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Huskies verlieren spektakuläres Hessenderby im
Penaltyschießen
Schlechter hätte das kleine Hessenderby für die Huskies
nicht beginnen können, denn nach bereits 54 Sekunden
ging der Gast aus der Wetterau in Führung. Kevin
Lavallee spielte hinter dem Tor stehend Martin Fous den
Puck an die Kelle, von dort aus trudelte das Spielgerät
über die Linie.
Allerdings war der Gastgeber um eine schnelle Antwort
nicht verlegen. Drei Minuten waren gespielt, als die
Huskies in Überzahl eine tolle Kombination aufzogen, die
Michael Christ aus dem Slot zum Ausgleich verwertete.
Obwohl die größeren Spielanteile fortan bei den Huskies
lagen, waren die Roten Teufel über schnelle Gegenzüge
immer wieder brandgefährlich. Einen dieser Konter
wussten die Gäste auch zu nutzen. In der 8. Spielminute
tanzte der starke Kevin Lavallee durch die
Huskies-Abwehrreihen, legte für Michel Maaßen auf, der
knallhart zum 1:2 traf. Und die Gäste hätten sogar in
Person von Tobias Schwab erhöhen können, jedoch war Fous
zur Stelle, als der Stürmer mit der Rückennummer 27 vor
ihm auftauchte.
Nachdem Manuel Klinge in der 12. Minute am Außenpfosten
scheiterte, klingelte es zweieinhalb Minuten später
wieder auf der Gegenseite: Martin Fous leitete
unglücklich einen von den Gästen tief gespielten Puck
vor den Torraum und erneut war es Michel Maaßen, der für
die Nauheimer einnetzte. Doch wie schon nach dem ersten
Gegentreffer antworteten die Schlittenhunde wieder
umgehend – 32 Sekunden später verkürzte Petr Sikora per
Bauerntick zum 2:3-Pausenstand.
Die Möglichkeit zum 3:3-Ausgleich bekam selbiger nach
einem Nauheimer Abwehrfehler nach 50 Sekunden im
Mittelabschnitt, vergab allerdings.
In der 22. Spielminute gerieten die Huskies in
Unterzahl, als Manuel Klinge den Puck auf die
Zuschauerränge beförderte. Und in dieser Phase zeigte
Martin Fous endlich seine ganze Klasse, rettete seinen
Mannen mit zwei tollen Fanghandsaves und drei Paraden
mit den Schonern den knappen Rückstand. Fortan
übernahmen aber die Huskies das Heft des Handelns und
erspielten sich einige Chancen zum Ausgleich,
ECN-Torhüter Markus Keller rückte stärker in den Fokus.
Zunächst rettete er in der 27. Minute doppelt gegen
Alexander Heinrich, der über die rechte Seite
durchgebrochen war, kurz darauf blieb er auch bei einem
Sikora-Schlenzer und nach einem gefährlich abgefälschten
Klinge-Schuss der Sieger. Eine tolle Druckphase der
Schlittenhunde, die sich nach 28:02 Minuten endlich
belohnten: Semen Glusanok tankte sich durch die neutrale
Zone, ließ zwei Gegenspieler stehen, spielte einen
öffnenden Rückhandpass auf Patrick Berendt, der Markus
Keller mit einem platzierten Schuss ins lange Eck keine
Chance ließ.
3:3, doch diesmal antwortete der Gast nur 32 Sekunden
später: Den Versuch von Tobi Schwab konnte Fous noch
parieren, den Rebound verwertete Kapitän Lanny Gare aber
zur erneuten Nauheimer Führung.
Wo zunächst die Tore regierten, kamen nun die Fäuste zum
Einsatz. Sven Valenti auf Kasseler Seite sowie Christian
Franz und Marius Pöpel tauschten Nettigkeiten aus. 2+2
Strafminuten für alle Streithähne, Valenti und Franz
bekamen eine zehnminütige Disziplinarstrafe noch oben
drauf.
Nachdem Florian Böhm und Michi Christ in den
Spielminuten 31 und 36 gute Chancen zum Ausgleich
vergaben, hätten die Gäste vor der Pause sogar noch
erhöhen können. Die Nordhessen konnten sich jedoch
glücklich schätzen, dass Schwab in Überzahl nur den
Außenpfosten traf und Matthias Baldys nach einem
schlechten Huskies-Wechsel frei vor Fous vergab. So ging
es vor 5.287 Zuschauern mit einem knappen 3:4-Rückstand
ins letzte Drittel, in dem die Schlittenhunde die Chance
bekamen auszugleichen.
In der 48. Minute nagelte Kevin Lavallee – bei
angezeigter Strafe nach haken von Marc Kohl – Emanuel
Grund in die Bande. Fünf Minuten plus
Spieldauerdisziplinarstrafe für den Kanadier und
doppelte Überzahl für die Huskies, die aber dreißig
Sekunden später wieder vorüber war, weil Michael Christ
ebenfalls auf der Strafbank Platz nehmen musste. Nachdem
Sven Valenti in der 50. Minute beim Torschuss unfair
gestört wurde, gerieten die Huskies aber erneut in
doppelte Überzahl und wussten diese endlich zu nutzen!
Petr Sikora traf aus kurzer Distanz Markus Keller durch
die Beine zum 4:4-Ausgleich.
Doch wie schon zuvor, hatten die Gäste aus Mittelhessen
wieder die passende Antwort parat. Gerade waren 55
Minuten absolviert, als Martin Fous einen Cardona-Schuss
mit den Schonern hielt. Der Puck fiel allerdings Michel
Maaßen direkt vor die Füße, der ins leere Tor zur
erneuten Nauheimer Führung traf.
Zum wiederholten Mal lagen die Huskies hinten, aber zum
wiederholten Mal kamen sie auch zurück! Zum dritten Mal
am heutigen Abend traf Petr Sikora, zum dritten Mal in
Überzahl! Drei Minuten vor Schluss war das Spiel also
ausgeglichen und ging auch ins Penaltyschießen, unter
anderem auch weil in der Verlängerung Semen Glusanok auf
der Torlinie für den bereits geschlagenen Fous rettete.
So mussten die Penalties über Sieger und Verlierer
entscheiden: Nachdem Michi Christ an Keller scheiterte
und Tobias Schwab mit Glück verwandelte, netzte Manuel
Klinge ein und Fous parierte den Versuch von Michael
Maaßen. Im dritten Durchgang lief nun Alexander Heinrich
an, traf aber nur den Innenpfosten! So machte Lanny Gare
im letzten Versuch den knappen, aber letztlich
verdienten Sieg der Roten Teufel klar.
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6:5-Sieg nach Penaltyschießen in Kassel - Siegtreffer
durch Lanny Gare - Maaßen dreifacher Torschütze
Mit 6:5 n.P. (3:2, 1:1, 2:1) gewannen die Roten Teufel
heute Abend einen echten Eishockeykrimi in Kassel und
behaupteten damit den zweiten Tabellenplatz. Die Huskies
kamen erst durch zahlreiche Strafen der Gäste - u.a.
eine Spieldauer gegen Lavallee - zurück ins Spiel, im
Penaltyschießen holte Lanny Gare das spielentscheidende
Tor.
Die über 5.000 Zuschauer in der Kasseler Eissporthalle
(davon gut 500 aus Bad Nauheim) sahen ein spannendes,
schnelles und hochklassiges erstes Drittel, das optimal
für die Gäste begann: nach nur 54 Sekunden kassierte
Martin Fous im Kasten der Huskies ein aus seiner Sicht
unglückliches Tor durch Kevin Lavallee. Irgendwie sprang
die Scheibe von seinem Schoner über die Linie, doch der
Nauheimer Jubel währte nicht lange: als Christian Franz
für zwei Minuten in die Kühlbox musste, traf Manuel
Klinge zum Ausgleich (4.). In der Folgezeit waren die
Wetterauer aber das bessere weil strukturierter
spielende Team, das interessante Spielzüge nach vorne
vortrug. Belohnt wurde dies durch Michel Maaßen mit dem
2:0, der nach einer mustergültigen Vorlage von Lavallee
mit einem Onetimer in den Winkel zum 2:1 für die Gäste
erhöhte. Einen Patzer von Fous, der insgesamt nicht
sicher wirkte, nutzte erneut Michel Maaßen in der
15.Minute zum 1:3, zuvor scheiterte Lavallee lediglich
am Pfosten. Die Roten Teufel schienen das Match im Griff
zu haben, da leistete sich die gesamte Nauheimer
Defensive einen Fehler hinter dem Tor gegen Klinge, was
Sikora zum 2:3-Anschlusstreffer nutzte. Das
Spielgeschehen beruhigte sich ein wenig, was wohl auch
dem hohen Tempo geschuldet war, das beide zuvor gingen.
Weibler sorgte Sekunden vor dem ersten Pausentee mit
einem Pfostenschuss aber nochmal für ein Signal in
Richtung des zweiten Drittels.
In diesem hatten jedoch die Hausherren durch Sikora in
der 21.Minute die erste Chance, überhaupt schienen sich
die Schlittenhunde nun besser auf die Bad Nauheimer
eingestellt zu haben. Die Gäste hatten durch Kujala
(22.) und Striepeke nach einem Drehschuss (24.) zwar
ebenfalls gute Gelegenheiten, doch Kassel wurde stärker.
Einen 2 auf 1-Konter vergab Roedger (27.), Sikora
scheiterte freistehend im Slot an Keller (28.). In der
29.Minute fast mit Ansage der 3:3-Ausgleich: Berendt war
nach einem Pass von Glusanok auf der linken Seite völlig
blank und traf mit einem fulminanten Schlagschuss genau
in den Winkel. Doch die Gäste antworteten prompt: nur 32
Sekunden später nutzte Gare eine erneute Unsicherheit
von Fous mit einem Rebound zum 4:3 für die Roten Teufel.
Kassel war der Wind aus den Segeln genommen, so dass die
Gäste das Geschehen bestimmten. Aufregung in der
29.Minute: gleich zwei Fights (Pöpel mit Manuel Klinge
und Franz mit Valenti) fanden hinter dem Kasten von
Markus Keller statt, beide gingen klar an die Bad
Nauheimer Akteure. Beide Seiten erhielten kleine
Strafen, wobei Franz und Valenti obendrauf jeweils einen
Zehner aufgebrummt bekamen. Das Spiel kostete beide
Seiten offenkundig Kräfte, denn das ganz hohe Tempo der
ersten Hälfte wurde nun nicht mehr gegangen, zumal beide
Teams mit lediglich drei Blöcken agierten. Mehr als ein
Schuss von Baldys im Powerplay kurz vor der zweiten
Pause sollte an Chancen somit nicht mehr herausspringen.
Mit Beginn des letzten Abschnitts merkte man den Gästen
deutlich an, dass sie das vielleicht vorentscheidende
Tor schnell erzielen wollten. Baldys, Schwab und
Lavallee verzogen allesamt aus aussichtsreicher
Position. Kassel musste mit zunehmender Spieldauer
natürlich mehr Risiko gehen und hinten aufmachen, jedoch
wurden sie durch Strafzeiten der Gäste begünstigt. In
der 48.Minuten erhielt zunächst Marc Kohl zwei Minuten,
Kevin Lavallee kassierte gar eine Spieldauerstrafe nach
einem Check gegen Stefan Heinrich, so dass der Topscorer,
der bislang erst sechs Strafminuten in der ganzen Saison
hatte, Freitag in Frankfurt gesperrt ist. Das Spiel
wurde hektischer, und die beiden Hauptschiedsrichter (es
wurde im Vier-Mann-System gepfiffen) hatten das Match
nicht immer im Griff. Auch Christian Franz musste in der
50.Minute eine Strafzeit hinnehmen, so dass die Huskies
gut drei Minuten fünf gegen drei Powerplay spielen
konnten. Die EC-Abwehr kämpfte mit Leidenschaft, konnte
aber das 4:4 in der 52.Minute durch Sikora nicht
verhindern. Als der EC endlich wieder komplett war, ging
das Spielgeschehen sofort in Richtung von Martin Fous.
In der 56.Minute war es der dritte Patzer des Kasseler
Goalies, als er einen Schuss von Weibler erneut nicht
festhalten konnte. Maaßen mit seinem dritten Treffer war
wiederum der Nutznießer. Aber der Unparteiische gab
weiter Gas: Marius Pöpel erhielt eine mehr als
fragwürdige Strafe, wieder verwerteten die Hausherren
dieses zum Ausgleich durch Sikora. Auf der anderen Seite
hielt sich der Schiedsrichter leider mit Strafen zurück,
erst 18 Sekunden vor dem regulären Ende musste er eine
solche wegen Spielverzögerung gegen Kassel geben.
Es ging somit in die Verlängerung, in der die Gäste in
Überzahl beginnen konnten. Lanny Gare hatte hierbei
gleich zwei Mal die Riesenchance, doch Fous, der nun
warmgeschossen war, hielt. Als ein Schuss von Baum in
der 63.Minute über die Linie ging, gab der Referee den
Treffer nicht, obwohl das Hartgummi deutlich im Tor
landete. Fred Carroll sowie die gesamte Bank waren außer
sich, zumal der Schiedsrichter auch in der Folgezeit
klare Strafen nicht ahndete. Die Partie ging
schlussendlich ins Penaltyschießen, in dem Schwab und
Gare trafen, während Kassel nur einmal durch Klinge
einnetzen konnte. Somit nehmen die Wetterauer zwei
wichtige und verdiente Punkte mit nach Hause sowie die
Erkenntnis, dass man bei fünf gegen fünf Feldspielern
die bessere Mannschaft war. Am Freitag geht es nun ins
nächste Spitzenspiel nach Frankfurt, das heute Abend
beim Sieg in Ratingen ebenfalls zwei Spieldauerstrafen
kassieren musste.
"Das war ein hochklassiges Spiel mit viel Tempo von
Anfang bis Ende. Wir haben stets gekämpft und haben
nicht unverdient gewonnen. Es waren heute zwei
Top-Manschaften, nur der Referee passte da nicht ins
Bild. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt", sagte
Fred Carroll nach dem Spiel. "Meine Jungs haben alles
gegeben. Nauheim ist eine Top-Mannschaft, es hätte auch
andersherum ausgehen können. Ich freue mich auf das
nächste Spiel gegen die Roten Teufel", so Kassels
Trainer Jamie Bartman.
Kassel Huskies - EC Bad Nauheim 5:6 n.P. (2:3, 1:1, 2:1)
Tore:
0:1 (00:54) Lavallee (Schwab)
1:1 (03:58) Christ (Sikora, M.Klinge) PP 5-4
1:2 (07:16) Maaßen (Lavallee, Mangold)
1:3 (14:10) Maaßen
2:3 (14:42) Sikora (M.Klinge, Christ)
3:3 (28:02) Berendt (Glusanok)
3:4 (28:34) Gare (Schwab)
4:4 (51:11) Sikora (A.Heinrich, Valenti) PP 5-3
4:5 (55:02) Maaßen (Weibler, Kohl)
5:5 (57:17) Sikora (Valenti) PP 5-4
5:6 (65:00) Gare PS
Strafminuten: ECK 20 + 10 (Valenti) + 10 (Christ) / ECN
18 + 10 (Franz) +5+SD (Lavallee)
Zuschauer: 5.287 |
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Elche
siegen auch nach der Zwangspause weiter
EHC Dortmund – EV Duisburg 5 : 2 (0:0,3:2,2:0)
Auch nach der 14-tägigen Spielpause blieb der EHC
Dortmund auf der Erfolgsspur und gewann am Sonntagabend
das siebte Meisterschaftspiel in Folge. In einer guten
und kampfbetonten Partie mit sehr vielen Emotionen
konnte der EV Duisburg verdient mit 5:2 bezwungen
werden. Nach torlosem ersten Drittel gingen die Gäste
zwar mit 1:0 in Führung, die Westfalen Elche drehten in
ihren roten Weihnachtstrikots das Spiel aber. Bei
zunehmender Hektik konnte der EHC bereits in der 45.
Minute mit dem 4:2 eine gewisse Vorentscheidung
erzwingen, den Schlusspunkt setzte der dreifache
Torschütze Ryan Martens 70 Sekunden vor dem Abpfiff mit
einem Schuss ins mittlerweile leere Duisburger Gehäuse
zum 5:2-Endstand. Damit konnten die Westfalen Elche als
Tabellenführer der Oberliga West nach Minuspunkten auf
zwei Zähler gegenüber Bad Nauheim und vier gegenüber
Kassel leicht ausbauen.
Schon nach zwei Spielminuten musste EHC Coach Frank
Gentges auf Florian Kirschbauer verzichten. Nach einem
bösen (nicht geahndeten) Check in Bandennähe musste der
Verteidiger mit einer Schulter- und Gesichtsverletzung
ins Krankenhaus gebracht werden. Dort konnte zwar eine
Knochenverletzung ausgeschlossen werden, so dass der
23-jährige nach Spielende wieder zurück ins
Eissportzentrum kam, weitere Untersuchungen werden
allerdings in der Woche noch folgen. Diese Aktion in der
Anfangsphase dieses Spitzenspiels zeigte, dass Schonung
auf dem Eis nicht angesagt war. Beide Mannschaften
spielten sehr engagiert, so dass sich schnell eine
engagierte Partie entwickelte. Die Duisburger Füchse
konnten u.a. mit Philipp Riefers, Marcel Ohmann und
Norman Hauner eine komplette DEL-Reihe der Kölner Haie
als Förderlizenzspieler einsetzen und erwiesen sich als
kampf- und konterstark. Dennoch hatten die Elche mehr
Spielanteile und Torchancen, allerdings hätten auch die
Gäste zum Beispiel in der 18. Minute in Führung gehen
können, als Elche Keeper Benjamin Finkenrath gleich
mehrfach retten musste. Das 0:1 in der 23. Minute
entstand durch einen Scheibenverlust in der
EHC-Defensive, den EVD-Stürmer Matt MacKay ausnutzte.
Der Vorsprung der Gäste hielt aber nur kurz, denn zwei
Duisburger Strafen (darunter eine
Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Norman Hauner) brachte
den Elchen eine doppelte Überzahl, die Christoph Koziol
80 in der 24. Minute zum 1:1-Ausgleich nutzte. Auch die
Dortmunder 2:1-Führung in der 31. Minute markierte Ryan
Martens in Überzahl. Danach nahm die Hektik zu und als
der EHC sich innerhalb von zwei Sekunden zwei
Strafzeiten einfing, da kamen die Gäste zum
2:2-Ausgleich. Allerdings blieb die Frage offen, ob der
Puck im Gehäuse oder am Pfosten landete. Ungeachtet der
Proteste entschied Hauptschiedsrichter Eric Daniels auf
Tor. Die Elche steckten den Gegentreffer weg und als
Vitali Stähle sich in der 38. Minute auf der rechten
Seite durchsetzen konnte und den Puck ins Duisburger Tor
hämmerte, da lagen die Elche mit dem 3:2 wieder vorne.
Das 4:2 in der 45. Minute durch Ryan Martens bestimmte
den weiteren Spielverlauf. Der EHC stand nun sehr sicher
in der Defensive und ließ nur noch wenig zu. „Wir haben
nach dem Sieg gegen Kassel erneut gegen eine
Spitzenmannschaft sehr gut gespielt“ lobte dann auch
Dortmunds Sportchef Frank Gentges sein Team hinterher.
Duisburg versuchte zwar in der Schlussphase noch einmal
die Wende einzuleiten, aber weder eine Auszeit noch die
Herausnahme des Torhüters konnte das clevere Spiel der
Westfalen Elche gefährden. Im Gegenteil, Nils Liesegang
zeigte gut eine Minute vor Spielende seine Übersicht. Er
erkämpfte sich die Hartgummischeibe im eigenen Drittel
und bediente Ryan Martens mustergültig, so dass der
kanadische Außenstürmer zum 5:2 einlochen konnte.
Am nächsten Wochenende empfängt der EHC Dortmund zuerst
am Freitag den EHC Netphen ab 20 Uhr an der
Strobelallee, am Sonntag treten die Elche dann um 18:30
Uhr am Essener Westbahnhof bei den dortigen Moskitos an.
Zwei weitere Schritte auf dem Weg zur Titelverteidigung
der Oberliga West Meisterschaft.
Torfolge:
0:1 (22:15) Matt MacKay (Alexander Preibisch, Clarke
Breitkreuz)
1:1 (23:35) Christoph Koziol (Philipp Michl, Manuel
Neumann) +2
2:1 (30:01) Ryan Martens (Nils Liesegang, Stephan
Kreuzmann) +1
2:2 (33:28) Philipp Riefers (Markus Schmidt, Patrik
Gogulla) +2
3:2 (37:47) Vitali Stähle (Nils Liesegang, Manuel
Neumann)
4:2 (44:48) Ryan Martens (Frank Petrozza, Nils
Liesegang) +1
5:2 (58:50) Ryan Martens (Nils Liesegang, Frank
Petrozza) [ENG]
Strafminuten: EHCDO 4 - EVD 15 + 10 Clarke Breitkreuz +
SD Norman Hauner
Zuschauer: 809
Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Jan
Kremer [35] (nicht eingesetzt) – Florian Kirschbauer
[2], Stephan Kreuzmann [4] (C), Dieter Orendorz [22],
Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A),Niklas
Clusen [55], Mike Ortwein [93] – Philipp Michl [7], Ryan
Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas Richter [18],
Vitali Stähle [19], Branislav Pohanka [25], Jérome Bobon
[61], Christoph Koziol [66], Frank Petrozza [88], Dennis
Schlicht [91], Nils Liesegang [98]
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Dortmund bleibt das Maß der Dinge
Auch im Rückspiel kann der EVD in dieser Saison den EHC
Dortmund nicht bezwingen. Die Füchse kassieren zu viele
Strafen und beweisen, dass man auf der Bank keine Spiele
gewinnen kann.
Im ersten Spielabschnitt war es ein Spiel auf Augenhöhe,
das auf beiden Seite keine Tore einbrachte. Mit 0:0
gingen die Mannschaften das zweite Drittel an, in dem
Matt MacKay zunächst den EVD in Führung schießen konnte.
Doch dann sammelten die Füchse reihenweise Strafen.
Zunächst erhielt Norman Hauner eine Spieldauerstrafe
wegen eines Stockschlags. Kurz darauf musste auch Daniel
Huhn das Eis für zwei Minuten verlassen. Die daraus
entstandene doppelte Überzahl nutzten die Dortmunder zum
1:1 Ausgleich. Bei einer weiteren Überzahl drehten die
Hausherren dann sogar das Spiel und gingen selbst mit
2:1 in Führung. Durch Philip Riefers kam man zwar noch
einmal heran musste aber kurz vor Schluss des Drittels
den Treffer zum 3:2 Pausenstand für die Dortmunder
hinnehmen. Kurz nach Beginn des letzten Durchgangs
erhöhten die Elche weiter auf 4:2 und machten dann mit
einem Treffer ins leere Tor alles klar, nachdem Trainer
Franz Fritzmeier den Torwart zu Gunsten eines weiteren
Feldspielers von Eis genommen hatte. Nach der Partie
musste der Coach der Füchse selbstkritisch festhalten:
"Mit so vielen Strafzeiten kann man bei einer so guten
Mannschaft wie Dortmund nicht gewinnen."
Dennoch steht man, wenige Spiele vor dem Ende der
Vorrunde, weiter auf Platz fünf und hat sehr gute
Chancen an Frankfurt vorbei auf den wichtigen vierten
Platz zu kommen. Die Löwen haben zwar aktuell fünf
Punkte Vorsprung, verzeichnen aber auch schon zwei
Spiele mehr auf dem Konto. Würde man Rang vier auch nach
Abschluss der Zwischenrunde inne haben, hätte das die
Qualifikation zur Aufstiegsrunde zur Folge.
Tore:
MacKay, Riefers
Strafen:
Dortmund 4, Duisburg 10 + 10 (Breitkreuz) + 5 +
Spieldauer (Hauner)
Zuschauer: 806
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Pflichtaufgabe gelöst
Carsten Plate war hin- und hergerissen. „Wir haben die
Pflichtaufgabe gelöst, aber glanzvoll ist etwas
anderes“, kommentierte der Trainer der Hammer Eisbären
den 9:3 (1:1, 2:5, 0:3)-Sieg des Eishockey-Oberligisten
beim Tabellenschlusslicht EHC Netphen.
Schon in der fünften Minute erzielte Christian Gose die
1:0-Führung für die Eisbären, der jedoch kurz danach der
1:1-Ausgleich für Netphen folgte. Einige Möglichkeiten,
das Resultat in die Höhe zu schrauben, ließen die Gäste
jedoch aus – zum Ärger ihres Coaches: „Die
Chancenverwertung passte nicht. Es gab einige
Einzelaktionen, aber die Scheibe lief nicht mehr so
gut.“ So ging es mit einem überraschenden Unentschieden
in die erste Drittelpause.
Im zweiten Abschnitt bot sich ein ähnliches Bild wie zu
Beginn der Partie. Die Eisbären starteten furios und
erzielten kurz hintereinander das 2:1 und 3:1 durch
Sebastian Licau und Christian Gose (22., 23.). „Aber
danach hatten wir erneut einen kompletten Bruch im
Spiel“, bemängelte Plate fehlende Konstanz. Die
Gastgeber kamen auf 3:3 heran, ehe Neuzugang Karan
Moallim sowie Gose mit einem Doppelschlag (39., 40.) die
Treffer Nummer vier bis sechs für die Hammer erzielten.
Letzte Zweifel am Pflichtsieg zerstreuten in den
Anfangsminuten des Schlussdrittels Jiri Svejda (41.)
sowie Milan Vanek mit dem 3:8 (42.) und 3:9 (45.).
Anschließend gönnte Plate ab der 50. Minute sogar seinem
dritten Torhüter Daniel Mende noch etwas Eiszeit. Der
Goalie dankte es dem Coach mit einem gehaltenen Penalty.
„Daniel ist ein Hammer Junge. Deswegen freut es mich,
dass ich ihm ein wenig Praxis geben konnte“, erklärte
der Eisbären-Trainer.
Auch wenn die Hammer sich im Hessischen nicht immer
souverän präsentierten, war Plate nach der
2:6-Heimniederlage gegen Kassel am Freitag froh, „dass
wir dieses anstrengende Wochenende hinter uns haben“.
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