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Spielbericht
Oberliga West 23. 12. 2011 |
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Kampfstarke Eisbären unterliegen
Lange Zeit war das Konzept der Hammer Eisbären
aufgegangen, den Dortmundern wenig Räume zu lassen.
Nein, unzufrieden war Carsten Plate, Trainer der Hammer
Eisbären, nach der 1:5 (1:1, 0:1, 0:3)-Niederlage gegen
den EHC Dortmund nicht. „Wir haben das 40 Minuten ganz
ordentlich gemacht“, will der Coach das Positive aus der
Begegnung gegen den Spitzenreiter der Oberliga West
mitnehmen.
Die Generalprobe für die Meisterrunde sei damit zwar
„nicht zu 100, aber zu 80 Prozent geglückt“, so der
39-Jährige. „Aber es war auch ein schweres Stück Arbeit
gegen starke Dortmunder. Ich hoffe, dass wir jetzt die
richtigen Schlüsse daraus ziehen.“
In der Tat war das Konzept der Hammer Eisbären vor 1008
Zuschauern in der Eissporthalle am Maxipark aufgegangen,
kompakt zu stehen und den Elchen wenig Räume zu geben.
Die optisch überlegenen ersten gaben erst nach knapp
drei Minuten die erste nennenswerte Möglichkeit ab, als
Christoph Koziol das Gehäuse der Gastgeber jedoch um
einige Zentimeter verfehlte. Besser machte es keine 60
Sekunden später sein Teamkollege Ryan Martens, der sich
auf der rechten Seite durchgesetzt hatte und zum 0:1
einschob (4.) – aus Sicht der Hammer etwas unglücklich,
weil die Scheibe an dem in der gesamten Partie starken
Goalies Benjamin Voigt abgeprallt war.
Doch das Plate-Team ließ sich dadurch nicht aus der Bahn
werfen. Ganz im Gegenteil. In der fünften Minute suchte
Malte Bergstermann den Ausgleich, doch dessen Schuss
stellte Dortmunds Keeper Benjamin Finkenrath nicht vor
allzu große Probleme. Nur wenig später durften die
Eisbären-Fans jubeln. Nach Zuspiel von Matthias Potthoff
netzte Christian Gose am rechten Pfosten lauernd zum 1:1
ein (6.). Milan Vanek hatte in der achten Minute sogar
den Führungstreffer auf dem Schläger. Nach Doppelpass
mit Potthoff bezwang er Finkenrath jedoch nicht.
Es entwickelte sich eine durchaus sehenswerte Partie.
Die kampfstarken Eisbären schienen defensiv nun
gefestigter, waren bemüht darum, die Laufwege für die
Gäste eng zu machen und ließen nur wenig zu. Und wenn
doch, war Voigt zur Stelle, wie etwa gegen Koziol (13.).
Jiri Svejda (15.) und Vanek (19.) vergaben auf der
anderen Seite Chancen für Hamm.
Ähnlich gestalteten die Kontrahenten auch den zweiten
Spielabschnitt. Zunächst drängte Dortmund auf die
erneute Führung, doch auch die Hausherren setzten
offensive Akzente und schlossen defensiv an der Leistung
aus den ersten 20 Minuten an. Gose vergab in der 26.
Minute freistehend, und auf der anderen Seite parierte
Voigt gegen EHC-Angreifer Michael Schmerda (28.). Nur
drei Minuten später traf Dortmunds Frank Petrozza die
Unterlatte, und der Puck kam vor der Linie wieder auf.
In Front gingen die Elche dann aber doch noch: In
Überzahl markierte Florian Kirschbauer das 1:2 (35.).
Binnen drei Minuten brach das Spiel der Eisbären jedoch
zusammen. Denn innerhalb 42 Sekunden erhöhten Vitali
Stähle (43.) und Thomas Richter (44.) auf 1:4. „Das war
unser Genickbruck“, sagte Plate, der prompt eine Auszeit
nahm. Er teilte seinen Mannen mit, „dass wir in unsere
Grundordnung zurück finden müssen“, so der Trainer. „Das
war dann plötzlich zu wild. Nur, wenn jeder seine
Position hält, können wir Erfolg haben.“ Die Worte
schienen zwar angekommen zu sein, doch an der
grundsätzlichen Überlegenheit der laufstarken Dortmunder
änderte dies jedoch wenig. Petrozza nutzte in der 52.
Minute eine Unordnung in der Hammer Defensive aus und
traf zum 1:5.
Dass die Eisbären damit die theoretische Chance auf Rang
fünf nicht nutzten, war für Plate nicht allzu
dramatisch. „Wenn ich es mir aussuchen könnte, nehme ich
lieber am 6. Januar die drei Punkte aus Dortmund mit“,
lächelte der Hammer Coach. Denn dann gastieren die
Hammer zum Auftakt der Meisterrunde beim EHC.
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Sieg
bei den Eisbären
Hammer Eisbären - EHC Dortmund 1 : 5 (1:1,0:1,0:3)
Mit einem vorweihnachtlichen 5:1-Auswärtssieg in Hamm
kehrte der EHC Dortmund am späten Freitagabend an die
Strobelallee zurück um nur wenige Stunden später wieder
in den Morgenstunden des 24.12. aufs Trainingseis zu
gehen als Vorbereitung auf das letzte Spiel der
Hauptrunde am 2. Weihnachtstag gegen Frankfurt. Der Sieg
bei den Eisbären konnte erst im Schlussabschnitt
sichergestellt werden, denn die Gastgeber hielten lange
Zeit Paroli. „Meine Mannschaft hat im ersten Abschnitt
zu nervös agiert und zu viele Fehler gemacht. Erst ab
der 27. Minute hat sie das Heft besser in die Hand
genommen und die entsprechenden Chancen heraus gespielt.
Im Schlussabschnitt hat Hamm dann noch einiges an Gift
in die Partie gebracht“ meinte Elche Coach Frank Gentges
nach dem Spiel am Maxi-Park.
Die Westfalen Elche konnten früh mit 1:0 in Führung
gehen, als Ryan Martens sich in der 4. Spielminute bei
einem schnellen Break auch durch ein Foul (angezeigte
Strafe) nicht bremsen ließ und gekonnt abschloss. Der
Vorsprung hatte aber nur anderthalb Minuten Bestand,
dann konnte Hamms Christian Gose im Nachschuss den
1:1-Ausgleich markieren. Die Gastgeber spielten sehr
engagiert und machten dem EHC das Leben schwer.
Christian Nieberle und Milan Vanek hatten in der 7. und
8. Minute sogar Chancen zur Hammer Führung und auch in
der 12. Minute musste Benjamin Finkenrath im Elche
Gehäuse retten. Der Tabellenführer kam nur langsam in
Gang, die besten Möglichkeiten im ersten Abschnitt
hatten Philipp Michl, Thomas Richter und Michael
Schmerda. Erst nach der ersten Pause rollte der
EHC-Express schneller. Ryan Martens, Manuel Neumann und
Nils Liesegang hatten die nächsten guten Möglichkeiten,
die grösste Chance hatte Frank Petrozza in der 31.
Minute. Vier Minuten später fiel dann das 1:2, als
Vitali Stähle in Überzahl abfälschen konnte. Noch war
aber die Gegenwehr der Eisbären, die am 6. Januar 2012
der erste Endrundengegner der Elche sind, nicht
gebrochen. Auch im letzten Drittel versuchte das Team
von Carsten Plate weiter Druck zu machen, allerdings
hielt das nicht lange an. Innerhalb von 40 Sekunden
baute der EHC in der 43. Minute mit einem Doppelschlag
die Führung auf 4:1 aus. Zuerst war es erneut Vitali
Stähle, der ein Hammer Abwehrchaos per Abstauber nutzen
konnte, dann setzte sich Thomas Richter mit einem
schönen Alleingang durch. Zweimal kamen die Eisbären
noch gefährlich vor das EHC-Tor, dazwischen traf Nils
Liesegang nur den Außenpfosten. Den Treffer zum
1:5-Endstand markierte Frank Petrozza in der 52. Minute
im dritten Versuch, zuvor waren seine Sturmpartner Ryan
Martens und Nils Liesegang noch am guten Eisbären Keeper
Benjamin Voigt gescheitert. Zum Schluss gab es noch eine
kleine Faustkampfeinlage zwischen dem Ex-Dortmunder Nils
Sondermann und Michael Schmerda und EHC-Verteidiger Mike
Ortwein zog sich, vom Puck getroffen, einen Cut an der
linken Wange zu.
Am 2. Weihnachtstag kommt es nun zum Showdown um die
Meisterschaft in der Oberliga West. Ab 19 Uhr erwartet
der EHC Dortmund die Löwen aus Frankfurt, die sicherlich
wieder von zahlreichen Fans begleitet werden. Dann
wollen die Westfalen Elche mit einem Sieg nicht nur
Revanche nehmen für die 1:4-Auswärtsniederlage aus dem
Hinspiel, sondern auch den letzten Schritt zur
erfolgreichen Titelverteidigung machen und hoffen dabei
auf eine gute Unterstützung von den eigenen Zuschauern.
Da Königsborn sich am Freitagabend deutlich in Essen
durchsetzen konnte, steht nun auch der Spielplan für die
am 6. Januar 2012 beginnende Endrunde fest. Er wird auf
der Homepage des EHC Dortmund veröffentlicht.
Torfolge:
0:1 (03:44) Ryan Martens (Manuel Neumann, Nils
Liesegang)
1:1 (05:18) Christian Gose (Matthias Potthoff, Milan
Vanek)
1:2 (34:50) Vitali Stähle (Florian Kirschbauer,
Branislav Pohanka) +1
1:3 (42:21) Vitali Stähle (Michael Schmerda, Stephan
Kreuzmann)
1:4 (43:01) Thomas Richter (Niklas Clusen, Christoph
Koziol)
1:5 (51:58) Frank Petrozza (Ryan Martens, Nils
Liesegang)
Strafminuten: Hamm 16 - EHCDO 14
Zuschauer: 1008
Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Jan
Kremer [35] (nicht eingesetzt) – Florian Kirschbauer
[2], Stephan Kreuzmann [4] (C), Dieter Orendorz [22],
Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A),
Niklas Clusen [55], Mike Ortwein [93] – Philipp Michl
[7], Ryan Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas
Richter [18], Vitali Stähle [19], Branislav Pohanka
[25], Jérome Bobon [61], Christoph Koziol [66], Frank
Petrozza [88], Dennis Schlicht [91], Nils Liesegang [98]
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