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Spielbericht
Oberliga West 15. 01. 2012 |
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Löwen überrollen Duisburg mit 8:1
Im ersten Aufeinandertreffen mit dem direkten
Konkurrenten EV Duisburg siegen die Löwen Frankfurt klar
mit 8:1.
Nach der Niederlage im Hessen-Derby am Freitag haben
sich die Löwen Frankfurt am Sonntagabend zuhause gegen
den EV Duisburg mit 8:1 klar durchgesetzt. Damit konnten
sich die Löwen in einer körperbetonten Partie drei
wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten um
Platz vier sichern und ein bisschen Wiedergutmachung
nach der Derby-Pleite in Kassel betreiben.
Nach seiner langen Verletzung gab am Sonntag Boris
Ackers sein Comeback vor heimischen Publikum. Die 4.521
Zuschauer begrüßten den Goalie frenetisch zurück in der
Starting Six, der es mit einem starken Einstand dankte.
Viel zu tun bekam Ackers aber zunächst nicht. Denn die
Hausherren stürmten von Beginn an auf das Duisburger
Tor. Doch nach vielen hochkarätigen Chancen waren es die
Gäste, die gleich den ersten Schuss auf das Löwen Tor
zur Führung verwandelten.
Nach dem ersten Tor des Abends begann dann aber die
Torflut der Löwen, die von Roland Mayr in der 10. Minute
eingeleitet wurde. Nur zwei Minuten später gelang dann
dem Geburtstagskind Max Seyller mit einem Bauerntrick
der Führungstreffer. Jan Barta erhöhte in der 19. Minute
auf 3:1. Das war gleichzeitig auch der erste
Pausenstand.
Nach dem Wechsel schossen Kevin Thau und Roland Mayr die
nächsten Tore für die Gastgeber. Björn Linda verließ
nach dem 5:1 das Tor, Felix Bick nahm nun die Position
zwischen den Pfosten ein. Doch auch Bick hatte nicht
viel Glück am Sonntagabend: Ryan Fairbarn, Roland Mayr -
mit seinem dritten Treffer - und Sven Breiter machten
schließlich alles klar.
Am Ende siegen die Löwen mit 8:1 gegen deutliche stärker
erwartete Duisburger Füchse, die sich selbst durch 32
Strafminuten das Leben schwer machten. Trotzdem schossen
die Löwen nur drei der acht Tore in Überzahl.
Das nächste Heimspiel der Löwen Frankfurt ist bereits am
Dienstag. Zum Pokal-Viertefinale empfangen die Mannen
von Trainer Clayton Beddoes den Zweitligisten Hannover
Indians. Das Spiel in der Eissporthalle Frankfurt
beginnt um 19:30 Uhr. Karten für dieses Spiel gibt es im
Löwen Ticket-Shop sowie an der Abendkasse.
Löwen Frankfurt - EV Duisburg 8:1 (3:1, 3:0, 2:0)
Tore:
0:1 (7:58) Benjamin Hanke (Daniel Huhn, Mats Schöbel)
1:1 (9:31) Roland Mayr (Thomas Schenkel, Simon Barg) PP1
2:1 (11:36) Max Seyller (Kevin Thau, Dominique Hensel)
3:1 (18:36) Jan Barta (Ryan Fairbarn, Simon Barg) PP2
4:1 (25:26) Kevin Thau (Jan Barta, Christopher Kasten)
5:1 (30:40) Roland Mayr (Martin Schweiger, Sven Breiter)
6:1 (38:25) Ryan Fairbarn (Sven Breiter, Roland Mayr)
7:1 (43:36) Roland Mayr (Thomas Schenkel, Ryan Fairbarn)
PP1
8:1 (48:25) Sven Breiter (Martin Schweiger, Roland Mayr)
Strafen: Frankfurt 12 - Duisburg 32 + 10 (MacKay)
Zuschauer: 4.521.
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Füchse kommen unter die Räder
Am Sonntag Abend mussten die Füchse einen herben
Rückschlag im Kampf um Platz vier hinnehmen. Gegen den
Mitkonkurrenten aus Frankfurt verbrachte man zu viel
Zeit auf der Strafbank und musste eine herbe 8:1
Niederlage hinnehmen.
In der Vorrunde sah die Bilanz noch deutlich besser aus.
Beide Duelle gegen die Löwen gewann der EVD. Beim ersten
Aufeinandertreffen in der Zwischenrunde gingen die
Füchse zwar durch Benjamin Hanke in Führung, kamen aber
in der Folge gar nicht ins Spiel. Nur wenige Minuten
später hatte das Heimteam das Spiel bereits gedreht und
ging sogar mit einer 3:1 Führung in die erste Pause. Die
Gäste machten es den Frankfurtern aber auch leicht, da
man zu viel Zeit auf der Strafbank verbrachte. „Sicher
waren da, milde ausgerückt, fragliche Entscheidungen
dabei. Aber wenn du saudumme Fouls machst, musst du dich
nicht wundern, wenn du verlierst. Frankfurt hat uns den
Schneid abgekauft.“, kommentierte Trainer Franz
Fritzmeier das Spiel, das in den folgenden beiden
Dritteln bitter für die Füchse endete. Selbst ein
Torhüterwechsel nach dem 5:1 (Felix Bick für Björn
Linda) brachte keine neue Sicherheit. Mit 6:1 hatten die
Hausherren das Spiel bereits zur zweiten Pause
entschieden und legten im letzten Durchgang noch ein Mal
zwei Treffer nach. Trotz des Rückschlags ist aber
weiterhin nichts entschieden, denn noch sind die ersten
fünf Teams in der Tabelle dicht zusammen.
Tor: Hanke
Strafen: Frankfurt 12, Duisburg 32 + 10 (MacKay)
Zuschauer: 4521
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Eisbären verlieren 2:4 gegen Ratingen
Für den erhofften ersten „Dreier“ in der Endrunde der
Eishockey-Oberliga hat es nicht gereicht. Die Hammer
Eisbären unterlagen den Ratinger Ice Aliens vor 702
Zuschauern in der Eissporthalle am Maxipark mit 2:4
(1:1, 0:2, 1:1) - „und das völlig unnötig, weil wir es
denen zu einfach gemacht haben“, monierte Hamms Trainer
Carsten Plate.
Nach Zuspiel von Matthias Potthoff gingen die Eisbären
durch Christian Gose früh mit 1:0 in Führung (3.). Doch
mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste vom Sandbach
immer aktiver. Zwar hatte Hamm vorher noch gute
Möglichkeiten durch Pierre Klein (4.) und Jiri Svejda
(6.) gute Möglichkeiten zum Ausgleich, doch nutzten sie
die Chance nicht. Danach „belagerten“ dann die Ice
Aliens lange das Drittel der Gastgeber – auf Plates
Torschussstatistik führte sein Team im ersten Durchgang
dennoch mit 11:8. „Das zeigt, dass wir wenig zugelassen
haben“, so der Coach. Mit Ausnahme des 1:1 durch Lance
Monych (15.).
Der zweite Abschnitt verlief dann aber gar nicht nach
dem Geschmack des Ex-Profis. Ratingen hatte weiterhin
das Heft des Handelns in der Hand und ging durch Schahab
Amini Jia erstmals in Front (24.). Für das 1:3 aus Sicht
der Hausherren sorgte Jan Werner in der 37. Minute.
Zuvor zeige Hamms Goalie Benjamin Voigt abermals seine
Klasse und parierte unter anderem gegen Artur Tegkaev
(29.) und zweimal gegen Michél Ackers (36.).
Auch der Schlussdurchgang versprach zunächst wenig
Hoffnung – denn nahezu jeden Angriff der Eisbären
wussten die „Außerirdischen“ rechtzeitig zu unterbinden.
Anders in der 55. Minute, als Nils Sondermann mit einem
Schlagschuss von der blauen Linie in Überzahl zum 2:3
einnetzte. Danach wusste das Plate-Team eine doppelte
Überzahl jedoch nicht für sich zu nutzen; Potthoff 57.
und 60.) und Gose (59.) vergaben hochkarätige Chancen.
Als Hamms Trainer sich dann für einen sechsten Akteur
entschieden hatte, sorgte Ratingens Monych per
Empty-net-goal für die Entscheidung (60.). „Zum hätten
wir noch ins Spiel zurückkommen können, aber wir haben
unsere Chancen einfach nicht genutzt“, war Plate
enttäuscht.
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Die Außerirdischen setzen in Hamm ein Zeichen
Mit einem 4:2-Sieg bei den Eisbären in Hamm hat die
Mannschaft der Ratinger Ice Aliens am Sonntagabend ein
Zeichen gesetzt. Nicht nur, weil man in der Vorrunde
beide Spiele gegen das Team aus Hamm verloren hatte,
sondern auch wegen der derzeit schwierigen Situation, in
der sich die Ice Aliens befinden.
Dabei begann die Partie alles andere als gut für die
Ratinger. Bereits in der dritten Spielminute konnten die
Gastgeber durch Gose mit 1:0 in Führung gehen. Doch die
Ice Aliens kämpften sich in die Partie und konnten
gleich mehrere gute Torchancen erarbeiten. Es dauerte
jedoch bis zur 15. Minute bis Lance Monych den Ausgleich
in Hamm besorgen konnte, nachdem zuvor schon mehrere
hochkarätige Möglichkeiten vergeben wurden. Im zweiten
Drittel konnten sich die Außerirdischen zumindest ein
optisches Übergewicht erspielen und zeigten gegen
streckenweise harmlose Eisbären eine engagierte Partie.
So war es nur eine Frage der Zeit, bis Shahab Aminikia
in der 24. Minute und Jan Werner in der 37. Minute die
verdiente 3:1-Führung für die Ice Aliens erzielen
konnten.
Das Spiel blieb jedoch bis in die letzten Minuten
spannend, denn auch wenn beide Mannschaften nicht mit
hochklassigem Eishockey glänzen konnten, gab es dennoch
zahlreiche Chancen auf beiden Seiten. Zunächst waren es
die Hausherren, die in der 55. Minute in doppelter
Überzahl den Anschlusstreffer durch Sondermann zum 2:3
erzielen konnten.
Es folgte eine Auszeit, bei der die Eisbären ihren
Torhüter Benjamin Voigt vom Eis nahmen, um einen
weiteren Stürmer aufbieten zu können, doch der Ausgleich
gelang nicht mehr. Stattdessen zog Lance Monych ziemlich
humorlos aus der neutralen Zone ab und versenkte die
schwarze Scheibe im leeren Hammer Tor. So konnten die
Außerirdischen in dieser Endrunde den ersten Sieg gegen
die Eisbären erzielen und sind damit mit den Füchsen aus
Duisburg gleichgezogen, die am kommenden Freitag am
Ratinger Sandbach gastieren. Mit einem Sieg könnten die
Ice Aliens mindestens einen Sprung auf Platz 5 machen.
Platz vier qualifiziert für die Teilnahme an den
Aufstiegsplayoffs. Daher hoffen die Ratinger Ice Aliens
am Freitag auf die Unterstützung jedes einzelnen
Zuschauers bei diesem überaus wichtigen Spiel gegen das
Team von der Wedau, um am Ende gemeinsam einen Sieg und
weitere drei Punkte in der Endrunde der Oberliga West
feiern zu können!
Hammer Eisbären - Ratinger Ice Aliens 97 2:4 (1:1, 0:2,
1:1)
Tore: 1:0 (3.) Gose, 1:1 (15.) Monych, 1:2 (24.)
Aminikia, 1:3 (37.) Werner, 2:3 (55.)Sondermann, 2:4
(55.) Monych
Strafminuten: Hamm 18 + 10 Nieberle, Ratingen 24 + 10
Ackers
Zuschauer: 702
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Bulldogs zeigen trotz Unterlegenheit 60 Minuten
Kampfgeist gegen Meister Dortmund
Mit erneut nur zwei Reihen hält man zwei Drittel gut mit
Dass es am Ende 1:8 Stand, war der Leistung und dem
Kampfgeist, den das junge Team der Bulldogs gegen den
Meister aus der Nachbarstand bot, am Ende nicht gerecht,
denn so konnte man bis zum letzten Drittel dem Gast
Paroli bieten und hielt die Partie lange offen, bis man
schließlich kräftemäßig im letzten Drittel einbrach und
noch fünf Gegentreffer hinnehmen musste. Dabei war das
Team vor allem zahlenmäßig überlegen und trat mit
dreieinhalb Reihen an.
Bereits in der dritten Minute gingen die Bulldogs, die
von Anfang an ein hohes Tempo boten, nach einem Konter
mit 1:0 in Führung. Pigache leitete den Konter ein,
Krätzer legte für Bezouska auf und der traf für die
Bulldogs. Doch ab Mitte des ersten Spieldrittels drehten
die Westfalenelche auf und drehten noch vor der Pause
das Spiel und so ging man mit einem Stand von 1:2 in den
zweiten Spielabschnitt.
Das zweite Drittel bot Spannung pur. Die Gäste wollten
die Führung ausbauen, wurden jedoch stets vom erneut
starken Keeper Sebastian May zunächst an weiteren
Treffern gehindert. Die Bulldogs verteidigten stark und
kamen durch Kontermöglichkeiten auch zu ihren Chancen.
Lediglich ein Treffer fiel in diesem spannenden
Spielabschnitt und somit bauten die Gäste im zweiten
Drittel, das auf Grund einer Schiedsrichterverletzung
drei Minuten eher beendet wurde, ihre Führung aus.
Die letzten drei Minuten wurden nach einer weiteren
Eisaufbereitung nachgespielt, jedoch ohne nennenswerte
Ereignisse. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste
jedoch richtig los und nutzten die besseren
Kraftreserven um das Ergebnis schließlich auf 1:8
hochzuschrauben.
Dennoch waren die Fans zufrieden mit der Leistung, zumal
man zu keinem Zeitpunkt aufgab und erneut viel
Leidenschaft zeigte. Dass die Aufstiegsrunde nicht
einfach wird, wusste man schon vorher, trotzdem ist man
stolz auf das Team, das sich in der Hauptrunde souverän
für die Meisterrunde qualifizierte.
Am folgenden Wochenende trifft man nun zunächst am
Freitag auf die Löwen Frankfurt. Spielbeginn in der
Eissporthalle Unna ist um 20 Uhr. Nur zwei Tage später
reist man nach Hamm zum Derby gegen die Eisbären, die
wie der KJEC gegen die übermächtigen Gegner der
Meisterrunde bisher punktlos blieben.
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Unser
Nachbar aus Unna überläßt den Elchen die Punkte
Königsborner JEC - EHC Dortmund 1 : 8 (1:2,0:1,0:5)
Das 600. Meisterschaftsspiel in der Vereinsgeschichte
des EHC Dortmund brachte den Westfalen Elchen am
Sonntagabend in Unna einen klaren 8:1-Auswärtserfolg
beim Königsborner JEC und damit gleichzeitig den 15.
Meisterschaftssieg in Folge. Allerdings konnte der Sieg
trotz zahlreicher Chancen erst im Schlussabschnitt
sichergestellt werden, im ersten Drittel kamen die sich
tapfer wehrenden Königsborner sogar zur 1:0-Führung, die
sie auch gut neun Minuten lang halten konnten. Am Ende
aber schwanden ihre Kräfte und die Elche konnten den
Sieg noch standesgemäß ausbauen.
Nach dem tollen Freitagssieg zuhause gegen Bad Nauheim
brauchte der EHC in Unna eine längere Anlaufzeit um ins
Spiel zu finden und die entsprechende Konzentration
aufzubringen. Die Gastgeber nutzten diese anfängliche
Zurückhaltung der Elche bereits in der 3. Spielminute,
als Jakub Krätzer einen Querpass auf Michal Bezouska
spielen konnte und diese tschechische Kooperation für
die 1:0-Führung der Königsborner Bulldogs sorgte. Zwei
Minuten später hatte Igor Alexandrov sogar in Unterzahl
die nächste Chance auf dem Schläger. Danach wurden die
Elche aber etwas wacher und hatten durch Nils Liesegang,
Philipp Michl, Michael Schmerda sowie Frank Petrozza
gute Möglichkeiten. Für den Dortmunder 1:1-Ausgleich in
der 12. Minute war Neuzugang Christian Kretschmann nach
guter Vorarbeit von Nils Liesegang verantwortlich. Auf
die Siegesstrasse brachte den EHC dann Ryan Martens in
der 16. Minute, als er (wie schon gegen Bad Nauheim) die
Gegenspieler als Slalomstangen nutzte und den Alleingang
zum 1:2 abschloss. Weitere Chancen folgten noch vor der
ersten Pause. Auch im zweiten Abschnitt brauchten die
Elche wieder eine gewisse Zeit, die Gastgeber dagegen
wurden frecher und Benjamin Finkenrath im EHC-Gehäuse
brauchte sich nicht über mangelnde Beschäftigung
beklagen. Wieder war es Christian Kretschmann, der den
ersten Torweckruf machte und in der 34. Minute auf 1:3
erhöhen konnte. Dieses Mal kam das Zuspiel von Ryan
Martens. Der zweite Abschnitt wurde vorzeitig beendet,
da sich Linienrichter Manuel Störmann am Ohr verletzte,
nach der Pause aber weiter machen konnte. Auch der EHC
machte weiter, dieses Mal ohne Anlaufzeit. Und nun
fielen auch die Tore, zuerst durch Nils Liesgang in der
43. Minute im Nachschuss zum 1:4. Ein Doppelschlag in
der 50. und 51. Minute durch Thomas Richter und Philipp
Michl führte zum 1:6, dann schlug noch zweimal Branislav
Pohanka zu, in der 56. Minute in Unterzahl, in der 59.
Minute dann in Uberzahl. In den letzten drei Minuten
bekam Juniorenkeeper Marius Dräger noch seinen Einsatz,
Frank Petrozza dagegen konnte im letzten Abschnitt wegen
einer Knieverletzung nicht mehr mitwirken.
Mit der erneuten Maximalausbeute von sechs Punkten an
diesem Wochenende konnten die Westfalen Elche die
Tabellenführung in der Oberliga West Endrunde erreichen
und sogar auf drei Punkte Vorsprung auf Frankfurt und
Bad Nauheim ausbauen. Am nächsten Wochenende stehen nun
aber gleich zwei schwierige Herausforderungen für den
EHC Dortmund auf dem Spielprogramm. Zuerst gibt es am
Freitag zuhause den 2. Teil der hessischen
Heimspielwochen, wenn ab 20 Uhr die Kassel Huskies an
der Strobelallee gastieren. Am Sonntag müssen die Elche
dann an die Duisburger Wedau fahren, dort warten die
Füchse ab 18:30 Uhr auf das Gentges-Team. Beide Gegner
liegen aktuell sechs Punkte hinter dem EHC auf den
Plätzen vier und fünf.
Torfolge:
1:0 (02:17) Michal Bezouska (Jakub Krätzer, Sebastian
Pigache)
1:1 (11:53) Christian Kretschmann (Nils Liesegang,
Michael Schmerda)
1:2 (15:02) Ryan Martens (Manuel Neumann, Benjamin
Finkenrath) +1
1:3 (33:58) Christian Kretschmann (Ryan Martens, Florian
Kirschbauer)
1:4 (42:03) Nils Liesegang (Florian Kirschbauer, Ryan
Martens) +1
1:5 (49:33) Thomas Richter (Dennis Schlicht, Florian
Kirschbauer)
1:6 (50:58) Philipp Michl (Christian Kretschmann, Nils
Liesegang)
1:7 (55:39) Branislav Pohanka (Benedikt Kastner,
Benjamin Finkenrath) -1
1:8 (58:17) Branislav Pohanka (Michael Schmerda,
Benedikt Kastner) +1
Strafminuten: KJEC 10 + 10 Igor Alexandrov - EHCDO 12
Zuschauer: 302
Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Marius
Dräger [20] (ab der 57. Minute) – Florian Kirschbauer
[2], Stephan Kreuzmann [4] (C), Dieter Orendorz [22],
Benedikt Kastner [28], Manuel Neumann [33] (A),
Sebastian Eickmann [44] (A), Niklas Clusen [55], Mike
Ortwein [93] – Christian Kretschmann [5], Philipp Michl
[7], Ryan Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas
Richter [18], Branislav Pohanka [25], Jérome Bobon [61],
Frank Petrozza [88], Dennis Schlicht [91], Nils
Liesegang [98]
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6:3-Heimsieg im Hessenderby gegen Kassel
Mit 6:3 (2:1, 2:0, 2:2) gewannen heute Abend die Roten
Teufel das Hessenderby gegen die Kassel Huskies und
halten damit einen direkten Konkurrenten nach einem
"Sechs-Punkte-Spiel" auf Dinstanz. Vor allem das
effiziente Powerplay mit drei Treffern in der ersten
Hälfte ebnete den Gastgebern den Weg zum Sieg, womit die
Roten Teufel alle bisherigen Derbys für sich
entscheiden.
Es war von der ersten Minute an das erwartet spannende
Hessenderby. Erneut ohne Lanny Gare angetreten sahen
sich die Hausherren zunächst im Hintertreffen, nachdem
die Huskies loslegten wie die Feuerwehr. In der 3.Minute
nutzte diesen Sturmdrang Mikesz mit einem Rebound zur
Kasseler Führung, als die EC-Abwehr nicht im Bilde war.
Nur eine Minute später war Sikora ganz frei vor Keller,
der sein Team vor Schlimmeren bewahren musste. So
langsam kamen aber die Kurstädter ins Match und hatten
durch Schwab in der 4.Minute die erste aussichtsreiche
Gelegenheit. Es benötigte allerdings einer
Husky-Strafzeit, ehe Christian Franz mit einem Blueliner
in der 8.Minute den Ausgleich markieren konnte. Sein
erster Schuss blieb noch an einem Verteidiger hängen,
der zweite saß dann aber unhaltbar für Martin Fous. Nun
waren die Gastgeber im Spiel und hielten die Nordhessen
in Schach, die es mit zwei Mann Forechecking probierten.
Dies mündete aber in einer weiteren Strafzeit, was die
Wetterauer erneut verwerteten. Wieder war es mit
Alexander Baum ein Verteidiger, der von der blauen Linie
aus traf. Kassel hatte im ersten Abschnitt nur noch
durch Koziol (13.) eine sehenswerte Chance, doch Keller
hielt reaktionsstark mit dem Schoner. Kurz vor der Pause
war es Dylan Stanley, der Fous in höchste Not brachte,
nachdem das Spiel merklich dem hohen Anfangstempo Tribut
zollte.
Im Mittelabschnitt kassierten die Nordhessen gleich zwei
Strafzeiten in Folge, die zweite gegen Engel nutzte
Tobias Schwab mit einem Blueliner zum 3:1 für die Roten
Teufel, was den dritten Überzahltreffer für die
Wetterauer bedeutete. Die Gastgeber hatten die Huskies
in der Folgezeit gut im Griff, mehr als ein Schlagschuss
durch Vorel, den Keller souverän hielt, war bis dato
nicht zu sehen. Stattdessen drängten die Gastgeber
weiter und hatten durch Lavallee nach einem
2-auf-1-Konter die Riesengelegenheit zum vierten Tor,
doch Fous war mit Glück und Geschick zur Stelle (29.).
Erst in der zweiten Hälfte des Durchgangs kam Kassel
besser ins Match. Vorel traf in der 32.Minute zwar ins
Netz, doch sein Treffer wurde wegen eines vorherigen
Abseitspfiffs nicht gegeben. Dennoch keimte Hoffnung bei
den mitgereisten ECK-Fans auf, und mitten in diese Phase
traf Michel Maaßen nach einem gewonnenen Bully mit einem
Rückhandschuss durch die Schoner von Fous zum 4:1 (33.).
Die Huskies versuchten nun, mehr Druck zu machen, die
EC-Abwehr inklusive Markus Keller stand aber souverän,
so dass es mit dem komfortablen Vorsprung in die zweite
Pause ging.
Im letzten Abschnitt konnte man somit die Gäste kommen
lassen, was die Bad Nauheimer Abwehr sicher
kontrollierte. Man wartete auf den vielleicht
entscheidenden Konter, den Jannik Striepeke in der
50.Minute mit einem Rebound-Rückhandschuss abschließen
konnte. Das Match schien gelaufen, auch wenn sich die
Nordhessen nach wie vor nicht aufgaben. Dementsprechend
sorgte Valenti mit einem fulminanten Blueliner in der
54.Minute noch einmal für Hoffnung bei den Kasseler
Fans, die nur eine Minute später aber - wie das gesamte
Stadion - eins der kuriosesten Treffer überhaupt
miterlebten. Eine Strafe gegen die Hausherren war
angezeigt, so dass Fous sein Gehäuse für einen weiteren
Spieler verließ. Kassel setzte sich in der Nauheimer
Zone fest und versuchte, an die blaue Linie zu passen,
um eine optimale Schussposition zu erreichen. Der
Blueliner verfehlte jedoch, so dass das Hartgummi bis in
die Kasseler Hälfte und sogar ins leere Tor zum 6:2 für
die Hausherren ging. Als Torschütze (sowie
Strafzeitenverursacher) wurde André Mangold genannt, der
somit sein erstes Saisontor erzielte. Das Match war
demnach gelaufen, das 6:3 durch Sikora war nur noch
Ergebniskosmetik. "Ich habe Nauheimer selten so stark
gesehen. Vor allem das Powerplay von ihnen war stark.
Das Leben geht aber weiter, und bereits am Freitag
wollen wir gegen Dortmund punkten", sagte Kassels Coach
Bartman nach dem Schlusspfiff. "Wir wären auch mit einem
Punkt zufrieden gewesen, nachdem wir heute unter Druck
waren gegen einen direkten Konkurrenten. Die Jungs haben
aber super gekämpft und sich in jeden Schuss geworfen.
Das war eindrucksvoll", äußerte sich Fred Carroll, der
am Dienstag zuhause gegen Bremerhaven im
Pokalviertelfinale bereits wieder ran muss. Ob dann
Lanny Gare und Pierre Wex wieder mitwirken können, muss
jedoch abgewartet werden.
EC Bad Nauheim - Kassel Huskies 6:3 (2:1, 2:0, 2:2)
Tore:
0:1 (02:03) Mikesz (Roedger, Böhm)
1:1 (07:43) Franz (Kujala) PP 5-4
2:1 (11:29) Baum (Weibler, Baldys) PP 5-4
3:1 (23:31) Schwab (Kujala, Stanley) PP 5-4
4:1 (32:46) Maaßen (Kujala)
5:1 (49:09) Striepeke (Kohl, Ketter)
5:2 (53:23) Valenti (Klinge, E.Grund)
6:2 (54:22) Mangold
6:3 (58:23) Sikora (Vorel)
Strafminuten: ECN 10 / ECK 10
Zuschauer: 3.345
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Glücklose Huskies verlieren in Bad Nauheim
Am gestrigen Sonntag mussten die Kassel Huskies beim EC
Bad Nauheim zum zweiten Auswärtsspiel in der Endrunde
der Oberliga-West antreten. Dabei konnten die Huskies
neben dem wieder genesenen Alex Engel zusätzlich auf
Torhüter Martin Fous zurückgreifen, der beim Hessenderby
gegen die Löwen Frankfurt am vergangenen Freitag noch
bei seinem Stammverein in Wolfsburg im Einsatz war.
Unterstützt wurden die Huskies zudem von ca. 300
blau-weißen Fans, die teils privat, teils per Fanbus die
Reise in die Kurstadt angetreten hatten.
Im Vergleich zu den letzten Partien, kamen die Huskies
deutlich stärker als ihre Gegner ins Spiel. Nach nur
etwas mehr als zwei Minuten musste Markus Keller im Tor
der Nauheimer das erste Mal hinter sich greifen. Jiri
Mikesz hatte Kellers Rebound nach Roedgers Schuss aus
spitzem Winkel ins Netz befördert und die Huskies in
Führung gebracht. Beflügelt durch diesen frühen Treffer
versuchten die Huskies sofort nachzulegen, doch Keller
hatte für alle Versuche der Huskies eine Antwort parat.
Allzu lange sollte die Führung der Schlittenhunde nicht
halten. Immer wieder brachten sich die Nordhessen mit
Undiszipliniertheiten selbst in Bedrängnis. Und die
Kurstädter nutzten die Kasseler Unterzahl eiskalt aus.
Nicht nur, dass Verteidiger Christian Franz in der
achten Minute zum 1:1 ausglich, nein, auch der zweite
ECN-Treffer fiel wenige Minuten später bei numerischer
Überlegenheit der Mittelhessen.
Auch nach der ersten Drittelpause setzte sich die
Unterzahl-Serie der Huskies fort. Nur wenige Sekunden
nach Wiederbeginn hob sich der Arm des
Hauptschiedsrichters erneut. Auch hier dauerte es
weniger als zwei Minuten, bis der Nauheimer Anhang Grund
zum Jubeln hatte. Und als wäre der neue Zwischenstand
von 3:1 nach 23:31 Minuten nicht schlimm genug,
verkündete der Stadionsprecher auch noch Tobias Schwab
als Torschütze. Der gebürtige Kasseler hatte nur
Sekunden zuvor bereits die Chance auf ein Tor
ausgelassen und wollte sich nun den Treffer nicht mehr
nehmen lassen.
Bei den Huskies lief Mitte des zweiten Drittels wenig
zusammen. In der 30. Minute schien Marek Vorel dann eine
Antwort auf den Nauheimer Torreigen zu haben, doch
obwohl sein Kracher von der blauen Linie den Weg in die
Maschen fand, verweigerte das Schiedsrichtergespann um
Markus Brill und Andreas Kissing dem Treffer wegen einer
Abseitsposition zurecht die Anerkennung. Postwendend
wartete der nächste Tiefschlag auf die Huskies. Vom
Bully weg verwandelte Michael Maaßen, nach Anspiel von
Lavallee, durch die Beine von Martin Fous zum 4:1 für
Bad Nauheim. Und obwohl die Huskies in Person von Koziol
(37.) und Vorel (38.) jeweils beste Chancen auf den
Anschlusstreffer hatten, verabschiedeten sich beide
Teams mit einem drei Tore Unterschied in die Kabine.
So wartete zu Beginn des Schlussdrittels ein Berg voller
Arbeit auf die Schlittenhunde, um die drohende
Niederlage abzuwenden. Hinzu kam, dass Bad Nauheim nun
auf seine perfekt stehende Defensive bauen konnte und
dies die Arbeit für die Huskies nicht erleichterte. Die
Vorentscheidung fiel dann in der 50. Minute. Eine
Unkonzentriertheit im Spielaufbau der Huskies nutzte
abermals Tobi Schwab, der den Puck auf den besser
postierten Jannik Striepeke spielte, welcher dann nur
noch gegen den bereits geschlagenen Martin Fous
einnetzen musste. Obwohl die Huskies mit toller Moral
gegen das Nauheimer Bollwerk anrannten, wollte keine
länger andauernde Druckphase entstehen. Sven Valenti
verkürzte zwar in der 54. Spielminute mit einem
platzierten Schlagschuss auf 5:2, doch mehr Positives
war für die Huskies nicht zu holen. Nur wenige Sekunden
später lag der Puck erneut im Kasseler Tor. Sven Valenti
hatte bei einer gegen die Nauheimer angezeigte Strafe
unglücklich den Puck in Richtung des von Martin Fous
verlassenen Tores geschlagen. Petr Sikoras 6:3 kurz vor
Schluss war dann nicht viel mehr als Ergebniskosmetik.
So blieben die Huskies auch im zweiten Auswärtsspiel der
Endrunde der Oberliga-West ohne Sieg, haben aber die
Chance am kommenden Freitag beim EHC Dortmund für eine
Überraschung zu sorgen.
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